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Wasserstoff-Technologien: Altmaier will globale Spitzenposition Deutschlands

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Ideenwettbewerb Reallabor Energiewende fördert relevante Wasserstoff-Technologien mit 100 Mio. Euro.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will Deutschland zur globalen Nummer 1 für Wasserstoff-Technologien machen. Das verkündete der Minister heute im Rahmen der Prämierung des Ideenwettbewerbs Reallabor Energiewende: 20 Reallabore wurden ausgewählt, um bundesweit Wasserstoff-Technologien im industriellen Maßstab und in realer Umgebung zu erproben.

Bis vor kurzem wäre die Dynamik, die sich in Deutschland jetzt rund um Wasserstoff abzeichnet, undenkbar gewesen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze setzt sich für Power-to-X-Technologien ein, der Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fördert 20 Reallabore rund um Wasserstoff-Technologien und der Bundesverkehrsminister plädiert für den Einsatz synthetischer Kraftstoffe.

Selbst Grünen-Parlamentarier wie Oliver Krischer oder Ingrid Nestle äußern sich inzwischen dahingehend, dass grüner Wasserstoff etwa für die Industrie oder große Fahrzeuge jenseits des PKW-Sektors unerlässlich sein werden. Kein Wunder: Grünen-Chefin Annalena Baerbock hatte vor kurzem die Salzgitter AG besucht – einen Stahlkonzern, die wie Thyssen und andere die Hochofenroute verlassen und die Stahlproduktion mit dem Einsatz von grünem Wasserstoff sauber machen wolle. Hierzu ist die Produktion von grünem Wasserstoff auf dem Meer oder in südlicheren Regionen mit perfekten Voraussetzungen für erneuerbare Energien notwendig – selbst dieses Desertec-Projekt für Wasserstoff befürworten führende Grüne mittlerweile.

„Wir wollen bei Wasserstoff-Technologien die Nummer 1 in der Welt werden“, sagte Peter Altmaier anlässlich der Prämierung der Gewinner im Ideenwettbewerb Reallabor Energiewende. Aus 90 Einsendungen hat der Minister mit seinem Team nun 20 Sieger auserkoren, die Wasserstoff-Technologien im industriellen Maßstab und in realer Umgebung vorantreiben sollen.

Wasserstoff-Technologien: Was ist eigentlich ein Reallabor?

Aufgrund der großen Resonanz soll der Förderrahmen erweitert werden und dürfte über die zunächst veranschlagten 100 Millionen Euro pro Jahr womöglich hinausgehen. Die heute veröffentlichte Liste der Gewinner enthält auch Projekte, die erst mit einer neuen Förderrichtlinie umgesetzt werden können. Nicht enthalten sind Projekte, die im Zuge der Strukturwandel-Thematik gesonderte Förderbedingungen haben. Für diese stehen zusätzlich 200 Millionen Euro zur Verfügung.

Zentrales Thema im Ideenwettbewerb ist CO2-armer Wasserstoff. Seine Nutzung bedeutet keine oder nur sehr geringe Treibhausgas-Emissionen. Erzeugt werden kann Wasserstoff beispielsweise über Elektrolyse auf Basis von Strom aus Windkraft- oder Photovoltaikanlagen. Weitere wichtige Themen der ersten Ausschreibungsrunde des Ideenwettbewerbs sind Energiespeicher und energieoptimierte Quartiere.

Wasserstoff-Technologien Reallabore Energiewende
Wasserstoff-Technologien in diesen Regionen werden erprobt

Um die Chancen für Arbeitsplätze sowie auf den Weltmärkten zu nutzen, will die Bundesregierung bis Ende des Jahres eine Wasserstoffstrategie auf den Weg bringen.

„Reallabore der Energiewende“ sind eine neue Fördersäule im Energieforschungsprogramm der Bundesregierung. Unternehmen erproben dabei in einer Region den realen Betrieb von neuen Technologien. Sie analysieren gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Forschung die Wechselwirkungen mit dem Energiesystem und der Gesellschaft. Vor Ort zeigt sich, wie Akteure und Technologien der Energiewende interagieren.

Auf diese Weise werden wertvolle Erfahrungen gesammelt, um den Transfer von Innovationen in die Praxis zu beschleunigen. Die Ergebnisse der Reallabore zeigen auch, wie die gesetzlichen Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden müssen, damit Geschäftsmodelle langfristig wettbewerbsfähig sein können.

Zum Durchklicken: Sieger des Wettbewerbs

Hier sind die Reallabor Energiewende Ideenwettbewerb-Sieger mit ihrem jeweiligen Steckbrief zu finden.

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% S Kommentare
  1. Joachim Wegwerth sagt

    Um reichlich grünen Wasserstoff erzeugen zu können, wird grüner Strom benötigt. Mit der neuartigen Technologie der Stromgewinnung aus Windenergie vom „Projekt-Planungs-Team Engineering“ in Kiel werden u.a. nicht nur viele Gebäude zu Windkraftwerken. Der Urheberschutz für die Technolgie ist gegeben

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