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Magdeburg: Erste Veranstaltung der Cleantech Initiative Ostdeutschland

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Cleantech Grüne Innovationen für OstdeutschlandCleantech News / Magdeburg, Berlin. Die Cleantech Initiative Ostdeutschland hat sich heute erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert. An der Auftaktveranstaltung in der Fachhochschule Magdeburg-Stendal nahmen nahmen neben Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft auch Staatssekretär Dr. Christoph Bergner (Bundesinnenministerium) und Ministerpräsident Dr. Rainer Haseloff (Sachsen-Anhalt) teil. Ziel der ostdeutschen Initiative ist es, die ostdeutschen Cleantech-Unternehmen und Organisationen miteinander zu vernetzen und somit Ostdeutschland zu einem bedeutenden Cleantech-Standort zu machen. So soll eine Art „wirksames Interessen-Bündnis der Cleantech-Branche“ entstehen.

Dr. Christoph Bergner Bundesinnenministerium (Quelle: Bundespresseamt)
Dr. Christoph Bergner Bundesinnenministerium (Quelle: Bundespresseamt)

Die Cleantech Initiative Ostdeutschland ist beim Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland, Staatssekretär Dr. Christoph Bergner, angesiedelt. Weshalb, erläuterte Dr. Bergner heute in Magdeburg: „Der Aufholprozess der neuen Bundesländer kann nicht mehr durch Investitionen in Infrastruktur oder die Verbesserung der öffentlichen Kapitalausstattung fortgesetzt werden“, so Dr. Christoph Bergner. In Zukunft müssten Arbeitsfelder definiert werden, in denen Ostdeutschland gute Zukunftsaussichten habe. „Cleantech als zunächst weit gefasste Meta-Branche gehört hier aus unserer Sicht dazu.“

Letztlich erhoffe man sich besondere Impulse für die neuen Bundesländer, die durch die Solar- und Windbranche, durch traditionelle Energieregionen, durch die Automobilindustrie und viele weitere Ansiedlungen der letzten Jahre schon eine gute Basis habe. Problem sei aber die Kleinteiligkeit der ostdeutschen Wirtschaft mit vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen – und kaum einem Großunternehmen. Daher müsste gezielt unterstützt und vernetzt werden. „Ostdeutschland braucht eine Vernetzung von Kleinen, um das Fehlen von Großen zu kompensieren“, so Dr. Bergner unter Bezug auf die Unternehmensgröße in Ostdeutschland im Vergleich zum Westen des Landes.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff äußerte sich zu den strategischen Möglichkeiten von Cleantech in Sachsen-Anhalt und Ostdeutschland. „Cleantech macht uns fit für die Zukunft“, so Haseloff. Es müsse ein breiter Spagat zwischen technologischer Spitzenleistung über Hochschulen und Unternehmen einerseits und dem Ausbau der Stromnetze andererseits organisiert werden. Auch der Fokus auf traditionelle Energietechnologien wie die Braunkohle dürfe nicht ausschließen, dass man jetzt schon weiterdenke. Insbesondere den Aspekt, dass Wasserstoff als Speichermedium erforscht werden müsse, betonte Haseloff. „Ohne Energiespeicher haben wir ein Problem“, so der Ministerpräsident.

Cleantech Initiative OstdeutschlandZu Cleantech zählen eine Reihe von Umwelttechnologien wie Photovoltaik, energiesparende Verfahren, aber auch Methoden zur Umweltsanierung. Dass der heutige Auftakt der Initiative in der Hochschule Magdeburg-Stendal stattfand, ist kein Zufall. Denn in Mitteldeutschland liegt ein wichtiger Schwerpunkt der ostdeutschen Cleantech-Wirtschaft und -Forschung.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Haseloff ließ es sich daher nicht nehmen, auf die besonderen Potenziale dieser Region hinzuweisen: „Zahlreiche Cleantech-Unternehmen in Mitteldeutschland haben sich mit intelligenten Produkten am Markt etabliert. Der Sektor ist bereits jetzt ein Motor für die wirtschaftliche Entwicklung. Es schlummern dort aber noch große Potenziale, die durch eine stärkere Vernetzung besser erschlossen werden können.“

Alle Beteiligten waren sich einig, dass in der Entwicklung von Cleantech ein Schlüssel für den weiteren wirtschaftlichen Erfolg in Ostdeutschland liegt. Denn hier entstehen neue Märkte, die noch nicht aufgeteilt sind und für die viele ostdeutsche Unternehmen gut aufgestellt sind. Schon heute ist Ostdeutschland eine Cleantech-Region. Mit der Cleantech Initiative Ostdeutschland solle diese Stärke weiter ausgebaut werden.

Weiterlesen: Hintergründe zur Cleantech Initiative Ostdeutschland im Cleantech Lexikon.

1 Kommentar
  1. Rainer Küster sagt

    Noch vor einer Woche stand Dr. Reiner Haseloff auf dem Podium einer Braunkohlekonferenz und freute sich mit der Mibrag über die Ankündigung eines neuen, konventionellen Braunkohlekraftwerkes. Dieses würde frühestens 2020 in Betrieb gehen und daher bis weit nach 2060 Braunkohle verstromen. Außerdem würde ein neuer Tagebau bei Lützen eröffnet werden müssen. Hach, war das eine Freude!
    Und heute steht genau dieser Mann da und tritt den „sauberen Technologien“ eine Brücke? Und echauffiert sich noch über die DDR-Zeiten, in denen „die Ressourcen der Umwelt rücksichtslos ausgebeutet“ worden seien – wobei er aber genau diesen Kurs jetzt fortsetzt?
    Heiland … nein!!! Das war nicht nur meiner Meinung nach ein klarer Fehlstart. Es ist schlicht und ergreifend unglaubwürdig, was da geschrieben steht und sich offenbar tatsächlich abgespielt hat. Schade um das schöne Ziel – dafür hätte sich manches gelohnt.

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