Redefine Meat: Happiness Capital und Hanaco Ventures investieren 29 Millionen US-Dollar in Cleantech-Startup

Frisches Kapital will Redefine Meat für die globale Markteinführung seiner Clean Meat-Technologie nutzen.

Eine frische Brise Kapital für einen der Hoffnungsträger im Clean Meat-Markt: Redefine Meat aus Israel hat eine Finanzierungsrunde über 29 Millionen Euro mit den Investoren Happiness Capital und Hanaco Ventures abgeschlossen. Mit dem Kapital soll eine „groß angelegte Pilotlinie für 3D-Drucker“ entstehen – und die Produkteinführung in Europa, Asien und Nordamerika finanziert werden. Redefine Meat konzentriert sich auf pflanzliche Fleischprodukte aus dem 3D-Drucker.

Neben Happiness Capital und Hanaco Ventures, die die Series A-Finanzierungsrunde anführten, stecken noch weitere Investoren Kapital in das Cleantech-Startup. CPT Capital, ein führender Investor in alternative Proteine trug erneut bei. Außerdem überzeugte das Cleantech-Startup internationale Investoren wie die Losa Group, Sake Bosch und K3 Ventures.

Lesen Sie auch: CleanMeat: Dieses Fake-Steak kommt aus dem 3D-Drucker (Redefine Meat)

Die Investition wird dazu verwendet, das Fleischportfolio des Unternehmens zu erweitern und die kommerzielle Markteinführung und das internationale Wachstum in 2021 zu unterstützen. Dies geschieht vor dem Hintergrund der geplanten Fertigstellung einer groß angelegten Produktionsanlage für die industriellen 3D-Alt-Meat-Drucker von Redefine Meat, die noch in diesem Jahr erfolgen soll.

Die patentierte digitale Fertigungstechnologie von Redefine Meat im industriellen Maßstab ermöglicht die Herstellung hochwertiger, nachhaltiger Fleischprodukte auf pflanzlicher Basis mit einem Geschmack und einem Mundgefühl, das von herkömmlichem Tierfleisch kaum zu unterscheiden ist.

„Wir sind begeistert, diese Finanzierungsrunde mit einer so einzigartigen und vielfältigen Gruppe von sehr erfahrenen, professionellen Investoren abgeschlossen zu haben, die unsere Vision teilen“, sagt Eshchar Ben-Shitrit, CEO und Mitgründer von Redefine Meat. „Diese Finanzierung, die schneller und besser abgeschlossen wurde, als wir es uns vor einem Jahr hätten vorstellen können, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, bis 2030 das größte alternative Fleischunternehmen der Welt zu werden.“

Eric Ng, CEO von Happiness Capital, fügt hinzu: „Wir suchen nach disruptiven Technologien und ambitionierten Führungsteams in Branchen, die den Menschen echtes Glück bringen und die Welt zu einem besseren Ort machen können. Der schnell wachsende Sektor für alternatives Fleisch ist eine solche Branche, aber es gibt derzeit eine Lücke in der Fähigkeit, die Bedürfnisse von Menschen zu erfüllen, die immer noch traditionelles Fleisch essen wollen. Redefine Meat bietet eine einzigartige Lösung, die Fleischesser mit schmackhaften und nachhaltigen Lebensmitteln anspricht.“

Pasha Romanovski, Founding Partner von Hanaco Ventures, kommentiert: „Hanaco Ventures ist seit der Seed-Runde im Jahr 2019 ein Investor in Redefine Meat. Die Geschwindigkeit, mit der sich das Unternehmen entwickelt hat, war unglaublich. Wir hatten das große Glück, im Jahr 2020 eng mit Redefine Meat zusammenzuarbeiten und konnten beobachten, wie das Unternehmen trotz der Herausforderungen von COVID-19 schnell von 8 auf mehr als 40 Mitarbeiter gewachsen ist. Unsere Investition in Redefine Meat gibt uns aus erster Hand Zugang zu erstaunlichen, hochmodernen Fleischgerichten, die einen tiefgreifenden Einfluss auf den Fleischkonsum und die Umwelt haben werden.“

Letzten Monat gab Redefine Meat seine erste strategische Vereinbarung mit dem israelischen Premium-Fleischvertrieb Best Meister bekannt, nachdem die weltweit größte Blindverkostung von alternativem Fleisch, die von den beiden Unternehmen gemeinsam organisiert wurde, eine Akzeptanzrate von 90 Prozent unter Fleischessern gezeigt hatte. Lesen Sie hier mehr dazu: Redefine Meat will Drucker-Steak bald in Deutschland testen

Ben-Shitrit fasst zusammen: „Wir wollen die Überzeugung ändern, dass köstliches Fleisch nur von Tieren kommen kann, und wir haben alle Bausteine, um dies zu verwirklichen: hochwertige Fleischprodukte, strategische Partnerschaften mit Akteuren auf der ganzen Welt, eine groß angelegte Pilotlinie, die sich im Bau befindet, und die ersten industriellen 3D-Alt-Meat-Drucker, die noch in diesem Jahr bei Fleischhändlern eingesetzt werden sollen.“

Martin Ulrich Jendrischik, Jahrgang 1977, beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren als Journalist und Kommunikationsberater mit sauberen Technologien. 2009 gründete er Cleanthinking.de – Sauber in die Zukunft. Im Zentrum steht die Frage, wie Cleantech dazu beitragen kann, das Klimaproblem zu lösen. Die oft als sozial-ökologische Wandelprozesse beschriebenen Veränderungen begleitet der Autor und Diplom-Kaufmann Jendrischik intensiv. Als „Clean Planet Advocat“ bringt sich der gebürtige Heidelberger nicht nur in sozialen Netzwerken wie Twitter / X oder Linkedin und Facebook über die Cleanthinking-Kanäle ein.

Clean Meat NewsCleantech-Startup