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Wiedereröffnung der Fremont-Fabrik gestoppt: Verlässt der Autobauer Kalifornien und verlegt die Tesla-Zentrale nach Texas oder Nevada?

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Tesla-CEO Elon Musk ist sauer und kündigt eine Klage gegen Alameda County an. Außerdem kündigt er die Verlegung der Tesla-Zentrale nach Texas oder Nevada an.

Es ist ein samstäglicher Paukenschlag: Entgegen der Aussagen des Gouverneurs von Kalifornien, den Bundesstaat langsam wieder hochzufahren, haben die Verantwortlichen in Alameda County, dem Bezirk, in dem sich die Tesla-Fabrik befindet, das Wiederanlaufen der dortigen Elektroauto-Produktion gestoppt. Die Reaktion von Elon Musk: Er kündigt die Verlegung der Tesla-Zentrale von Kalifornien nach Texas oder Nevada an.

In wenigen Wochen will Tesla verkünden, wo die Gigafactory entstehen soll, in der der Cybertruck gebaut werden soll. In der Auswahl, jedenfalls fragte Musk hierzu seine Twitter-Follower, ist u.a. der Bundesstaat Texas. Jetzt könnte dem Bundesstaat, in dem die neue Fabrik gebaut wird, auch die Ehre zuteil werden, Platz des künftigen Headquarters zu werden – was Auswirkungen auf die Steuerzahlungen haben dürfte.

Denn Tesla-Chef Elon Musk hat nach dem vergeblichen Versuch, die Fremont-Gigafactory wieder schrittweise hochzufahren, eine unverzügliche Klage gegen den Bezirk Alameda angekündigt. Auf Twitter schrieb Musk, ein nicht gewählter und ignoranter „Interim-Gesundheitsbeamter“ habe gegegn den Willen des Gouverneurs, von Präsident Trump und gegen die verfassungsmäßigen Freiheiten sowie den gesunden Menschenverstand gehandelt.

Mit der Klage nicht genug: Musk kündigte an, die Tesla-Zentrale aus Kalifornien nach Nevada oder Texas zu verlegen. Außerdem sagte Musk, ob Tesla seine Tätigkeiten in der Fremont-Gigafactory überhaupt beibehalte,hänge entscheidend davon ab, wie Tesla in Zukunft behandelt werde.

Tweet von Elon Musk

Es ist durchaus verständlich, dass Musk genervt ist von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, und davon, dass die Wiederaufnahme der Produktion in Fremont zunächst gestoppt wurde. Selbst in Deutschland, das derzeit weniger betroffen ist vom Coronavirus, werden Autofabriken langsam wieder hochgefahren.

Der Nachbarbezirk San Joaquin Valley steht an der Seite von Musk.

Die Tesla-Zentrale befindet sich allerdings nicht in dem angesprochenen County, sondern im Silicon Valley, in Palo Alto, das zu Santa Clara County gehört. Die Drohung muss also in erster Linie die Fabrik in Fremont betreffen. Dort verfügt der Autobauer über eine der modernsten Autofabriken der Welt – und beschäftigt 10.000 Menschen. So einfach aufgeben kann Tesla das dortige Werk nicht – aber möglicherweise Expansionspläne kappen.

Elon Musk schadet Tesla mit impulsiven Twitter-Tiraden

Aber: Mit seinen Twitter-Tiraden schadet Musk vor allem wieder einmal nur seinem Unternehmen. Eine Drohung, einen Standort zu verlassen, kann auch direkt mit den zuständigen Personen besprochen werden. Dazu braucht es kein samstägliches Twitter-Gewitter. Außerdem ist vollkommen unklar, ob die Aussagen Musks zur Verlegung der Firmenzentrale mit den Gremien des Unternehmens abgestimmt sind.

Lesen Sie auch: Elon Musk: Genialer Visionär, exzentrischer CEO – was treibt den Unternehmer an?

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