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Tognum tüftelt in Magdeburg an innovativen Motoren

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Dr. Jan Piatek leitet die Versuche auf den vier neuen Einzylinderprüfständen bei SKL Motor in Magdeburg.
Dr. Jan Piatek leitet die Versuche auf den vier neuen Einzylinderprüfständen bei SKL Motor in Magdeburg.

Mobilität News / Magdeburg, Friedrichshafen. Der Spezialist für Antriebssysteme und Energieanlagen, die Tognum AG (mehr zu Tognum), forscht bei ihrer Magdeburger Tochter SKL Motor an Diesel- und Gasmotoren der Zukunft. Kürzlich nahmen vier neue Einzylinderprüfstände ihren Betrieb auf. Damit entwickeln die Spezialisten neue Verbrennungsverfahren, Treibstoffe und Brennraumformen für die in Friedrichshafen ansässige Motorenentwicklung der Tognum-Marke MTU erarbeiten. Das Land Sachsen-Anhalt fördert die Hochtechnologie-Entwicklung mit mehreren Millionen Euro. Insgesamt werden knapp 10 Millionen Euro in die Prüfstände investiert.

Mittlerweile sind bei SKL Motor in Magdeburg wieder 225 Menschen in Forschung, Entwicklung und Produktion beschäftigt. „Immer sauberere und sparsamere Motoren und Antriebssysteme
entwickeln wir aus mehreren Gründen: Die immer strenger werdenden Grenzwerte zu erfüllen ist technisch eine Herausforderung. Für den Erfolg unseres weltweit agierenden Unternehmens ist es eine Pflicht, und für ein nachhaltig handelndes Unternehmen wie Tognum ist das ein Ausdruck von Verantwortung“, sagte Dr. Ulrich Dohle, Tognum-Vorstandsmitglied für Technology & Operations, beim Besuch des Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Dr. Haselhoff.

MTU-Motoren erfüllen Abgasvorschriften

Bereits heute erfüllen MTU-Motoren mit bis zu 9.100 Kilowatt Leistung (etwa 12.200 PS) die strengen Abgasvorschriften, die erst demnächst zum Beispiel für Lokomotiven, riesige Bergbaulastwagen, Schiffe und Stromerzeuger gelten. In Magdeburg blickt die Tognum-Gruppe weiter in die Zukunft und forscht an technischen Konzepten, wie es sie heute noch gar nicht gibt. Dafür wird aber kein ganzer Motor mit bis zu 20 Zylindern gebaut, sondern gearbeitet wird an so genannten Einzylindern, weil in jedem Zylinder dasselbe passiert.

SKL Motor Technologiezentrum

SKL Motor ist das Technologiezentrum für die standardmäßige Aufarbeitung gebrauchter Motoren. Motoren, die beispielsweise in Lokomotiven oder Stromaggregaten tausende Betriebsstunden hinter sich gebracht haben, werden komplett zerlegt und die einzelnen Teile aufgearbeitet, so dass sie quasi fabrikneu sind. Der Kunde erhält innerhalb kurzer Zeit einen Motor zurück. Dieses so genannte Remanufacturing-Verfahren spart nicht nur Geld, sondern schont auch die knappen Rohstoffreserven.

Zudem überholen die Mitarbeiter am Standort Magdeburg Motorenhauptkomponenten, die als Ersatzteile über das globale Vertriebsnetz von Tognum zu den Kunden kommen, stellen Ersatzteile für Motoren aus früherer SKL-Produktion her und montieren Stromaggregate für die Tognum-Marke MTU Onsite Energy.

Diese produzieren, angetrieben von MTU-Motoren, zuverlässig Spitzenstrom, Dauerstrom oder Notstrom, zum Beispiel für Krankenhäuser, Einkaufszentren, Industrieanlagen und Flughäfen in der ganzen Welt.

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