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Mit Brennstoffzelle und Verstand: Wie die Energiewende im Kleinen funktioniert

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Energiewende News / St. Wendel. Immer wieder wird von der Energiewende als Herkelusaufgabe, Mammutaufgabe und höchst komplexes Projekt gesprochen. Das ist im Grundsatz sicherlich richtig, allerdings bieten sich als „Energiewende im Kleinen“ schon heute hunderte von Möglichkeiten, sinnvoll einen kleinen Beitrag zum Gesamtkonstrukt Energiewende beizusteuern. Gestern nannten wir das Beispiel der Hildesheimer Universitäts-Bibliothek, die mit kleinen Maßnahmen richtig Energie spart und schnelle Amortisationszeiten realisiert. Heute möchten wir einen Feldversuch beleuchten, den eine saarländische Familie zusammen mit RWE beispielhaft repräsentiert. Mit Brennstoffzelle und Verstand.

Die Vereinigten Saarländischen Elektrizitätswerke setzen auf die Energiewende – wie fast alle anderen Stadtwerke in Deutschland auch. Die Dezentralisierung als Chance zur Kundenbindung begreifen lautet eine der Aufgaben, die die Stadtwerke vor sich haben. Dazu gehört auch die sinnvolle Kommunikation mit Familien, Hausbesitzern, Mietern usw. Und dazu gehören Projekte wie das, das jetzt in St. Wendel im schönen Saarland seinen Start im Beisein des saarländischen Energieministers Heiko Maas erlebte (vgl. Saarländische Zeitung).

Ein Projekt mit Vorbildcharakter: Energieminister Heiko Maas übergab im Keller der Familie Gebel eine privat genutzte Brennstoffzelle offiziell ihrer Bestimmung. (Quelle: saarland.de)

Thomas Gebel und seine Frau Christine Jäger-Gebel betreiben seit einigen Wochen eine Brennstoffzelle im Keller des eigenen Hauses. Die Brennstoffzelle ist Teil eines Feldtestprojektes, das RWE zusammen mit den Vereinigten Saarländischen Elektrizitätswerken durchführt. Deutschlandweit gibt es zehn Familien, die am Programm von RWE teilnehmen. Familie Gebel soll bis 2015 dazu beitragen, Praxiserfahrung mit der Brennstoffzelle zu sammeln. Über einen Computer sieht der Hauseigentümer verschiedene Werte im Überblick. Dort werde aufgeschlüsselt, wie viel Wärme etwa die Fußbodenheizung verbraucht.

Die Brennstoffzelle wird mit Gas betrieben und verfügt über eine thermische Leistung von 1.500 Watt. Die elektrische Leistung variiert zwischen 250 und 1.000 Watt. In knapp zwei Jahren sollen die Testgeräte zurück an den Hersteller gehen – dort soll dann eine Auswertung des Tests stattfinden. Sollte die Brennstoffzelle im Anschluss in Serie gehen, ist mit einem Preis von 20.000 Euro zu rechnen. Die gasbetriebene Mikro-KWK-Anlage hat einen Gesamtwirkungsgrad von über 80 Prozent.

In ausgewählten saarländischen Haushalten werden derzeit drei Stirlingmotoren, eine Gaswärmepumpe sowie die Brennstoffzelle bei Kunden der Energis und ihrer Stadtwerkepartner innerhalb von zwei Jahren auf ihre Alltagstauglichkeit getestet.

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