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Freiburg: Fraunhofer baut 4. Wasserstofftankstelle

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Bisher gibt es nur wenige Wasserstofftankstellen in Deutschland (hier: Berlin) (Foto: CC-Lizenz, Coenen)
Bisher gibt es nur wenige Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland wie diese von Aral/Linde in Berlin (Foto: CC-Lizenz, Coenen)

In Freiburg wird jetzt mit finanzieller Unterstützung durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr Baden-Württemberg ein Projekt auf den Weg gebracht, das bis Ende 2011 den Bau einer Wasserstofftankstelle in unmittelbarer Nähe zum Fraunhofer ISE zum Ziel hat. Die Tankstelle, erst die 4. Wasserstoff-Tankstelle Deutschlands, wird die komplette Wasserstoff-Energiekette umfassen: eine Photovoltaik-Anlage für den regenerativen Strom, einen Wasserstoff-Elektrolyseur, einen Wasserstoffspeicher und eine Kompressionsanlage sowie die Wasserstoffabgabestelle für die Betankung Wasserstoff betriebener Fahrzeuge.

Baden-Württemberg setzt bereits seit Jahren auf die Weiterentwicklung der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Technologie. Das Land hat im Rahmen des Landesinfrastrukturprogramms (LIP) für Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie neben Stuttgart und Karlsruhe auch den Raum Freiburg als wichtigen Standort für Wasserstoffanwendungen identifiziert. Eine Brennstoffzellen-Fahrrad-Flotte für den Einsatz in der Innenstadt ist eines der Demonstrationsprojekte.

Das Projekt wird koordiniert vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE:

„Das Fraunhofer ISE bringt hier über 20 Jahre Erfahrung sowohl in der Solarenergie- als auch in der Wasserstofftechnologieforschung ein“, so Dr. Christopher Hebling, Abteilungsleiter Energietechnik.

Die Entwicklung von Gesamtsystemen, die den Wasserstoff zu konkurrenzfähigen Kosten erzeugen, speichern und in den verschiedenen Anwendungen wieder rückverstromen, ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Einführung dieser Umwelt und Ressourcen schonenden Technologie.

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  1. Horst sagt

    Hallo!
    Wieso überdacht man nicht die Packplätze von Einkaufsmärkten (Möbel; Discounter; Baumärkte usw.) mit
    Solarzellen? Man könnte die gewonnene Energie direkt für E-Autos oder zur Herstellung von Wasserstoff verwenden, und an jeden Parkplatz direkt vermarkten. Das würde die Infrastruktur deutlich erhöhen mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass der Kunde im Sommer sein Auto im Schatten stehen hat.

    1. Martin Jendrischik sagt

      Hallo Horst,

      ja, eine Frage, die ich mir auch stelle. Übrigens noch einen Tick einfacher gedacht: Warum beginnt man nicht erstmal mit den LIDL- und Aldi-Filialen, die sehr oft Flachbauten mit Flachdächern ohne große Umgebungsbebauung sind. Ideal für Photovoltaik.

      Wir brauchen jetzt jede Möglichkeit. Hier hat ein Unternehmen vor, Bahntrassen mit Solarmodulen zu belegen – ja! Machen! Alles, was keine zusätzliche Fläche braucht, ist ein No-Brainer. Oder müsste es sein.

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