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Volocopter Lufttaxi: In der Megacity von Volo-Hub zu Volo-Port fliegen

Volo-Hub und Volo-Port als zentrale Bausteine eines Ökosystems für Lufttaxis von Volocopter / Schon in zehn Jahren Realität in New York, Dubai oder Paris?

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New York, Dubai, Paris – das Management des Cleantech-Unternehmens Volocopter hat erstmals seine Vision von der „dritten Dimension“ des öffentlichen Personannahverkehrs in Megacities visualisiert und verständlich gemacht. Das Video zeigt: Neben dem Fluggerät, also dem Volocopter, Lufttaxi oder Flugtaxi genannt, stehen signifikante Erweiterungen der Infrastruktur oberhalb des typischen Großstadtverkehrs an. Ein Ökosystem mit Volo-Hub und Volo-Port entsteht.

Sogenannte Volo-Hubs, etwa auf dem obersten Deck eines Hotels, dienen über kleine Außenplattformen zum Starten und Landen der Luftttaxis. Schon in zehn Jahren wollen die Volocopter-Manager damit in New York, Dubai und Paris den Großstadtverkehr vereinfachen – ein Beispiel: schon heute könnten 10.000 Gäste pro Tag transportiert werden, wenn es zwei Hubs zwischen dem New Yorker Flughafen und Manhatten gäbe. Mehr News zu Flugtaxis gibt es hier.

Die Volo-Hubs und die Volo-Ports enthalten aber auch Parkgaragen und Ein- und Ausstiegszonen im Inneren des Gebäudes, um unabhängig von Wind und Wetter ein- und aussteigen zu können. Gleichzeitig sollen die Garagen so ausgerüstet sein, dass etwa im Terrorfall alle Flugtaxis innerhalb von Minuten in Hubs geparkt werden könnten. Das sorge für Sicherheit, versprechen die Manager Zosel und Reuter.

In den Stationen können die Volocopter außerdem blitzschnell über ein Batteriewechselsystem für den nächsten Flug vorbereitet werden. Volocopter basieren auf Drohnen-Technologie, aber so leistungsstark, dass zwei Menschen in jedem Volocopter Platz finden und bis zu 27 Kilometer fliegen können. Volocopter strebt also weniger den Verkauf einzelner Fluggeräte, sondern den Aufbau eines kompletten Ökosystems an. 

Was ist ein Volo-Hub?

Ein Volo-Hub ähnelt einer Gondelstation, an der alle 30 Sekunden Volocopter landen und starten können. Nach der Landung wird der Volocopter ins Innere des Volo-Hubs befördert. Passagiere steigen geschützt von Wind und Wetter aus. In einem abgegrenzten Bereich wechseln Roboter die Akkus automatisch, bevor der Volocopter zur Einstiegszone weiterfährt.

Volo-Hubs sind der Schlüssel, um die Kapazitäten eines Volocopter-Infrastruktursystems substantielle zu vergrößern. Neben den geschützten Ein- und Ausstiegsbereichen bieten sie ausreichend Platz, um alle in der Stadt betriebenen Volocopter einzuparken sowie die Infrastruktur zum Laden der Akkus und zur Wartung der Volocopter.  

Was ist ein Volo-Port?

Ein Volo-Port wiederum erweitert das Volo-Hubs-System, indem sie direkten Zugang zu beispielsweise einem Unternehmen, einem Einkaufszentrum, Hotel oder Bahnhof bieten. Sie kommen ohne Lade- und Parkinfrastruktur aus und sind somit viel einfacher zu bauen. Jeder Heliport kann mit kleinen Modifikationen auch als Volo-Port dienen.

Das Unternehmen spezialisiert seine Fluggeräte auf die Flugmission in Innenstädten. Volocopter fliegen unglaublich stabil, manövrieren sicher durch Mikroturbulenzen um Hochhäuser und bieten den Passagieren einen angenehmen Flug. Der Geräuschpegel der Rotorenbewegung ist so niedrig, dass man den Volocopter auf 100 Meter Höhe beim üblichen Stadtgeräuschpegel nicht mehr wahrnehmen kann. Dank seines elektrischen Antriebs ist der Volocopter während des Flugs emissionsfrei. Die Themen Lärm und Abgase sind von zentraler Bedeutung, um die Akzeptanz der Bevölkerung für ein neues Transportsystem zu gewinnen.

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