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Freistaat Thüringen bündelt Greentech-Kräfte – Gründung der ThEGA

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Die Thüringer Energie- und Greentech-Agentur (kurz: ThEGA) soll ein zentrales Kompetenzzentrum werden, das Unternehmen, Kommunen, Verwaltungen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen rund um die Themen Energie und Greentech beraten wird. Gleichzeitig sollen Aktivitäten gebündelt werden. Die Beratung soll sich auch auf die Einwerbung von Fördermitteln auf allen Ebenen beziehen. Weiterhin sollen Informationsmaterialien für Kammern, Innungen und Unternehmen von der ThEGA aufbereitet werden.

Strukturell besteht die ThEGA aus einem Beirat, in den Akteure aus Verbänden, Unternehmen oder Hochschulen mit Schwerpunkt Energie und Greentech eingebunden werden. Dazu wird es einen Steuerungskreis geben, dem u.a. die LEG und weitere Thüringer Einrichtungen angehören werden. Die Federführung obliegt dem Wirtschaftsministerium.

„Mit einer eigenen Energie- und Greentech-Agentur wollen wir Initiativen im Bereich der grünen Technologien für Thüringen unterstützen und die Akteure vernetzen“, so Wirtschaftsminister Machnig.

Insgesamt vier Fachgebiete sollen durch die neue Agentur abgedeckt werden:

  • Erneuerbare Energien
  • Energieeffizienz
  • Greentech
  • Beratung und Information

Ganz konkrete Entwicklungspotenziale sieht Machnig vor allem in folgenden Bereichen:

  • Ausbau der Erneuerbaren Energien: Bis zum Jahr 2020 könnte der Anteil der erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch zwischen 29 und 37 Prozent liegen.
  • Automobilindustrie und Green Mobility: Umweltfreundlichen und energieeffizienten Mobilität liegen im Trend. Ein Bestandteil ist die Entwicklung von Elektroautos und die Nutzung von Wasserstoff- und Brennstoffzelle. Mit dem Thüringer Automotive Cluster soll eine Green-Mobility-Initiative auf den Weg gebracht werden.
  • Grünes Bauen: Dem energieeffizienten Bauen für Gewerbe und Privat kommt künftig eine Schlüsselrolle zu. Hierbei soll vor allem die Bauhaus-Universität in Weimar eine entscheidende Rolle spielen.
  • Mess- und Regeltechnik: Das in Thüringen vorhandene Cluster „Elektronische Mess- und Gerätetechnik Thüringen e.G.“ arbeitet daran, mehr Energie- und Ressourceneffizienz durch Mess- und Regeltechnik erreichen.
  • Optik und Optoelektronik: Auch hier liegen Potenziale für technologische Innovationen, die einen Beitrag zu mehr Energieeffizienz leisten können.

Machnig sieht in den grünen Technologien ganz wichtige Zukunftstechnologien:

„Die grünen Technologien werden die Leitmärkte der Zukunft sein: Die Agentur soll die Thüringer Wirtschaft dabei unterstützen, sich diese Märkte zu erschließen.“

Bis Jahresende ist die Agentur mit zwei Millionen Euro ausgestattet – davon soll der überwiegende Teil zur Förderung grüner Technologien bereitgestellt werden.

Das Engagement Thüringens bei der Bündelung grüner Zukunftstechnologien ist absolut begrüßenswert. Bereits in wenigen Monaten soll die Homepage der Agentur aufgebaut sein und bis zu sechs Mitarbeiter ihre Arbeit aufnehmen. Bleibt zu hoffen, dass es mehr ein „Entscheider-Club“ und weniger ein politischer „Debattier-Club“ werden wird. Und, das Thüringen damit Vorbild für möglichst viele andere Bundesländer wird.

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