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Windkraftanlagenhersteller Fuhrländer AG auf Sanierungskurs

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Die Fuhrländer AG ist einer der Wegbereitern für Windenergie im Binnenland. Das Unternehmen aus dem Westerwald geriet in den letzten Jahren aus diversen Gründen jedoch in Schwierigkeiten. Nach einer Phase des starken Wachstums hatte sich der Windkraftsektor in den vergangenen Jahren rückläufig entwickelt. Sinkende Margen und die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise verschlechterten zudem die finanzielle Lage. Hinzu kamen Zahlungsstockungen bei Auslandsprojekten. Alle diese Gründe führten insgesamt letztlich zum Insolvenzantrag. Nun wurde ein Sanierungsverfahren un Eigenverwaltung eröffnet, das verschiedene Sanierungsmaßnahmen vorsieht.

Windkraftanlage FL 3000 von Fuhrländer

Energie & Finanz News / Liebenscheid. Das Amtsgericht Montabaur hat am 11.12.2012 das Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung der Fuhrländer AG eröffnet und Rechtsanwalt Prof. Dr. Dr. Thomas B. Schmidt – Fachanwalt und Experte für Insolvenzplanverfahren, Sanierungen und Restrukturierungen – als Sachwalter bestätigt. Durch die Eröffnung des Verfahrens hat der Windkraftanlagenhersteller jetzt die Möglichkeit, den bereits eingeleiteten Sanierungskurs konsequent fortzusetzen. So können in einem eröffneten Verfahren Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden, die sonst bei einer Restrukturierung nicht möglich wären.

Vorgehen – Sanierung in Eigenverantwortung

Vor dem Eröffnungsbeschluss hatte Prof. Schmidt in einem Gutachten an das Gericht festgestellt, dass die Fuhrländer AG nach einer Entschuldung grundsätzlich erhalten und saniert werden kann. Fuhrländer verfügt über das erforderliche Personal, gut ausgebildete Experten und das notwendige Know-How, um das Unternehmen in Eigenverwaltung zu sanieren. Bei der Sanierung in Eigenverwaltung verbleibt die unternehmerische Verantwortung bei der Geschäftsleitung. Der Sachwalter begleitet die Geschäftsleitung im Sanierungsprozess und überwacht die Sanierungsmaßnahmen als „verlängerter Arm des Gerichts“. Der Geschäftsbetrieb an dem Produktionsstandort in Liebenscheid läuft uneingeschränkt weiter. Dennoch werden weniger erfreuliche Entlassungen notwendig sein. Geschäftsleitung und Betriebsrat verhandeln bereits.

Erarbeitung des Insolvenzplans

Sachwalter Schmidt arbeitet an einem Insolvenzplan, der die Entschuldung sowie den Erhalt und die Fortführung des Unternehmens vorsieht. Um strategische Investoren zu finden, ist ein Investorenprozess -unterstützt durch KPMG – eingeleitet worden. Erste Gespräche mit potentiellen Interessenten haben laut Unternehmensangaben bereits stattgefunden. Der Sachwalter zeigt sich optimistisch und betont das Potenzial ausländischer Investoren.

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