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VKU startet Stadtwerkekampagne zur Energiewende

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Dezentrale Energiestrukturen entscheidend für die Energiewende
VKU-Kampagne: „Meine Stadtwerke. Gemeinsam stark“ (Quelle: ots/VKU)

Cleantech & Energiewende News / Berlin. Die Energiewende ist eine Aufgabe, die nicht erst vor einem Jahr mit dem Reaktorunfall von Fukushima begann, sondern schon weitaus länger auf der Agenda steht. Doch mit dem Atomunfall von Fukushima ist das öffentliche Interesse an der Energiewende gestiegen – und der politische Konsens zum Atomausstieg hat zu einer Stärkung der eher dezentralen Energieversorgung geführt. Für diese stehen nicht nur viele Millionen kleiner Erzeuger, sondern auch insbesondere die Stadtwerke. Deren Dachverband, der Verband kommunaler Unternehmen VKU, hat jetzt seine Stadtwerkekampagne unter dem Motto „Meine Stadtwerke. Gemeinsam stark.“ vorgestellt.

In diesem Jahr 2012 beteiligen sich mehr als 100 Unternehmen an der Kampagne und machen in gemeinsamen Aktionen auf die Vorteiler kommunaler Energieversorger aufmerksam. In einer Auftaktveranstaltung wurde kürzlich am Berliner Hauptbahnhof eine Lokomotive im Kampagnendesign auf die Reise geschickt. Ihre Botschaft: Die Energiewende beginnt vor Ort und die Stadtwerke können diese mit den Bürgern gemeinsam umsetzen.

VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck: „Stadtwerke sind mit ihrer lokalen Verankerung, ihrer Nähe zum Bürger und ihrem Fokus auf dezentrale Erzeugungsstrukturen der Schlüssel für das Gelingen der Energiewende. All das stellen wir mit der bundesweiten Kampagne klar heraus.“ Über neue großflächige Plakat- und Anzeigenaktionen, Kino- und Hörfunkspots sowie über das Internet zeigen Stadtwerke, dass sie über das notwendige Know-how, die Erfahrung und Zuverlässigkeit verfügen, um die Energiewende umzusetzen.

Reck: „Unsere Stadtwerke reden nicht nur über die Energiewende, sondern tun auch konkret vor Ort etwas dafür, wie zum Beispiel mit Investitionen in erneuerbare Energien, den Ausbau der Verteilnetze sowie Projekten zur Bürgerbeteiligung. Das kommt bei den Bürgern gut an, wie aktuelle Umfragen zeigen.“ Den beteiligten Unternehmen bietet die Kampagne eine besondere Möglichkeit der Außendarstellung: „Über bundesweite Aktionen können Stadtwerke gezielt Aufmerksamkeit und Interesse wecken und sich damit auch gegenüber den groß angelegten Werbeaktionen der privaten Wettbewerber behaupten“, so Reck abschließend.

KfW fördert dezentrale Energieerzeugung

Unterdessen hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau das Programm „IKU – kommunale Energieversorgung“ ins Leben gerufen: Damit sollen unter anderem Investitionen in den Neubau und die Umrüstung von Gas- und Dampfkraftwerken, Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung, der Ausbau der Verteilnetze sowie die Integration intelligenter Informations-, Kommunikation- und Energiemanagementsysteme als auch der Neu- und Ausbau dezentraler Energiespeicher gefördert werden.

Das Programm richtet sich an Unternehmen mit mehrheitlich kommunalen Eigentümern mit einem Marktanteil von nicht mehr als fünf Prozent an der jährlichen deutschen Nettostromversorgung. Die Laufzeit für Kredite beträgt dabei zwischen zehn und 30 Jahren, wobei das Kreditvolumen maximal 50 Millionen Euro betragen darf. Die Anträge zum Förderprogramm können ab sofort bei der KfW gestellt werden.

 

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