Wie viele Windräder ersetzen ein Atomkraftwerk?

Cleanthinking rückt in der Rubrik „Saubere Fakten“ öffentliche und teilöffentliche Aussagen zurecht. Dies ist „Saubere Fakten I“.

Die MIT (Hintergrund siehe unten) trommelt derzeit massiv für längere Laufzeiten der sechs deutschen Atomkraftwerke. Nach Cleanthinking-Informationen ist es nicht (wirtschaftlich & technisch) möglich, die bereits vor einem Jahr abgeschalteten AKW wieder in Betrieb zu nehmen. Bei der Lobbyarbeit für Atomkraft geraten dem Verband immer mal die Zahlen durcheinander. Aber wie viele Windräder ersetzen nun ein Atomkraftwerk?

Richtig ist: Ein Atomkraftwerk erzeugt etwa 10 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr. Umgerechnet sind das 10 Terawattstunden.

Falsch ist: Eine moderne Onshore-Windkraftanlage erzeugt mindestens 12 Millionen Kilowattstunden pro Jahr, nicht lediglich acht Millionen. Zum Vergleich: Die Offshore-Turbine V236-15 MW schafft 80 Millionen Kilowattstunden pro Jahr.

Bedeutet für die Rechnung der MIT: Es braucht keine 1.250 Onshore-Windräder, sondern eher weniger als 835. Nimmt man die modernsten Windkraftanlagen Offshore, sind es lediglich 125 Windräder.

Aber stimmt die angegebene Fläche von 100 km²?

Nein. Ein Windrad benötigt im Schnitt 0,4 Hektar Land. Bei 1,250 Anlagen (die Zahl ist widerlegt) sind das 500 Hektar oder 5 km² – also 1/20 der angegebenen Fläche.
Bei der realistischeren Größenordnung von 835 Windrädern geht es also um 334 Hektar, also 3,34 km².

Fazit:

Zahlen und Fakten der MIT sind mit großer Vorsicht zu genießen, insbesondere dann, wenn es um die gewollte Atomkraft und die offenbar nicht gewollten Windräder geht.

Was ist die MIT?

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion ist der größte parteipolitische Wirtschaftsverband des Landes. Die 25.000 Mitglieder sind etwa zur Hälfte Parteimitglied bei CDU und CSU, müssen es aber nicht sein.

Bei Facebook über diesen Beitrag diskutieren? Hier entlang!

Windkraftanlagen
Comments (26)
Add Comment
  • A. K.

    Der Rest der Welt wird auch einem naturwissenschaftlich völlig unbeleckten, sowie zensorisch hier Cesarenmäßig auftretenden Martin Jendrischik zeigen, wo die Reise hingeht. Die Reise für die anderen Industrieländer geht eindeutig in Richtung Atomkraft. Atommüll ist dabei übrigens kein Argument mehr, da man in Zukunft den „Müll“ als Brennstoff nimmt. Aber egal, ich wollte nur sagen, dass wir hier nur noch eine dumme Insel sind, wo Fachleute als dumm, aber Dumme als Fachleute hingestellt werden.

    • Martin Jendrischik

      Hallo A.K.,

      immer wieder witzig, wenn Atomiker mit ihrer Propaganda anrücken. Diesmal gemischt mit Beleidigungen und unwahren Behauptungen.

      Ich muss Sie enttäuschen: Die Reise geht NICHT in Richtung Atomenergie. Ganz im Gegenteil. Da es keine Privatunternehmen oder Privatinvestoren mehr gibt, die noch in Atomkraft investieren wollen, müssen die Staaten die Kosten beinahe vollständig übernehmen. Daran drohen beispielsweise die Pläne für neue AKWs in Großbritannien und Frankreich zu scheitern. DAS ist die Lage.

      Und ja, vielleicht kann man in 50 Jahren einen größeren Teil des atomaren Mülls als Brennstoff verwenden. Bislang ist das eine reine Fantasie-Aussage.

      Welche Fachleute hier als dumm bezeichnet worden sein sollen, überlassen wir mal dem geneigten Leser. Und kommen Sie mir jetzt nicht mit Herrn Sinn. Danke.

      Herzlichste Abendgrüße nach Schleswig-Holstein,
      Der Zensor, Martin Jendrischik

  • Bernhard

    Faktencheck vom Faktencheck 😉

    Zitat: „Falsch ist: Eine moderne Onshore-Windkraftanlage erzeugt mindestens 12 Millionen Kilowattstunden pro Jahr, nicht lediglich acht Millionen. Zum Vergleich: Die Offshore-Turbine V236-15 MW schafft 80 Millionen Kilowattstunden pro Jahr.“

    Auf dem Bild steht aber 70m Rotordurchmesser. Und je nach Gebiet sind 8 Mio. kWh für 70m-Anlagen sehr beachtlich.
    Hier in meiner Umgebung (Schwachwindgebiet in Bayern) wird mit einer Enercon 160 Anlage geplant – Rotordurchmesser 160m (!). Erwartet werden 10-11 Mio kWh pro Jahr. Kurz gesagt: 1250 WEA mit 70m Rotordurchmesser können an einem guten Ort durchaus die Energie von einem KKW liefern. Bei größeren Anlagen sind es weniger.

    Zitat: „Bedeutet für die Rechnung der MIT: Es braucht keine 1.250 Onshore-Windräder, sondern eher weniger als 835. Nimmt man die modernsten Windkraftanlagen Offshore, sind es lediglich 125 Windräder.“

    Bitte keine 70m WEA mit 236m (Offshore-)Anlagen wie der V236-15 MW vergleichen.

    Zitat: „Aber stimmt die angegebene Fläche von 100 km²? Nein. Ein Windrad benötigt im Schnitt 0,4 Hektar Land. Bei 1,250 Anlagen (die Zahl ist widerlegt) sind das 500 Hektar oder 5 km² – also 1/20 der angegebenen Fläche.
    Bei der realistischeren Größenordnung von 835 Windrädern geht es also um 334 Hektar, also 3,34 km².“

    Wie oben schon mehrfach erwähnt werden hier verschiedene Dinge verglichen. Die WEA selbst brauchen recht wenig Fläche. Faustregel „halbes Fussballfeld“ , eher weniger. Und mit Beton versiegelt wird nochmal viel weniger. Aber in dem Bild ist m.E. nicht davon die Rede, sondern welche Gesamtfläche der Windpark in Anspruch nimmt. Mit der Faustregel von „5x Rotordurchmesser in Hauptwindrichtung und 3x in Nebenwindrichtung zur nächsten WEA“ kommt man bei 70m Anlagen auf ein Rechteck von 350m x 210m x 1250 WEA = ca. 92 km². Die 100 km² kommen schon ganz gut hin.
    Natürlich ist es positiv, dass die Abstandsflächen für (fast) alles mögliche genutzt werden können – Weideland, Wald, Ackerland, PV-Anlagen ….

    Allerdings sollte man auch beachten, dass man mit WEA alleine gar keine KKW ersetzen kann. Auch nicht mit 1250.
    Man benötigt zusätzliche Speicher, zumindest wenn auch bei Windstille Strom aus der Steckdose kommen soll.

    Das m.E. verwerfliche an der Grafik ist die Aussage „KKW vs. Windenergie“. Für Deutschland und viele andere Länder ist BEIDES – Kernenergie und Windenergie (und PV und Erdwärme) – sinnvoll und ratsam.

    • Martin Jendrischik

      Hallo Bernhard,

      es gibt noch Menschen, die ohne Beleidigungen argumentieren können. Toll! Und vielen Dank dafür.

      Das mit dem Rotordurchmesser steht nicht bei der Aussage mit der Zahl der Windkraftanlagen. Dort steht nur „modern“. Und hierfür ist die angegebene Größe von 12 Millionen kWh näher an der Realität als 8 Millionen. Die EnBW spricht bei guten Standorten und modernen Windrädern von im Schnitt 15 Millionen kWh.

      „Gesamtfläche des Windparks“ – es ergibt für mich schlicht keinen Sinn, einen riesigen Bogen um ein Windrad zu ziehen, und zu behaupten, das wäre die Fläche, die das Windrad braucht. Das ist nicht fair argumentiert.

      Zusätzliche Speicher: Jein. Bei Atomstrom wird immer davon ausgegangen, dass der dann, wenn er erzeugt wird, auch verbraucht wird. Mag bei den kleinen Mengen AKW-Strom, die noch erzeugt werden, in der Regel stimmen – aber ich könnte trotzdem genauso argumentieren: AKW-Strom funktioniert nur mit Speicher. Da ich diese Argumentation nicht für redlich halte, halte ich sie bei den WKA auch nicht für redlich.

      Der letzte Punkt ist der, der mich so geärgert hat: MIT diskreditiert immer und immer wieder die Windenergie. Sollen die trommeln für ihre – aus meiner Sicht – nicht benötigten AKWs. Von mir aus. Aber dabei immer die Energiewende schlecht machen zu wollen, ist nicht richtig.

      Viele Abendgrüße,
      Martin Jendrischik

  • Jürgen Gorski

    Vielleicht noch mal ein Kommentar zum Thema „der Wind weht nicht immer“. Das Atomkraftwerk Biblis hat eine max. Leistung von 2.525 MW und hat im Zeitraum von 1975 bis zu seiner Stilllegung 2011 insgesamt 461.971,26 GWh eingespeist. Dies bedeutet eine jährliche Einspeisung von 12.832,535 GWh/Jahr. Wenn für dieses Atomkraftwerk ständig der Wind geblasen hätte, müssten ja 22.119 GWh eingespeist worden sein was aber leider nicht der Fall ist. So leid mir das tut, aber auch der Wirkungsgrad dieses Kraftwerks liegt leider nur bei 58%.

    Von den nur bei Biblis anfallenden 55.000 Tonnen leicht strahlendem Müll und 5.800 Tonnen stark radioaktivem Müll, dessen Endlagerung noch gar nicht gesichert ist möchte ich hier gar nicht reden. Oder den geschätzten Rückbaukosten von bis zu 1,2 Milliarden Euro (ca. 77 Millionen Rückbaukosten für 855 Windkraftanlagen die von den Betreibern selber bezahlt werden.

    Für den Rückbau der 17 Atomkraftwerke in Deutschland wurden 38 Milliarden Euro Rückstellungen seitens der Energieversorger bilanziert. 38/17 = 2,2 Milliarden Euro pro Atomkraftwerk. Dies bedeutet zirka 17 Milliarden Rückstellungen für die Endlagerung von 17×5.500t = 93.500t radioaktivem Müll für die nächsten 300.000 Jahre).

    Übrigens besteht die Energiewende aus mehreren Faktoren und nicht nur aus Windkraft. Die hierzu notwendigen Veränderungen sind aber leider in den letzten 32 Jahren CDU inkl. sieben Jahre Gerhard Schröder (also eigentlich auch CDU) komplett verschlafen worden. Ob das aus Unwissenheit oder in vollem Bewusstsein passiert ist, mögen die betreffenden Verantwortlichen selber beantworten.

    Was ist mit dem notwendigem Netzausbau, damit der Strom vernünftig verteilt werden kann? Die Diskussion über die notwendigen Trassen gibt mir eher das Gefühl, dass Stromleitungen das erste Mal in Deutschland gebaut werden sollen und man die bis dato eigentlich gar nicht gekannt hat. Hochspannungsleitungen werden seit 1912 gebaut, aber auf einmal gibt es Widerstand.

    Was ist mit der Power to X bzw. Power to gas Technologie in der wir seit langem Weltmarktführer sein könnten, wenn man dies nicht verhindert hätte. Was ist mit dem Ersetzen der Lithium-Ionen in Natrium-Ionen Batterien, um vom Lithium loszukommen? Alles verschlafen.

  • Markus Wolter

    Das Problem mit Faktenchecks ist m.E., dass diejenigen, die eine ehrliche Diskussion wollen, gar keinen Faktencheck brauchen, da sie sich selbst der „Wahrheit“ annähern. Die anderen wollen keine Diskussion und keine Fakten, da sie nur das akzeptieren, was sie gerne hören möchten. Ich würde schätzen, dass das auf mehr als 50% der Bevölkerung zutrifft. Bei solchen Personen läuft jede Diskussion ins Leere.

  • Uwe Haack

    Fakten:
    – Wind weht nicht 24 h jeden Tag
    – 6 GW Einspeisung (heute vormittag zu keinem Zeitpunkt erreicht) = ca. 10% der installierten Leistung (66 GW)

    Interpretation:
    – zur Basisversorgung mit Strom nicht geeignet, es bedarf IMMER physikalisch bedingt einer skalierbaren zweiten Energiequelle – das dürfte heute i.W. Erdgas sein, am besten in Zusammenarbeit mit AKW
    – aufgrund der niedrigen Auslastung ist mit entsprechend hohen Kosten zu rechnen

    Anmerkung:
    – Prof. Dr. Sinn, den langjährigen Präsidenten des ifo-Insitutes, hier abzuqualifizieren, disqualifiziert eher den Autor

    Hinweis:
    – Einfach mal auf youtube suchen „Energiewende ins Nichts“, da wurde schon vor Jahren beschrieben, was jetzt passiert und noch passieren wird.

    • Martin Jendrischik

      Hallo Uwe,

      Prof. Sinn wird von der Wissenschaft in Sachen Energie nicht mehr ernst genommen. Seine Ausführungen sind einseitig und fehlerhaft. Wer das nicht erkennt, sollte vielleicht zwei Mal hinschauen. Daher ist die Bezeichnung Prof. „Unsinn“ absolut berechtigt. Da hilft ihm auch seine Rolle als Inflationsexperte nicht. Er ist fachfremd im Energiesektor, das sollte der Herr auch selbst erkennen.

      Windkraft hat heute deutlich mehr als 6 Gigawatt Einspeisung gebracht. Diese Aussage ist falsch. Um 18 Uhr waren beispielsweise 48 Prozent der Stromerzeugung regenerativ. Eine Größenordnung wie in den vergangenen Tagen auch.

      Was Euch Experten für die Energieversorgung von gestern fehlt, ist die Vorstellungskraft, dass es ein System geben kann, in dem die Bedeutung der Grundlast eine völlig Andere ist. Entscheidende Größe ist die Residuallast, die mit der flexibilisierten Nachfrage Schritt halten muss. Die Residuallast setzt sich aus einer Vielzahl von Kapazitäten zusammen – von flexiblen Gaskraftwerken über (heute noch) Kohlekraftwerke bis zu virtuellen und realen Speichern. Im Frühjahr und Herbst sieht man beispielsweise hervorragend die Bedeutung unserer Pumpspeicher. Aber es braucht Speicher auf mindestens drei verschiedenen Ebenen. Vom Batterie-Heimspeicher über Saison-Quartiersspeicher und Hybridspeicher, die das Netz stabilisieren, bis zu beispielsweise thermischen Speichern in der Industrie und schließlich Gas to Power (Import) bzw. Power-to-X.

      Übrigens vergessen Herren wie Prof. Sinn gerne, dass mit Geothermie, Biomasse / Biogas und Pyrolysetechnologien weitere Strom- und Wärmeerzeuger hinzukommen, deren Ausbau kein großes Problem darstellt.

      Ich kann niemandem raten, sich „Energiewende ins Nichts“ anzuschauen. Meines Erachtens verbrannte Zeit, weil die Aussagen von Sinn zu fehlerhaft und zu gewollt sind. Er will am Ende zum Ergebnis kommen, es ginge nur mit Atomkraft. Warum auch immer. An dieses Ziel passt er seine Bedingungen und Aussagen an. Das ist keine Wissenschaft, sondern Lobbyismus.

      Aber danke für den Hinweis, dass der Wind nicht jeden Tag 24 Stunden weht – das halte ich zwar für ein Gerücht, aber ich weiß, was gemeint ist.

      Herzliche Grüße,
      Martin Jendrischik, Gründer von Cleanthinking

  • Gautier Blanc

    Dieser Satz wurde wegen Beleidigung gelöscht. (Anm. der Redaktion)

    Wenn der Wind nicht weht, was immer wieder großflächig vorkommt, bringen 100.000 Windräder Null Energie.
    100.000 x Null = Null.
    Und wenn der Wind auch Onshore aufdreht, hat es sogleich zu viel Strom. Macht nichts, BASF und VW produzieren ja eh nur, wenn es stürmt! Und die Kühe wollen auch nur gemolken werden, wenn es ordentlich windet.

    In den letzten Wochen sogar Offshore in/um England Windflaute!

    Bei uns (Schweiz) praktisch der ganze November und Dezember bis heute, den 19. beinahe windlos (glücklicherweise haben wir noch 35 Prozent Atomstrom, zu unserm Wasserstrom).

    Dieser Satz wurde wegen Desinformation gelöscht (Anm. der Redaktion).

    Die modernen Kernkraftwerke lassen sich schneller rauf und runter regeln, als Gaskraftwerke.

    Und sind tausendfach sicherer als früher, mit minimal Abfall (nichts gegen die Millionen Tonnen Jahrtausende lang höchstgiftigen Chemieabfall, den sie fahrlässig in Salzkavernen schütten).

    Die 4.000 m² Flächenverbrauch pro Windrad sind – wie die produzierte (volatile) Strommenge – eine billige Milchbübchenrechnung.

    Sie müssen die Fläche des gesamten Windparks geteilt durch die Anzahl Räder nehmen. Bei den EFH Siedlungen nehmen sie auch die Grundstücksfläche und nicht die reine Hausfläche!
    Oder streiten sie auch ab, dass EFH Siedlungen ein Vielfaches an Land verbrauchen, gegenüber Stadtwohnungen?

    Windenergie, wo der Wind weht, mit Rücksicht auf Bevölkerung und Natur ist eine geniale Sache, solange die Menge nicht zu viel wird (bis es – in Jahrzehnten – genug bezahlbaren Speicher gibt). Danach darf es auch etwas mehr sein, in wirklichen Windgebieten.
    Auch wenn der Wirkungsgrad aufgrund der physikalischen Gesetze beispw. der Umwandlung in Wasserstoff und zurück, minimal ist (bspw. Carnot Faktor odet Wasserstoff als Gas mit teuerer, komplizierter Infrastruktur).

    Was DE aktuell macht, ist wirtschaftlicher Suizid.
    Die Industrie wandert wegen der vielfach höheren Energiepreise nach China, Indien, Mexiko oder USA usw ab und produziert dort mit dreckigster Energie weiter.

    Super nachhaltig!

    Die Chinesen kaufen deutsche Motorenwerke, Skoda wird die Motoren in Indien bauen, BASF wandert immer mehr nach China ab, die Chipindustrie in die USA oder China…

    DE wird zum Antivorbild, als abschreckendes Beispiel für die ganze Welt, wie es nicht funktioniert.

    Die USA lachen sich ohnehin kaputt, dass DE ihr Gas (Wort ersetzt, Anm. der Redaktion) mehrfach überteuert verstromt.
    Jedes zusätzliche Elektroauto und Wärmepumpe wird mit solchem oder Kohlenstrom angetrieben. Super nachhaltig und hocheffizient.

    Wo die Windenergie laut grüner Milchbübchenrechnung doch so günstig sei:
    Warum ist in Dänemark und DE der Strom für die Endkunden am teuersten, global?
    Wo Dänenark und DE doch – mind. in Europa – am meisten Windkraftanteil haben?
    Sicher, sicher, reiner Zufall und tausend andere Gründe.
    Meinen die Milchbübchenrechner.
    Oder doppelt gemoppelt kostet halt doppelt, meinen die wirklichen Fachleute schon seit Jahren, also schon lange vor dem Ukrainekrieg und auch vor den Corona Maßnahmen (die noch für lange Zeit ein wirklicher Preistreiber bleiben werden)

    Bei uns (in der Schweiz) wollen sie 8 Riesenwindräder (246 m) in Abständen von bis zu 450 m im Halbkreis ums Dorf bauen.
    Durchschn. Windgeschwindigkeit 150 m über Grund 5.3 m/s.

    Sie spinnen total.

    Hauptsache die Subventionen fließen, und wo das Geld ist, sind auch die Bürgerlichen dabei – unheimliche Allianz.

    Rücksichtslos und menschenverachtend!

    Windräder mit 1/8 Effizienz gegenüber richtigen Windgebieten mit über 10 m/s (Leistung/Windgeschwindigkeit exponentiell/dritte Potenz) rund ums Dorf (wo bis vor Bundesgericht gestritten werden musste, für Sonnenenergie aufs Dach – wegen dem Ortsbildschutz).

    Nur noch vollabsurd, das pseudogrüne/bürgerliche verideologisierte Energie-Theater.

    Wenn es so weitergeht, ersetze ich meinen bald 8-jährigen Tesla durch einen Dodge RAM mit vollem Hubraum 😓
    Und ich bin nicht der einzige der so denkt und früher grün gewählt hat.

    Hetze gegen polit. Parteien ist hier nicht erwünscht. Kommentar gekürzt. Anm. der Redaktion.

    Hauptsache sichere Atomkraftwerke abstellen, uns sogar in Schwachwindgebieten menschenverachtend mit Windrädern zumüllen und das Land deindustrialisieren, nur um ihre Träume auszuleben (und dabei abkassieren), irgendwann ist es genug!
    Wenn die Misere da ist wird es heißen:
    Tja, konnten wir halt nicht wissen, sorry.
    Oder, Putin ist schuld, oder dieser oder jener…

    Die Einschätzungen zu SF6 wurden wegen Desinformation gelöscht. Anm. der Redaktion.

    Unglaublich nur noch, das Ganze.

    • Martin Jendrischik

      Ich kann viele Ihrer Argumente nicht ansatzweise nachvollziehen. Den Vergleich mit dem Grundstück halte ich für unpassend. Während unter einem Windrad die Schafe weiden, PV-Strom erzeugt oder Kartoffeln angebaut werden, ist das auf Ihrem Grundstück sicherlich nicht der Fall.

      Viele Grüße,
      Martin Jendrischik, Gründer von Cleanthinking.de

      • Gautier Blanc

        Schon unglaublich, die «Faktenchecker».

        Sie löschen meine Anmerkungen zu einem der schädlichsten Treibhausgase, was bis anhin bei ziemlich jedem grösseren Windrad verwendet wird, SF6, wegen Desinformation??

        (-> Mit Recht, da Ihre Interpretation nichts mit der Realität zu tun hatte. Anm. der Redaktion.)

        Sehen sie sich einfach mal den Beitrag der ARD Mediathek an, vom MDR
        https://www.ardmediathek.de/video/plusminus/sf6-die-schlummernde-gefahr-in-windraedern/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3BsdXNtaW51cy9kMzUyYzFlZS0wZmRiLTQ3ZjUtOGFhNy1iNGFlODVjMjI5YmU

        Und wohlgemerkt, ein Windparkbetreiber wünscht sich SF6 freie Windräder, hat aber keine Chance. Und das machen die ohne Aufsehen, über Jahrzehnte, mit Selbstkontrolle 🙂

        Dass Sie meine Argumente nicht ansatzweise nachvollziehen können, verwundert nicht, nachdem sie auf andere Kommentare betreffend der Volatilität der Windenergie (Flatterstrom) inhaltlich überhaupt nicht eingehen und meinen, trotzdem falsche Aussagen nachweisen zu können.

        (-> Unkonkreter, nicht nachvollziehbarer Vorwurf. Bitte auf entsprechende Stellen verweisen. Anm. der Redaktion)

        Dass die Windräder in Schwachwindgebieten, wie in Süddeutschland und grossen Teilen der Schweiz nur ein Achtel so effizient sind, wie an der Nordsee, wenn sie dies nicht nachvollziehen können, brauchen sie noch etwas Physikunterricht.
        Immerhin meint die Axpo (Ver. Elektr.Werke Schweiz): «… Bei einer Verdoppelung der Windgeschwindigkeit wird 2³, also 8x mehr Energie produziert…», bei uns (wo sie 8 Riesenwindräder mit bis zu weniger, als 450 m Abstand bauen wollen) Ø Windgeschwindigkeit 5.3 m/s, an der Nordsee 11 m/s, beides in 150 m Höhe über Grund.
        Alles klar??

        Und wenn wir gerade bei der Physik sind, studieren sie vielleicht auch gleich noch den Carnot-Prozess, wo Monsieur Carnot bereits 1824 belegen konnte, wie es um die Wirkungsgrade bei der Umwandlung von Energien steht.
        Strom/Wasserstoff/Strom wird gesetzesmäßig unter 50% bleiben (aktuell noch viel, viel tiefer).
        Windräder, die mit einem Achtel an Effizienz in Süddeutschland, Ostschweiz, gegenüber der Nordsee usw. laufen und erst sinnvoll würden, mit geeigneten Speicherformen, also nochmals halbiert = maximal 1/16. Und wenn sie mal auf einen anständigen Wirkungsgrad kommen, ist Europa vom Windstrom überschwemmt und stellt die Windräder ab oder verkauft zum Negativ Preis.
        Also die schlussendliche Effizienz nochmals viel tiefer…
        Dann noch für ein eAuto verwendet, da bleibt praktisch nichts mehr übrig, als Subventionen, die überall einkassiert werden.

        Und nein, wir sind keine Schafe, die unter Windrädern leben wollen.

        (-> Diese lächerliche Antwort auf meine Aussage zeigt die Qualität Ihrer Ausführungen. Anm. der Redaktion.)

        Bei uns wollen sie die Räder übrigens vorwiegend im Wald bauen 7 Stück von 8. In DE ist dies in einigen Bundesländern gar nicht erlaubt. Vielleicht entscheiden sie sich mal, wie es denn nun sein soll.

        (-> Wer ist noch gleich „sie“? Anm. der Redaktion.)

        Im Jura waren – bei viel weniger und weiter auseinander Windrädern, als bei uns geplant, 5 Jahre lang praktisch keine größeren Tiere mehr im Wald.
        Danach noch hie und da ein abgebrochener Flügel mit Großaufgebot reparieren und alles nach 20 Jahre abreißen – weil es – auch so ein supernachhaltiger Superwitz – Subventionen nur für neue Windräder gibt und nicht für den erhöhten Unterhalt der Dinosaurier.

        Einfach nur natur- und menschenverachtend.

        Vielleicht bestreiten sie auch, dass die 2 Länder mit der meisten Windenergie in Europa, die höchsten Stromkosten haben, nämlich Dänemark und DE???

        (-> Sie wissen schon, dass Endkundenstrompreise insbesondere durch ganz unterschiedliche Steuern und Abgabenbelastungen bzw. Subventionierung nicht so leicht vergleichbar sind? Anm. der Redaktion)

        Ich empfehle ihnen dringend, sich mal ein paar Vorträge vom Energiesymposium Konstanz und Romanshorn anzuschauen/hören. Wo unter Prof. Ganteför wirkliche Experten zu Wort kommen.
        Experten, wie Prof. H-W Sinn, die bereits vor Jahren, lange vor Corona und Ukraine genau davor gewarnt haben, was aktuell passiert. Wahnsinn-Strompreise und Deindustrialisierung von DE mit Verlagerung der Industrien in Länder, mit billiger Drecksenergie. Also fürs Klima direkt kontraproduktiv.

        (-> Nein. Unseriöse „Experten“ wie Ganteför oder der atomverliebte Prof. Unsinn sind keine empfehlenswerten Informationsquellen. Cleanthinking ist nicht EIKE. Anm. der Redaktion.)

        Keine Träumer, welche die Wirtschaft in DE am kaputtmachen sind.

        (-> Wirtschaft, die sich nicht auf die nachhaltigen Märkte der Zukunft einstellt, geht kaputt. denen, die die Transformation wollen, wird massiv staatlich geholfen. Anm. der Redaktion.)

        Und die nichts verantworten müssen, was sie anrichten… die ihre Beratungsgebühren, Verwaltungslöhne, Gutachterentlohnungen in ihrer Tasche behalten werden.

        Dank denen gerade aktuell jedes neue Elektroauto (meines fährt immerhin – noch – mit Wasser- und Atomstrom) dreckiger unterwegs ist, als ein moderner Diesel.

        (-> Diese Aussage ist nachweislich falsch. Anm. der Redaktion)

        Mit polnischem Kohlenstrom, deutschem dazu und amerikanischem Drecksgas, enorm umweltschädlich über den Ozean geschippert – Hauptsache es werden ein paar dabei reich…

        • Martin Jendrischik

          Hallo Gautier Blanc,

          ich habe mir die Mühe gemacht, Ihre teilweise falschen Aussagen direkt im Text zu kommentieren. Ich gehe respektvoll mit Ihnen um. Vielleicht könnten Sie mir auch ein wenig mehr Respekt entgegen bringen. Nur so als kleiner, freundlicher Rat zum Umgang miteinander.

          Viele Grüße, Martin Jendrischik (Gründer von Cleanthinking.de)

  • Manaue

    Das ist halt das Problem mit dem brutto und netto
    Brutto hat Deutschland ca.28.000 WKA’s mit 64Gigawatt Leistung installiert
    Netto kommt heute 12.10.2022 10uhr nur 5,13Gigawatt an
    Selbst wenn wir jetzt nochmal 20 tausend weitere Windkraftanlagen bauen würden kann sich ja jeder selber ausrechnen
    Wenn der Wind nicht weht dann weht er nicht

  • Luisa Zimmermann

    Als würde eine Windpark konstante und zuverlässig Leistung 24/7 produzieren.
    Solche Vergleiche wie hier sind schlicht Lobby Argumente um mehr Subvention abzufangen!
    Traurig

    • Martin Jendrischik

      Diese Behauptung, liebe Luisa, ist vollkommen falsch. Die Zahl der produzierten Kilowattstunden eines Windrades ist bekannt. Es handelt sich also weder um ein „Lobby-Argument“, noch um den schwer nachvollziehbaren angeblichen Vesuch, mehr Subventionen „abzufangen“.

      • Luisa Zimmermann

        Nein ist sie nicht und sie wissen es lieber Martin.
        Ich wiederhole nochmal meine Aussage: eine WKA bringt nicht 24/7 (das bedeutet rund um die Uhr) zuverlässig elektrische Leistung. Auch nicht 1000 WKA im Verbund und auch nicht 20.000 im Verbund wie gestern und vorgestern. Das ist genau dann wenn man es braucht (im Winter) sehr oft ein Totalausfall!!!
        Mit ihrer gesamt elektrischen Arbeit die sie hier anführen hat das überhaupt nichts zu tun. Aber ich denke das wissen sie selbst.
        Gestern hat Wind Onshore und Offshore zeitweise weniger als 5GW eingespeist.
        Bei installierten 50GW, oder was ist derzeit installiert? Das ist also ein Totalausfall!!!
        Wenn sie so ein erste Welt Land versorgen wollen, gute Nacht!
        Aber ich bin mir sicher sie kennen die Probleme. Das ist alles hinreichend bekannt. Hier geht es schlicht um Subventionen abgreifen!
        Hören sie auf der Bevölkerung Sand in die Augen zu werfen.
        Auch der Lobby Einfluss der Erneuerbaren auf Politik muss gründlich untersucht werden!

        • Martin Jendrischik

          Hallo Luisa,

          auch die Wiederholung Ihrer Behauptungen macht die Aussage des Artikels nicht falscher. Es wird der Bevölkerung kein „Sand in die Augen geworfen“. Gerade am Beispiel MIT kann das leicht nachvollzogen werden, wer unredlich und wer redlich argumentiert.

          Viele Grüße,
          Martin Jendrischik, Gründer von Cleanthinking

  • Knodel

    Die Windrad Lobbyisten kämpfen mit allem, was das links-grüne Märchenbuch hergibt. Es ist unerträglich: von morgens bis abends Klimaschwindel.

    • Martin Jendrischik

      Hallo Knodel,

      hast Du neben irgendwelchen Schauermärchen über angebliche „links-grüne Märchenbücher“ auch noch etwas Substanzielles beizusteuern?

      Danke, Martin

  • Johannes Leugers

    Die Daumenregel ist schon zutreffend, nur ist die Fläche weiterhin zum größten Teil für Landiwrtschaft nutzbar. Versiegelt wird nur 0,4 ha. Man muss differenzieren. Diese Fläche lässt sich aber demnächst häufig und größtenteils für PV nutzen. Damit sinkt der effektive Flächenbedarf weiter.

  • Peter Schmidt-Fanderl

    Die Annahme, daß eine moderne onshore WEA (6 MW) mit nur 0,4 ha (=4000m2 = 65×65 m2) auskommt, ist wohl ein Irrtum! Als Daumenregel würde ich eher 4 WEA je km2 ansetzen.

    • Martin Jendrischik

      Hallo Herr Schmidt-Fanderl,

      nein, das ist kein Irrtum.

      Siehe u.a. wikipedia: „Für eine moderne Windkraftanlage geht man von circa 0,4 ha (4.000 m²) beanspruchter Fläche aus.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Windenergie)

      Viele Grüße,
      Martin Jendrischik

      VG Martin Jendrischik

      • Hentinger

        Wau! Ja wenn das jemand ins Wikipedia geschmiert hat, dann muss es natürlich korrekt sein – völlig egal, wie die Situation in realen Windparks aussehen mag.

        • Martin Jendrischik

          Hallo Hentinger,

          in Wikipedia wird nichts „hineingeschmiert“.

          Viele Grüße,
          Martin Jendrischik

          • Gautier Blanc

            Es geht gar nicht um Wikipedia.
            Sondern darum, wie sogenannte Faktenchecker die Fakten interpretieren und verwenden.

            Bei einem Industriewindpark können sie doch nicht einfach die verbetonierte Fläche nehmen.
            Sie müssen die Gesamtfläche durch die Anzahl Räder rechnen.

            Genauso, wie für eine EFH Siedlung auch nicht die reinen Hausflächen genommen werden, sondern die ganzen Grundstücks.

            Wie ich in einem andern Kommentar schon schrieb, der irgendwie nicht abgeschickt werden kann…

            • Martin Jendrischik

              Der Faktencheck ist solide und real.

              Viele Grüße,
              Martin Jendrischik, Gründer von Cleanthinking.de