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Vattenfall und ecoduna nehmen Algenzuchtanlage in Betrieb

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ecoduna Vattenfall Algen SprembergCleantech News / Senftenberg. Der Energieriese Vattenfall und das kleine österreichische Cleantech-Startup ecoduna treiben die industrielle Biomasse-Produktion mit Algen weiter voran. Jetzt haben ecoduna und Vattenfall eine Algenzuchtanlage zur Nutzung von CO2 aus dem Braunkohlekraftwerk im brandenburgischen Senftenberg in Betrieb genommen. Algen benötigen CO2 zum wachsen – und davon gibt es als Abfallprodukt genügend bei der Braunkohleverstromung. Algen gelten als die wichtigste nachwachsende Ressource der Zukunft – viele Versuche in den letzten Jahren, deren Nutzung auf industriellen Maßstab zu heben, scheiterten jedoch. Der Photo-Bioreaktor, die Anlage zur Züchtung von Mikroalgen, bietet aber enorme Potenziale und könnte für ecoduna der Durchbruch sein.

Das Prinzip der Algenproduktion: Photosynthese. Das aus Abgasen stammende Kohlendioxid wird gebunden und in Biomasse umgewandelt. Wasser wird innerhalb des Systems recycelt. Das einzige „Abfallprodukt“ in der Algenzucht ist der Sauerstoff, der in der Photosynthese freigesetzt wird.

ecoduna Vattenfall Algen Sprembergecoduna hat das kontinuierliche System „Hanging Gardens“ entwickelt und patentieren lassen, das es erstmals ermöglicht, Kraftwerksabgase in großen Mengen in wertvolle Biomasse umzuwandeln. Mit den „Hanging Gardens“ hat Ecoduna einen Photobioreaktor entwickelt, der die industriellen Produktionsbedingungen für Mikroalgen optimiert. In den Hanging Gardens mit ihren senkrechten etwa 6 Meter hohen Paneelen zirkuliert das Süßwasser mit den Mikroorganismen.

 

ecoduna Algen VattenfallDiese Zuchtbedingungen eignen sich besonders gut für die Massenkultivierung von Algen, da sie nur relativ wenig Fläche für viel Ertrag benötigen. Somit kann man auf große Zuchtbecken mit hohem Wasserverbrauch verzichten und senkt die Energiekosten.

Die ecoduna-Anlage in Senftenberg, die mit rund 50.000 Litern an photoaktivem Volumen die zweitgrößte geschlossene Algenzuchtanlage weltweit ist, besticht durch eine Reihe einzigartiger Neuerungen: Durch den kontinuierlichen Betrieb, die Einsparung elektrischer Pumpen, die ideale Versorgung der Algen mit CO2 und Nährstoffen sowie geringen Flächenverbrauch.

Bisher wurden nur Nahrungsmittel, Pharmaprodukte und Kosmetika in kleinen Mengen aus Algen hergestellt. Gelingt die Industrialisierung ist es nun erstmals möglich, Massenprodukte wie grünen Treibstoff, Bio-Plastik und Tierfutter in nahezu unbegrenzten Mengen zu produzieren. Die Herstellung von Mikroalgen steht dabei nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion auf landwirtschaftlichen Flächen.

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1 Kommentar
  1. cofactor sagt

    Gut, dass sich auch hier in Europa was im Bereich der Algenbiotechnologie tut… wird Zeit, die USA marschieren hier massiv voran!

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