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TÜV Rheinland prüft Energieverbrauch von Webbrowsern

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Laut der ARD/ZDF-Onlinestudie sind dreiviertel der Deutschen und damit 53,4 Millionen Menschen im Internet unterwegs.  Die mobile Nutzung des Internets via Smartphone oder Tablet hat sich in den vergangenen drei Jahren sogar mehr als verdoppelt. Ob bei der Arbeit oder privat – das Internet ist damit längst zum Medium des Alltags geworden. Dass man dabei mit der Wahl des Webbrowsers einen Einfluss auf den Energieverbrauch nehmen kann, belegte nun der TÜV Rheinland.

Quelle: kinder-2012.de
Quelle: kinder-2012.de

Energieeffizienz News / Köln. Ein neu entwickeltes Testverfahren von TÜV Rheinland zeigt, dass der Einsatz der richtigen Software Energie und damit Geld sparen kann. Es wurde festgestellt, dass erhebliche Unterschiede zwischen den drei gängigsten Webbrowsern (Internet Explorer, Mozilla Firefox, Google Chrome) bestehen. Getestet wurden die Browser auf dem Betriebssystem Windows 8. Auftraggeber der Versuchsreihe ist die Hamburger Kommunikationsagentur Faktor 3. Die Tests wurden vergangenen Monat im Kölner Laborzentrum von TÜV Rheinland durchgeführt.

Versuchsaufbau

Für die Vergleichstests hat TÜV Rheinland ein Testszenario entwickelt, das das gängige Nutzungsverhalten im Internet abbildet. Es sollten möglichst praxisnahe, vergleichbare und jederzeit reproduzierbare Versuche durchgeführt werden. Dazu wurden auf identischen Notebooks und Desktop-Computern drei Anwendungen durchgeführt: das Aufrufen herkömmlicher HTML5-Seiten, die Navigation zu einer Auswahl der 18 beliebtesten Websites der Deutschen und das Abspielen eines Videos. Jede Anwendungen nahm fünf Minuten Testzeit in Anspruch. Währenddessen wurde jeweils der Energieverbrauch gemessen. Um ein möglichst genaues Ergebnis zu erhalten, verwendeten die Fachleute zur Messung der elektrischen Leistungsaufnahme einen hochpräzisen Leistungsanalysator.

Versuchsergebnisse

Im Vergleich  der drei meistgenutzten Internet-Browser schnitt der Internet Explorer 10 bei den beschriebenen Testreihen um 26 Prozent besser im Energieverbrauch ab. Der TÜV Rheinland sieht dieses Ergebnis als Bestätigung dafür, dass die Wahl der Software einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch der täglichen Computernutzung hat. Nach Ansicht des Experten wäre es für Verbraucher wünschenswert, wenn bei Software – ähnlich wie bereits bei anderen Produkten – Verbrauchsangaben ausgewiesen werden müssten.

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  1. Oliver Kaiser sagt

    „Im Vergleich der drei meistgenutzten Internet-Browser schnitt der Internet Explorer 10 bei den beschriebenen Testreihen um 26 Prozent besser im Energieverbrauch ab.“

    Besser als was? Als der Durchschnitt? Als der schlechteste Browser? Und seit wann führen Kommunikationsagenturen technische Tests durch? Ich vermute, Faktor 3 wurde von Microsoft beauftragt und der TÜV Rheinland hat eine bezahlte (Gefälligkeits-)Studie abgeliefert.

    1. Hallo Herr Kaiser,

      ich denke nicht, dass es einen VDI braucht, um eine solche Testreihe durchzuführen. Die 26 Prozent beziehen sich nach unserer Kenntnis auf den zweitbesten Browser.

      Martin Jendrischik

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