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Wie BHKWs zu virtuellen Kraftwerken werden

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Cleantech & Energie News / Bonn. Der Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft zu einer rohstoffarmen, ressourcenschonenden Welt, die ihre Energie inbesondere aus erneuerbaren Energien bezieht, hält in Zukunft ganz neue Konstellationen bereit: An die Zusammenarbeit von Elektronikkonzernen wie Samsung und Chemiespezialisten wie Evonik hat man sich längst gewöhnt. Die Kooperationsbereitschaft der „Elefanten“ auf den Märkten für Energie, Automobile, Telekommunikation usw. ist gigantisch. Jetzt nutzt die Deutsche Telekom AG ihren Zugang zum Keller des Kunden, um gemeinsam mit auf Blockheizkraftwerken, virtuelle Kraftwerke zusammenschließen zu können.

Dragan Popov, Geschäftsführer der Motoren AT – einem der Partner der Telekom – erwartet für die nächsten Jahre einen Boom bei den Mikro-BHKWs: „Die Bundesregierung will den Anteil der hoch effizienten Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung von derzeit rund 16 Prozent auf 25 Prozent bis 2020 steigern – auch mit Hilfe von kleinen BHKWs.“ Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nimmt ab dem 1. April Förderanträge für Mini-BHKWs entgegen (CleanThinking berichtete).

Smart Grid - Das Stromnetz der Zukunft
Smart Grid – Das Stromnetz der Zukunft (Quelle: T-Systems)

Die Telekom nutzt ihre Kommunikationsinfrastruktur und ihr Know-how für Massendaten, um gemeinsam mit Partnern das intelligente Stromnetz der Zukunft zu bauen und neue Wachstumschancen zu erschließen. Die Bonner Telekom AG übernimmt dabei mit Partnern die Installation, Wartung, Fernsteuerung und das Webportal für die Energieversorger. Partner dafür sind der Hersteller von Blockheizkraftwerken (BHKW) Motoren AT und der Spezialist für Energie-Kommunikation GreenCom Networks.

„Mit dieser Lösung sind Energieversorger schnell in der Lage, kleine BHKWs zu vermarkten und dann als virtuelles Kraftwerk zu steuern. So gleichen Versorger künftig Schwankungen im Stromnetz auf Knopfdruck aus“, sagt Gabriele Riedmann de Trinidad, Leiterin Konzerngeschäftsfeld Energie bei der Deutschen Telekom.

Ein Mikro-BHKW besteht aus einem Motor, der sowohl Warmwasser als auch Strom liefert. Verbrauchen Kunden ihren Strom vor Ort, entlasten sie damit die Stromnetze und vermeiden Leitungsverluste. Energieversorger greifen zusätzlich via DSL-Leitung oder über eine gesicherte Mobilfunkleitung auf die kleinen Kraftwerke zu. So werden diese zu einer stillen Reserve für Zeiten, in denen erneuerbare Energien zu wenig Strom liefern. Viele kleine dezentrale Anlagen bilden dann ein großes, virtuelles Kraftwerk.

„Das Einbinden von dezentralen Erzeugungsstrukturen erhöht nicht nur die Effizienz, sondern ist vor allem ein wichtiger Schritt, um in Zeiten von erneuerbaren Energien die Versorgungssicherheit zu erhöhen“, sagt Dr. Christian Feißt, Geschäftsführer von GreenCom Networks.

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1 Kommentar
  1. MFest sagt

    Na, ob sich die Telekom mit dem Motoren AT Laden einen Gefallen getan hat wage ich mal zu bezweifeln…

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