Tesla Cybertruck: Für (vorerst) 59.900 Dollar ab in die Zukunft

Der Cybertruck von Tesla wird seit 30. November 2023 ausgeliefert.

Allein in den USA werden pro Jahr drei Millionen Pickups verkauft. Kurzum: Der Markt für Pickups wie den Ford F-150 ist riesig. Kein Wunder, dass immer mehr Unternehmen mittlerweile auf den Zug aufspringen und elektrifizierte Versionen ankündigen: Ford, GM oder Rivian beispielsweise. Dabei ähneln sich die Konzepte sehr. Elon Musk sticht mit dem Tesla Cybertruck definitiv heraus – 2,0 Millionen Vorbestellungen zeigen, wie sehr das futuristische Design von Teslas Cybertruck polarisiert. Aber werden alle die, die 100 Dollar für die Reservierung gezahlt haben, auch ein Fahrzeug kaufen?

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Die technischen Daten vom Elektroauto sind schnell erzählt: Der Pickup-Truck ist schneller als ein gewöhnlicher Sportwagen (0 auf 60 mph in 2,9 Sekunden). Das Fahrzeug hat eine Reichweite von mindestens 400 und maximal 600 Kilometern. Das Fahrzeug zieht aktuellen Angaben zufolge mehr als 5 Tonnen Gewicht.

Mit dem angekündigten Preis auf 39.900 Dollar hat Elon Musk bei der Präsentation 2019 alle überrascht. Beim Auslieferungsevent im November 2023 war dann klar: Der bislang günstigste Truck aus der Zukunft kostet etwa 20,000 Dollar mehr und ist erst 2025 verfügbar. In seiner Vorstellung verzichtete Elon Musk bewusst auf Preisangaben, weil er in diesem Punkt die Erwartungen nicht befriedigen konnte.

Aber: Trotzdem kursieren Screenshots, die zeigen, dass Besteller einen Platz jenseits der 500.000 ergattert haben… Eine wirklich abschreckende Wirkung scheint der höhere Preis somit nicht zu haben.

Den Innenraum mit seinem 17-Zoll-Display, das Interior des Pickups zeigte Tesla während der Präsentation übrigens nicht – für die anwesenden Gäste in Kalifornien wurden aber Testfahrten mit dem Gefährt angeboten. Immerhin finden sechs Insassen Platz, wie man auf dem Foto sehen kann:

Blick in den Innenraum des futuristischen Fahrzeugs.

Viele Funktionen und Lademöglichkeiten

Der Pickup aus der Zukunft kann an 14.000 Superchargern geladen werden. Sein Body besteht aus kaltgewalztem Edelstahl und soll beispielsweise dem Beschuss einer Neun-Millimeter-Pistole oder härtesten Schlägen mit einem Vorschlaghammer spielend widerstehen.

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Die Glasscheiben sollen darüber hinaus besonders sicher sein, was zunächst mit einer Kugel demonstriert wurde – die Scheibe des gezeigten Prototypen indes wurde zum Bersten gebracht. Die Kugel ging aber nicht durch das Glas hindurch. Ob das so geplant war? Vermutlich nicht.

Tesla Cybertruck kommt 2023 auf die Straße

Der Cybertruck ist ab sofort in mehreren Varianten vorbestellbar. So kann man das Fahrzeug als „Single Motor Rear-Wheel Drive“, als „Dual Motor All-Wheel Drive“ und als „Tri Motor All-Wheel Drive“ vorbestellen.

Das Delivery Event am 30. November 2023 kann hier verfolgt werden: https://twitter.com/i/broadcasts/1ZkKzjaBdmLKv?s=20

Teslas Fahrzeug ist mit einer Außenhülle ausgestattet, die für ultimative Haltbarkeit und Insassenschutz ausgelegt ist. Beginnend mit einem nahezu undurchdringlichen Exoskelett, ist jede Komponente auf überlegene Festigkeit und Ausdauer ausgelegt, von ultraharter 30X kaltgewalzter Edelstahl-Strukturhaut bis hin zu Tesla-Rüstungsglas.

Tesla-CEO Elon Musk während der Präsentation

Braucht die Welt dieses Elektrofahrzeug?

Es wird sicherlich sehr unterschiedliche Meinungen geben, ob die Welt in Zeiten der Klimakrise das Fahrzeug braucht, das so futuristisch aussieht, dass es mit Sicherheit von Menschen gekauft wird, die nur das Protzen, nicht aber das Arbeiten im Gelände im Sinn haben. Abgesehen von seiner futuristischen Erscheinung ist es nicht mehr zeitgemäß, Pickups in so großer Stückzahl zu verkaufen.

Es ist eine sehr amerikanische Herangehensweise zu sagen, dass ein solches Fahrzeug mit Erneuerbaren Energien läuft und damit umweltfreundlich ist.

Der Truck ist umweltfreundlicher als bisherige Diesel-Varianten. Wenn er – ähnlich wie der Porsche Taycan – hilft, Menschen von notwendiger und sinnvoller Elektromobilität zu überzeugen, dann kann er eine wichtige Funktion erfüllen. Zweifel sind angebracht, ob es das Wettrennen um den schnellsten Pickup zwischen den großen Playern wirklich braucht…

Ausreichend Platz: Offene Ladefläche.

Konkurrent für Ford, GM und Chrysler?

Musk dreht den Spieß um und sagt mit Blick auf die schweren Fahrzeuge mit meist offener Ladefläche, diese seien die zentralen Geldbringer für Ford, GM oder Fiat Chrysler in den USA. Dies sei der Markt, den man angehen müsse, wenn man den Übergang zur Elektromobilität schaffen wolle. Zumindest eines hat Tesla bewirkt: Alle Konkurrenten ziehen nach und wollen ebenfalls elektrifizierte Versionen ihrer Pickups bringen.

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Truck mit Wohnwagen…

Ist der Cybertruck in Deutschland erlaubt?

Es ist derzeit noch unklar, ob er in Deutschland zulässig sein wird. Da das Fahrzeug eine ungewöhnliche, futuristische Form und Größe hat, gibt es Bedenken, dass er nicht den deutschen Straßenverkehrsbestimmungen entsprechen könnte.

Wie viel PS hat der Pickup-Truck?

Es wird erwartet, dass das Elektroauto eine leistungsstarke elektrische Antriebseinheit haben wird, die in der Lage ist, das Fahrzeug in wenigen Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen.

Wie groß ist der Cybertruck?

Der Tesla Pickup hat eine ungewöhnliche, futuristische Form und ist im Vergleich zu den meisten anderen Pickup-Trucks auf dem Markt größer und kantiger.

Die genauen Abmessungen sind wie folgt:
Länge: 5,89 Meter
Breite: 2,03 Meter (ohne Außenspiegel)
Höhe: 1,91 Meter
Bodenfreiheit: 40 cm

Der Pickup wird in drei verschiedenen Größen angeboten: mit einer Einzelkabine, einer Doppelkabine und einer Dreifachkabine. Die Abmessungen können je nach Kabine und Ausstattung variieren.

Dieser Beitrag entstand 2019. Letztes Update: 30. November 2023.

Martin Ulrich Jendrischik, Jahrgang 1977, beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren als Journalist und Kommunikationsberater mit sauberen Technologien. 2009 gründete er Cleanthinking.de – Sauber in die Zukunft. Im Zentrum steht die Frage, wie Cleantech dazu beitragen kann, das Klimaproblem zu lösen. Die oft als sozial-ökologische Wandelprozesse beschriebenen Veränderungen begleitet der Autor und Diplom-Kaufmann Jendrischik intensiv. Als „Clean Planet Advocat“ bringt sich der gebürtige Heidelberger nicht nur in sozialen Netzwerken wie Twitter / X oder Linkedin und Facebook über die Cleanthinking-Kanäle ein.

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