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Zim Plant Technology wird vom High-Tech Gründerfonds unterstützt

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Cleantech-Unternehmen wird vom High-Tech Gründerfonds finanziert, ZIM Plant TechnologyCleantech & Effizienz News / Hennigsdorf. Die intelligente Technologie der ZIM Plant Technology GmbH ist aufmerksamen Lesern von CleanThinking bereits seit einigen Monaten bekannt (siehe unser Interview mit CEO Simon Rüger): Im April gab das junge Cleantech-Startup aus Brandenburg bekannt, der High-Tech Gründerfonds habe in die Monitoringlösung zur Überwachung des tatsächlichen Wasserbedarfs von Pflanzen in Echtzeit investiert. Über die genaue Höhe des Investments wurde allerdings nichts bekannt – üblicherweise investiert der High-Tech Gründerfonds im ersten Schritt 500.000 Euro in ein aussichtsreiches Unternehmen.

Das Sondensystem von ZIM Plant Technology ermöglicht es, die Wasserversorgung von Pflanzen kontinuierlich unter Feldbedingungen zu messen. Die Daten aus dem Feld werden über eine eigene Telemetrie in Echtzeit im Internet bereitgestellt und ausgewertet – Monitoring as a Service lautet das innovative Geschäftsmodell. Forscher und Landwirte nutzen den Service, um dann zu bewässern, wenn auch tatsächlich Wasser benötigt wird.

Prof. Ulrich Zimmermann, operativer Gründer der ZIM Plant Technology GmbH, vergleicht den Wasserdruck im Inneren einer Pflanze (Turgordruck) gerne mit dem Blutdruck eines Menschen: „Fällt der Turgordruck unter eine gewisse Schwelle, wird es für die Pflanze lebensbedrohlich und es muss unbedingt gewässert werden. Erreicht dieser seinen Höchstwert, so stoppt die Pflanze die Wasseraufnahme und das überschüssige, wertvolle Nass versickert im Boden.“

Sondensystem ist marktreif

ZIM Plant Technology hat erstmals ein Sondensystem zur Marktreife entwickelt, das Anwender in der ganzen Welt sowohl durch seine Genauigkeit und Effektivität, als auch durch seine einfache Handhabung überzeugt. Mit nur drei Sonden, die mit einem Transmitter verbunden sind, kann ein Feld von bis zu 20 ha überwacht werden. Bis dato wurde das Sondensystem in Afrika, Europa, Australien und Südamerika eingesetzt und wies ein Einsparpotential von bis zu 40% des üblichen Wasserverbrauchs auf, ohne negative Effekte für Qualität und Quantität der Produktion hervorzurufen.

„Ein Großteil des Wassers versickert schlichtweg in der Erde oder verdunstet, da Pflanzen nicht endlos Wasser speichern können“, fügt Frau Dr. Ute Hartmann, Teamleiterin Life Science bei der ZukunftsAgentur Brandenburg hinzu. „Der Landwirtschaft geht dieses Wasser nicht nur verloren, sondern Überbewässerung – vor allem in trockenen (ariden) Gebieten – schadet auch, da durch Verdunstung der Ackerboden versalzen kann. Jedes Jahr werden hierdurch etwa 10 Mio. ha fruchtbares Land zerstört.“

CEO des Cleantech-Unternehmens ZIM Plant Technology ist Geschäftsführer Simon RügerBenjamin Erhart, Investmentmanager beim High-Tech Gründerfonds, hat insbesondere der zukunftsträchtige Markt und die Technologieführerschaft der ZIM Plant Technology GmbH überzeugt: „ZIM Plants Technologie adressiert eines der zentralen Probleme der Zukunft. Dabei ist die ZIM-Sensorik als nicht invasive Pflanzen-basierte Messmethode robust, nutzerfreundlich, feldtauglich und mit einem innovativen Geschäftsmodell wirtschaftlich. Wir freuen uns darauf, das Unternehmen gemeinsam mit dem Gründerteam aufzubauen und die internationalen Märkte weiter zu erschließen.“

Bis heute wurden 750 Sondensysteme weltweit verkauft. Angesichts der hohen Nachfrage plant das Unternehmen die Produktion zu erweitern und sich zugleich auf die Weiterentwicklung der Plattformtechnologie zu konzentrieren. „Ziel ist es, die Sensoren mit Aktoren zu verknüpfen, sodass je nach Bewässerungsbedarf automatisch gegossen wird“, ergänzt Simon Rüger, Geschäftsführer der ZIM Plant Technology GmbH. Landwirte sollen für dieses Monitoring as a Service dann eine monatliche Gebühr bezahlen. Dafür sparen sie Zeit und Aufwand und können sich sicher sein, dass ihren Pflanzen immer genau die richtige Menge an Wasser zur Verfügung steht.

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