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Lloyd Fonds AG: Windkraft wird wieder rentabel für Privatanleger

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Windkraft wird wieder rentabel für Privatanleger. Die Lloyd Fonds AG wird einen der ersten Windkraftfonds der neuen Generation auflegen. Wie das Hamburger Emissionshaus mitteilte, haben institutionelle Investoren die Windbranche in den letzten zehn Jahren stark kapitalisiert und professionalisiert. Alleine seit 2005 sind die installierten Kapazitäten im Windbereich um 153 Prozent gestiegen. Bis zum Fall des Steuerprivilegs vor rund sechs Jahren hatten sich auch die Fondshäuser in diesem Markt engagiert.

„Die Energiewirtschaft ist einer der stabilsten Wirtschaftszweige. Das hat sie auch in der letzten Krise wieder unter Beweis gestellt. Wer nach gesicherter Nachfrage, starkem Wachstum und verlässlichen Cashflows sucht, kommt gerade um den Sektor Windenergie in der Zukunft nicht herum“, begründet Torsten Teichert, Vorstandsvorsitzender der Lloyd Fonds AG die Entscheidung, nach zwei erfolgreichen Windkraftfonds in den Jahren 2002 und 2005 wieder in dieses Geschäftsfeld zu diversifizieren.

Mit dem Segment Energie erweitert Lloyd Fonds seine traditionell starken Assetklassen Immobilien und Transport um das gesamte Themenfeld Energie. Schon im zweiten Quartal wird der erste Fonds in den Vertrieb gehen.

Die hohe Nachfrage- und Preisstabilität von Energie ist das Ergebnis der weiter fortschreitenden Integration der europäischen Gesellschaft. Eine aktuelle Studie des VDMA (Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) zeigt, dass der Strombedarf in Europa in den nächsten 20 Jahren um 13 Prozent auf 3.736 Terrawattstunden steigen wird. Das entspricht einer Versorgungslücke von rund 800 Gigawatt oder einem Investitionsvolumen von rund 1.000 Milliarden Euro. Dieses Volumen ist nötig, um in neue und bestehende Kapazitäten sowie den dringend notwenigen Ausbau der Infrastruktur zu investieren und somit die Versorgungssicherheit auch künftig zu gewährleisten. Zwei Drittel dieses Bedarfs sollen der Studie nach bis 2030 von Erneuerbaren Energien gedeckt werden.

Dabei hat gerade Windenergie in den letzten zehn Jahren einen wachsenden Anteil an der Stromversorgung der Europäischen Union übernommen. Insgesamt produzierten im Jahr 2010 Anlagen mit einer Leistung von 84.074 Megawatt Strom aus Windenergie, was einem Anteil an der Stromversorgung von mittlerweile 5,3 Prozent entspricht.

Entsprechend wuchsen die Investitionen in diesem Segment in den letzten zehn Jahren um 20 Prozent pro Jahr auf 90 Milliarden Euro. Dem Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. zufolge stammten im Jahr 2010 sogar bereits rund 17 Prozent des in Deutschland verkauften Stroms aus Windenergie.

Dass Lloyd Fonds dabei nicht wie andere Initiatoren nur auf Solar, sondern vorrangig auf Windenergie setzt, sei eine bewusste Entscheidung auf der Basis aktueller Kosten und Erträgen.

„Die Produktion von Windenergie hat sich in den vergangenen zehn Jahren erheblich professionalisiert. Wind ist heute günstiger, verlässlicher, kalkulierbarer und rentabler zu produzieren als zu Zeiten der steuergetriebenen Windfonds“, sagt Christian Schulz, Leiter Energie bei Lloyd Fonds.

„Insbesondere breit aufgestellte Fonds, die in verschiedene Energiearten an unterschiedlichen Standorten investieren, erhöhen durch Diversifizierung die Stabilität der Ausschüttungen. Da im Durchschnitt der letzten Jahre Windkraft die am stärksten neu installierte Stromerzeugungskapazität in Europa darstellt, sollte ein gut diversifiziertes Energie-Portfolio Windkraft in jedem Fall berücksichtigen.“

Ebenfalls für Wind spricht die Leistungsfähigkeit der Anlagen, die in den letzten 30 Jahren um das 20-fache gestiegen ist. Betrug die Kapazität einer Anlage im Durchschnitt früher weniger als 100 Kilowatt, sind es heute über 2.000 Kilowatt. Die größten Windenergieanlagen haben bereits eine Kapazität von rund sechs Megawatt. Seit über 20 Jahren kommerziell eingesetzt, sind heute mit der technischen Reife der Windenergieanlagen auch belastbare Daten, Materialien und Betriebserfahrungen vorhanden, die robuste Kalkulationen ermöglichen. Auf der anderen Seite hat die Industrialisierung von Anlagen und Abläufen zu Standardisierungen geführt, so dass Fertigungskosten sowie die Kosten für Betrieb, Wartung, und Reparatur gesunken sind.

„Die erste Generation der Windenergiefonds investierte oft in Prototypen, genaue Prognosen zu Reparatur- und Wartungskosten sowie belastbare Windgutachten gab es kaum“, bestätigt Schulz.

Aktuell erzeugen Windenergieanlagen in Europa Energie für 7-8 Cent pro Kilowattstunde. Diese Kosten sind im Vergleich zu dem an der Börse gehandelten Strompreis in Höhe von durchschnittlich 5 bis 6 Cent schon heute annähernd wettbewerbsfähig. Vor dem Hintergrund der gewaltigen Investitionssummen für den Ersatz alter Kraftwerke in den nächsten Jahren und der damit einhergehenden Anpassung der Strompreise um diese Kapitalkosten wird Strom aus Windkraft in überschaubarer Zeit zu Marktpreisen produziert werden.

Mit der technologischen Weiterentwicklung der Windkraft erreichen die Projekte heute im Durchschnitt die Größenordnung kleiner konventioneller Kraftwerke. In der Vergangenheit wurde aufgrund der kleineren Investitionssummen vielfach auf die Minimierung von Projektprüfungskosten Wert gelegt. Auf die Projektprüfung durch externe Experten, etwa der rechtlichen, technischen und steuerlichen Prüfung, wurde verzichtet. In diesem Sinne werden die Projekte nicht nur darauf untersucht, wie viel Wind weht, sondern auch, ob unter anderem die zukünftigen Betriebs- und Reparaturkosten angemessen budgetiert wurden, ob es Einschränkungen in der Produktion (z.B. wegen Netzüberlastungen oder nächtlichem Schallschutz) gibt oder ob die Genehmigungen und Projektverträge für die Betriebsdauer zur Verfügung stehen.

Die Due Diligence ist die Voraussetzung, um die richtigen Projekte auszuwählen. Daneben hat die letzte Krise auch gezeigt, dass bisher auf die Strukturierung der Finanzierung zu wenig Augenmerk gelegt wurde. Die Verletzung von Kreditverträgen mit daraus resultierenden Zinserhöhungen hat zumeist erheblich negativen Einfluss auf die zukünftige Rendite der Anleger. Deshalb ist ein maximal hohes Fremdkapitalvolumen oftmals nicht optimal – es kommt vor allem darauf an, dass die Kreditverträge auch in wind– oder sonnenschwachen Zeiten noch eingehalten werden können.

Lloyd Fonds setzt für seine Windfonds-Initiative bewusst auf Profis. Anfang Januar 2011 wechselte das eingespielte Team um Schulz von einer deutschen Großbank zum Emissionshaus. Die Vier beschäftigen sich als Team seit fünf Jahren mit der Evaluierung, Projektierung und Finanzierung von Energieinvestments für institutionelle Anleger und begleiteten insgesamt 18 erfolgreiche Transaktionen mit einem Projektvolumen von rund 2,5 Milliarden Euro in ganz Europa.

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