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Wirkungsgrad von 95 Prozent: Solaranlage produziert Wasserstoff

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Solaranlage produziert Wasserstoff für die Brennstoffzelle (Bild: Nico Hotz)CleanTech News / USA. Der US-Wissenschaftler Nico Hotz von der Duke Universität im US-Bundesstaat North Carolina hat nach Angaben des IT-Magazins golem.de eine Solarzelle entwickelt, die Wasserstoff erzeugen soll. Vorteil? Der Wirkungsgrad soll bedeutend höher sein als bei Solarthermie- oder klassischen Solaranlagen. Dabei erhitzt das Sonnenlicht eine Flüssigkeit in Rohren, die auf dem Dach verlegt sind. Glasrohre dienen dabei als Kollektoren. In den Glasröhren wiederum verlaufen den Angaben zufolge Kupferrohre, die von einem Vakuum umgeben sind. Darin befindet sich ein Gemisch aus Wasser und Methanol, das auf über 200 Grad Celsius aufgeheizt wird.

So sollen nach Angaben der US-Wissenschaftler bis zu 95 Prozent des Sonnenlichts in Energie umgewandelt werden und eine Temperatur von mehr als 200 Grad Celsius erzeugt werden können. Die Kupferrohre sind innen dünn mit Aluminium und Aluminiumoxid beschichtet. In der Beschichtung befinden sich Nanopartikel, die als Katalysator dienen. Kommen sie mit dem Wasser-Methanol-Dampf in Berührung, wird Wasserstoff abgespalten. Insgesamt sei das System günstiger und effizienter als klassische Solaranlagen.

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% S Kommentare
  1. K. Buschmann sagt

    Der Wirkungsgrad beträgt nicht 95%. Diese Zahl bezieht sich ausschliesslich auf die Temperatur in den Röhren – also die Wandlung der Strahlung (kein schlechter Wert aber auch nichts, was einen in der Solarthermie vom Hocker haut). Der energetische Gesamtwirkungsgrad dürfte am hinteren Ende der Brennstoffzelle eher einstellig sein. Trotzdem ein interessantes Konzept.

  2. Nach unseren Informationen handelt es sich um einen geschlossenen Kreislauf, dem einmalig Methanol („Darin befindet sich ein Gemisch aus Wasser und Methanol, das auf über 200 Grad Celsius aufgeheizt wird.“) zugeführt wird.

    Daher ist durchaus ein hoher Effizienzgrad denkbar.

    1. Holger sagt

      Davon steht in dem Original-Artikel (http://www.pratt.duke.edu/duke_hotz_hybrid_system) aber leider nichts. Und in der schematischen Grafik ist ein Kreislauf auch leider nicht zu sehen. Stattdessen wird ja sogar explizit auf Bio-Methanol hingewiesen.

      Die Innovation ist aber tatsächlich die Kombination aus einem sehr effizienten Kollektor und der Verwendung eines guten Katalysators zur Abspaltung des Wasserstoffs. Von daher werden die Reformationsverluste durch den Einsatz eines Solarkollektors nur reduziert bzw. die Reformationsleistung durch Solarenergie erbracht.

  3. Holger sagt

    Und wo kommt das Methanol her?

    Es handelt sich leider nicht wirklich um eine hocheffiziente Solaranlage, sondern höchstens um einen – recht guten – Reformator für eine Brennstoffzelle. Mehr ist aber auch nicht.

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