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Virtuelle Kraftwerke helfen, den Stromnetz-Blackout zu vermeiden

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Zeichen setzen Wärme pumpen - Kampagne des Bundesverband WärmepumpeWärmepumpe News / Berlin. Um den gefürchteten Blackout nach dem Atomausstieg zu vermeiden, sollen „virtuelle Kraftwerke“ eingesetzt werden. Diese entstehen bei einem Zusammenschluss mehrerer dezentraler Stromerzeuger wie Windparks, Solarparks, Wasserkraftwerken und kleineren Blockheizkraftwerken, sowie von Stromverbrauchern wie Wärmepumpen-Heizungen. Durch den Zusammenschluss der Stromerzeuger können. Netzschwankungen infolge von erhöhter bzw. niedriger Einspeisung ausgeglichen und der CO2-freie Strom aus regenerativen Energiequellen besser integriert werden. Ein erhöhte Einspeisung tritt zum Beispiel bei hoher Sonneneinstrahlung oder starkem Wind auf, niedrig ist die Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen bei Flauten, dunklen Wolken und Nacht.

Wärmepumpen eignen sich besonders als integrierte Stromverbraucher im virtuellen Kraftwerk. Denn anders als andere Konsumenten können sie den Strom nicht nur direkt nutzen, sondern ihn auch in Form von Wärme zwischenspeichern. Damit das Stromangebot zu jeder Zeit der Nachfrage entspricht, muss die Last im Stromnetz im Gleichgewicht gehalten werden.
Wärmepumpen sind dank ihrer integrierten Wärmespeicher hervorragend zum Lastmanagement geeignet und können in Zukunft effizient und in großer Anzahl gesteuert werden. Damit tragen Wärmepumpen dazu bei, Strom aus erneuerbaren Quellen besser zu integrieren.

Pilotprojekte virtueller Kraftwerke wurden bereits in Zusammenarbeit von Stiebel Eltron, SES Energiesysteme, SenerTech Center und Vattenfall Europe Wärme AG in Berlin und Hamburg gestartet und sollen weiter ausgebaut werden. Dabei werden im virtuellen Kraftwerk Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen zu einem vernetzten, flexibel regelbaren und zentral gesteuerten Anlagensystem kombiniert.

Wärmepumpe verfügt über CO2-Einsparpotential

Die Wärmepumpe verfügt nachweislich über ein sehr hohes CO2-Einsparpotential im Vergleich zu fossilen Heizungen. Dies belegt eine Studie zum CO2-Ausstoß des IfE (Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik) der TU München. „Eine effiziente Wärmepumpe spart im Vergleich zu einer fossilen Heizung bereits heute rund die Hälfte des CO2 ein“, so Karl-Heinz Stawiarski vom Bundesverband Wärmepumpe e.V.. Er erklärt weiter: „So leistet die Integration der Wärmepumpe in ein virtuelles Kraftwerk auch einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der EU-Klimaschutzziele.“

Das Ziel zur Steigerung der Energieeffizienz um 20 Prozent, das sich Europa für 2020 gesetzt hat, soll durch den neuen Richtlinienvorschlag und ehrgeizige Maßnahmen erreicht werden. „Ziel unseres Vorschlags ist es, unsere Energienutzung im Alltag effizienter zu machen und Bürger, öffentliche Einrichtungen und die Industrie bei einer wirksameren Kontrolle ihres Energieverbrauchs zu unterstützen, was letztlich zu einer niedrigeren Energierechnung führen dürfte“, erklärte Günther Oettinger, zuständiger EU-Kommissar für Energiefragen, in einer Pressemitteilung vom 22. Juni 2011.

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