Cleanthinking.de
Sauber in die Zukunft

Werbung

Alstoms Wasserstoffzug mittlerweile 100.000 Kilometer unterwegs

0 212

Hersteller und Betreiber in Norddeutschland ziehen positive Bilanz für den Einsatz vom Wasserstoffzug Coradia iLint im Alltagsbetrieb.

Immer wieder berichtet Cleanthinking über das deutsch-französische Projekt von Alstom, den Wasserstoffzug Coradia iLint. Denn dieser Zug ist nicht nur aus ökologischen Gründen sinnvoll, sondern könnte sich auch zu einem internationalen Verkaufsschlager entwickeln. Aber wie bewähren sich die ersten Züge dieses Typs eigentlich im Alltagseinsatz?

Das kanadische Cleantech-Startup Hydrogenics, das auf Elektrolyseure und Brennstoffzellen spezialisiert ist, ist gerade vom US-Motorenbauer Cummins übernommen worden. Kaufpreis: 290 Millionen US-Dollar. Dabei stand die Aktie des Unternehmens im vergangenen Dezember noch bei 3 Dollar – um dann zu einem Ausverkauf von 15 Dollar je Aktie im Sommer zu führen.

Ein Grund für die Perspektive des Unternehmens: Der Brennstoffzellen-Spezialist liefert die Systeme, die im Brennstoffzellenzug Coradia iLint verbaut sind. Und der mausert sich quasi geräuschlos zu einem Erfolgsmodell deutsch-französischer Ingenieurskunst. Seit mehr als zehn Monaten fährt der emissionsfreie Regionalzug mit Hydrogenics-Brennstoffzelle zuverlässig in der Region Bremervörde, Cuxhaven, Bremerhaven und Buxtehude seine Fahrgäste ins Ziel.

Jetzt haben Hersteller und der norddeutsche Betreiber ein Fazit gezogen: Nach 100.000 gefahrenen Fahrzeugkilometern gab es keine Probleme – die Technologie hat sich im Alltagseinsatz bewährt. „Wir sind absolut zufrieden mit der Leistung“, sagte Jörg Nikutta, Geschäftsführer von Alstom in Deutschland und Österreich über die Erfahrungen mit dem Wasserstoffzug.

Die Wasserstoffzüge vom Typ Coradia iLint werden mit Wasserstoff-Brennstoffzellen betrieben. Die Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff und Sauerstoff in Wasser um, wobei Strom entsteht, der die Lithium-Ionen-Akkus an Bord auflädt und so den Elektromotor antreibt. Die Batteriesysteme liefert die AKASOL AG aus Darmstadt, die sich insbesondere auf Hochleistungs-Batteriesysteme für anspruchsvolle Anwendungen fokussiert hat.

Wasserstoffzug Innenraum
Gemütlich im Wasserstoffzug: Blick in den Coradia iLint

Bis Ende 2021 soll die 100 Kilometer lange Strecke komplett mit dem Wasserstoffzug befahren werden – 14 Dieselzüge müssen ersetzt werden. Dann soll auch eine feste Wasserstofftankstelle von Linde in Bremervörde nutzbar sein.

Doch die kommerziellen Erfolge von Alstom mit dem Wasserstoffzug gehen viel weiter: Im Mai hat eine Tochter des Rhein-Main-Verkehrsverbundes in Hessen sogar 27 Coradia iLint bestellt. Verhandlungen in weiteren Bundesländern sowie im Ausland laufen ebenfalls.

Das könnte dir auch gefallen

Hinterlasse eine Antwort

Ihre Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

This website uses cookies to improve your experience. We'll assume you're ok with this, but you can opt-out if you wish. Accept Read More