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Sauber in die Zukunft

Vattenfall baut Innovationskraftwerk in Hamburg

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Hamburg will als bedeutende deutsche Metropolregion mit zahlreichen Arbeitsplätzen in energieintensiven Branchen die Strom- und Wärmeversorgung auch für die Zukunft sicherstellen. Deshalb hat die Stadt Hamburg zusammen mit Vattenfall und einem weiteren Partner ein Energiekonzept für die nachhaltige Versorgung erarbeitet. Ziel ist es, unter anderem durch den Ausbau der Fernwärme die gesamten CO2-Emissionen in Hamburg um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 zu verringern. Bis 2050 soll sich der Ausstoß sogar um insgesamt 80 Prozent reduzieren.

Das Gelände des jetzigen Heizkraftwerks Wedel. Hier entsteht das Innovationskraftwerk von Vattenfall.
Das Gelände des jetzigen Heizkraftwerks Wedel. Hier entsteht das Innovationskraftwerk von Vattenfall.

Cleantech Magazin / Hamburg. Als tragende Säule des Gesamtkonzepts wird künftig ein Innovationskraftwerk auf dem Gelände des jetzigen Heizkraftwerks Wedel neben Strom auch Fernwärme für den Westen Hamburgs liefern. Es wird nach seiner Inbetriebnahme zur Heizperiode 2016/17 das alte steinkohlebefeuerte Kraftwerk ersetzen. In diesem neuen Kraftwerkskonzept führt das Zusammenspiel von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), des Einsatzes von sauberem Erdgas als Brennstoff sowie eines Energiespeichers zu einer deutlichen Verringerung der CO2-Emissionen.

Durch die gleichzeitige Gewinnung von Strom und Wärme für Heizzwecke in einem Produktionsprozess im Wege der KWK und der geplanten sehr effektiven Koppelung von Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Betrieb wird ein Gesamtwirkungsgrad der Anlage von bis zu 88 Prozent erreicht. Dadurch ist es in der Lage, nach Fertigstellung Wärme bis zu einer Leistung von 400 Megawatt (MWth) an das Fernwärmesystem in Hamburg abzugeben. Der ebenfalls am Standort vorgesehene Speicher kann darüber hinaus so viel Energie aufnehmen und in Form von Wärme speichern, wie ein größerer Windpark innerhalb von zehn Stunden bei optimalen Windverhältnissen an Strom produziert.

So ermöglicht dieser „Wind-zu-Wärme-Speicher“ die Integration erneuerbarer Energie, die bei starkem Wind anfällt, jedoch zu diesem Zeitpunkt keine direkten Verbraucher findet. Er schafft dadurch die Flexibilität, die für den Ausbau erneuerbarer Energien notwendig ist, und leistet damit einen wirksamen und zukunftsweisenden Beitrag zur Energiewende in Deutschland.

Darüber hinaus unterstützt der Speicher die Bereitstellung von Strom zur Regelung und Betriebsoptimierung der GuD-Anlage und kann auch den Spitzenbedarf an Fernwärme abdecken. Vattenfall gibt für die vereinbarten Maßnahmen in den kommenden fünf Jahren rund 1,5 Milliarden Euro aus. Davon fließen allein 550 Millionen Euro in den Ausbau und die Erweiterung der Hamburger Fernwärmeversorgung.

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1 Kommentar
  1. Henning Flessner sagt

    Sie verwechseln Wirkungsgrad mit Brennstoffausnutzung. Die Brennstoffausnutzung ist keine sinnvole Grösse, um die Güte des Prozesses zu beschreiben. Ein einfacher Kessel, der nur Wärme und keinen Strom erzeugt, kam schon vor Jahrzehnten zu mehr als 90% Brennstoffausnutzung.
    Wieviel Energie wird in dem Speicher gespeichert? 10 h und mittlerer Windpark sagen gar nichts.

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