Fast Food dank Wind-Strom

Aufbau der Kleinwindanlage Airwin Vertical AV-R3 in Bad Rappenau

Cleantech News / Bad Rappenau. Fast Food dank Wind-Strom in Baden-Württemberg: Eine neue, vertikale Kleinwindanlage AIRVVIN VERTICAL AV-R3 mit einer Nennleistung von 6 kW versorgt seit kurzem eine Fast Food Kette mit erneuerbarem Strom. Die Kleinwindanlage stammt von der Kölner AXEPTOR AG und gilt mit einer Masthöhe von 21 Metern deutschlandweit als aktuell höchste Anlage ihrer Art. Vorteil der Kleinwindanlage AIRWIN VERTICAL? Sie soll nahezu geräuschlos arbeiten (unter zwei Dezibel) und auch bei schwachem Wind Energie erzeugen können.

Technisch gesehen verfügt die Kleinwindanlage über einen Fünf-Blatt-Rotor, der sich um eine senkrechte Achse dreht. Die darüber eingefangene Energie – nach Herstellerangaben schafft die Kleinwindanlage bei einer mittleren Windgeschwindigkeit von 4,5 m/s 10.000 bis 20.000 kWh – wird in einem getriebelos funktionierenden Generator in Strom umgewandelt. Neben der Unabhängigkeit von Strompreisen profitiert die Fast Food Kette auch davon, dass das eigene Logo nun weithin von der Autobahn sichtbar ist – markante Hinweisschilder können so überflüssig werden. Die Flügel sind aus Aluminium und verfügen über eine Spezialbeschichtung: In Kombination mit der vertikalen Ausrichtung verhindert dies Eisbildung und gefährlichen Eiswurf im Winter.

Technische Angaben der AIRWIN VERTICAL AV-R3

  • Nennleistung: 6kW
  • Nenngeschwindigkeit: 10 m/s
  • Rotorhöhe: 4,30 Meter
  • Nenndrehzahl: 150 U/min
  • Start-Wind: 1,8 m/s
  • Betriebs-Wind: 2,0 bis 25 m/s
  • Durchschnittlicher Jahresertrag bei 4,5 m/s: 10.000 bis 20.000 kWh
  • Maximaler theoretischer Ertrag: 52.000 kWh

Kleinwindanlagen vertikal mit Vorteilen

Nach Angaben der AXEPTOR AG bietet die vertikale Windkraftanlage mehrere Vorteile: Sie muss sich nicht nach dem Wind ausrichten und erzeugt auch bei häufig wechselnden Windrichtungen Energie. Die Kleinwindanlage AIRVVIN VERTICAL eigne sich somit auch für schwächere und ungleichmäßige oder turbulente Windgebiete, die bisher noch nicht für die Windenergiegewinnung nutzbar waren. Die aerodynamische Form der Flügel und der Permanentmagnet-Generator garantiere zusätzlich eine annähernd geräuschlose Rotation von unter zehn Dezibel – dies entspricht in etwa dem Blätterrauschen im Wald. Aufgrund ihrer Konstruktion erzeugen AIRVVIN VERTICAL Windkraftanlagen – diese gibt es mit einer Nennleistung von 0,3 bis 12 kW –  nahezu keinen Schattenwurf.

AXEPTOR AG setzt auf Cleantech

Neben Windkraftanlagen mit vertikaler Achse liegt der Schwerpunkt der AXEPTOR AG auf der Entwicklung und Vermarktung von Cleantech: Weitere Produkte sind Wind-Solar-LED-Laternen, Solar-LED-Laternen und hybride Wind-Solar-Energie-Systeme.

Martin Ulrich Jendrischik, Jahrgang 1977, beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren als Journalist und Kommunikationsberater mit sauberen Technologien. 2009 gründete er Cleanthinking.de – Sauber in die Zukunft. Im Zentrum steht die Frage, wie Cleantech dazu beitragen kann, das Klimaproblem zu lösen. Die oft als sozial-ökologische Wandelprozesse beschriebenen Veränderungen begleitet der Autor und Diplom-Kaufmann Jendrischik intensiv. Als „Clean Planet Advocat“ bringt sich der gebürtige Heidelberger nicht nur in sozialen Netzwerken wie Twitter / X oder Linkedin und Facebook über die Cleanthinking-Kanäle ein.