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Wie RWE im Eifelkreis am Smart Grid der Zukunft bastelt

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RWE Projekt Smart CountryBitburg-Prüm. RWE Deutschland hat im Eifelkreis Bitburg-Prüm zusammen mit Partner aus Industrie und Wissenschaft das intelligente Stromverteilnetz unter Spannung gesetzt. Das Motto für das Smart Grid in der Eifel lautet „Smart Country“ und bezieht sich auf eine Fläche von 179 Quadratkilometern. Hier soll nun die intelligente Antwort darauf entwickelt werden, wie Strom aus Sonne und Wind in Stromnetz genutzt werden kann, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden.

Dabei setzt RWE Deutschland neben moderner moderner Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik auf einen einem Biogasspeicher als „Strompuffer“. RWE Deutschland ist im Projekt federführend: Partner sind ABB und Consentec sowie die TU Dortmund. Der Aufbau des Demonstrationsnetzes wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Insgesamt werden 3 Millionen Euro für das intelligente Netz im Eifelkreis ausgegeben. In rund drei Jahren wird Zwischenbilanz gezogen, wie sich das intelligente Netz im Einsatz bewährt hat.

Versorgungssicherheit im ländlichen Raum

In Bitburg-Prüm will RWE zeigen, wie die Versorgungssicherheit in ländlichen Regionen auch bei einem mitunter stark schwankenden Angebot aus erneuerbaren Energien gewährleistet werden kann. Unter mehr als 400 Gebieten hat RWE Deutschland den Eifelkreis als Labor für diesen Härtetest eines intelligenten Stromnetzes ausgewählt. 5.500 Einwohner auf 170 Quadratkilometern verbrauchen im Demonstrations-Netzgebiet ungefähr 22 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr. Zum Vergleich: Eine Stadt wie Essen hat auf 210 Quadratkilometern einen jährlichen Strombedarf von 5,5 Milliarden kWh.[wp_campaign_1]

Das Modellprojekt besteht aus vier verschiedenen technischen Bausteinen: Spannungsregler sind vor und hinter intelligenten Ortsnetzstationen oder direkt beim Kunden angebracht. Sie schützen vor Schwankungen in der Versorgungsspannung. Zum ersten Mal in Deutschland wird die Biogasanlage eines Landwirtes als Stromspeicher zum Ausgleich von Schwankungen in Erzeugung und Verbrauch im Netz mit einbezogen. Der dritte Baustein besteht aus Messpunkten an 20 Stellen im Netz sowie an 48 Photovoltaikanlagen.

Strom-Autobahn entlastet Strom-Landstraße

Kontinuierlich werden hier Spannung und Strom gemessen, um die Netzplanung und -führung optimieren zu können. Baustein Nummer vier ist eine leistungsstarke Kabelstrecke mit Pausenschaltern. Dabei handelt es sich um eine neu errichtete „Strom-Autobahn“, die die bisherigen „Strom-Landstraßen“ entlastet und damit die Anschlusskapazität für die dezentrale Erzeugung erhöht. Durch den Einsatz von Pausenschaltern wird die Ausbreitung von Fehlern, die von der Strom-Landstraße auf die Strom-Autobahn übergehen könnten, verhindert.

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