IPCC legt Bericht zu Klimaanpassung und Wandel-Folgen vor

Der zweite Teil „Klimawandel 2022: Folgen, Klimaanpassung und Verwundbarkeit“ wird am 28. Februar vom IPCC veröffentlicht.

Am 23. Februar 2023 legte der Weltklimarat IPCC den zweiten Teil des sechsten Sachstandsberichts zu Klimaanpassung vor. Dabei lieferte das Gremium ebenso glasklare Botschaften wie zuletzt im August 2021, als auf Basis des ersten Teils dieses Sachstandberichts von „Alarmstufe Rot für die Menschheit“ gesprochen wurde. Der neue Teil, der unter der Überschrift „Klimawandel 2022: Folgen, Klimaanpassung und Verwundbarkeit“ steht, deckt schonungslos auf, welche Auswirkungen der Klimawandel heute bereits auf Mensch und Natur hat – und welche Anpassungsmaßnahmen in den jeweiligen Regionen notwendig sind.

Für den IPCC Report „Klimawandel 2022: Folgen, Anpassung und Verwundbarkeit“ haben 270 internationale Klimaexpertinnen und Klimaexperten in den letzten fünf Jahren sage und schreibe 34.000 klimawissenschaftliche Publikationen ausgewertet. Mit dem Sachstandsberichts sorgte die Arbeitsgruppe II wieder einmal für Ernüchterung.


In vielen Teilen der Welt stehen Menschen und Ökosysteme heute schon mit dem Rücken zur Wand und auch vor unserer eigenen Haustür haben Dürresommer, Sturzfluten, Waldbrände, Hitzewellen und Hochwasserkatastrophen die Klimakrise so greifbar gemacht wie nie zuvor. Wir müssen daher der Erderhitzung konsequent entgegentreten und dringend für eine Reduktion der CO2-Emissionen sorgen. Zögern wir den Abschied von fossilen Energien noch weiter hinaus, droht der Welt ein verheerendes Klimachaos, das von immer heftigeren Extremwetterereignissen geprägt sein wird.

Viviane Raddatz, Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland

Der neue IPCC Bericht „Klimawandel 2022: Folgen, Klimaanpassung und Verwundbarkeit“ legt den Fokus stärker als bisherige Auswertungen auf die Auswirkungen einer sich erhitzenden Welt auf Mensch und Natur. Zudem sollen die Auswertungen Auskunft darüber geben, welche sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen die Klimakrise haben wird. Bereits im August 2021 wurde der erste Teil des sechsten Sachstandberichts veröffentlicht, Anfang April folgt der dritte Teil des Reports. Der vollständige IPCC-Synthesebericht wird der Öffentlichkeit dann im Herbst 2022 vorgelegt. 

Letztlich geht es im Sachstandsbericht um Grundsätzliches: Wie können sich Regionen auf Wasserknappheit, Dürren, Hitze und Hunger vorbereiten, bzw. diesen durch die Klimakrise ausgelösten Entwicklungen Einhalt gebieten?  Der Bericht wird klar machen, dass es ohne die Änderung von Lebensgewohnheiten nicht gehen wird. Eine Antriebswende allein wird nicht ausreichen – es geht um grundlegendes Umdenken bei Umwelt und Infrastruktur.

Der Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) – oder auch Weltklimarat – ist eine Institution der Vereinten Nationen. Er wurde 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gegründet. In seinem Auftrag tragen Fachleute weltweit regelmäßig den aktuellen Kenntnisstand zum Klimawandel zusammen und bewerten ihn aus wissenschaftlicher Sicht.

Der IPCC bietet Grundlagen für wissenschaftsbasierte politische Entscheidungen, indem er unterschiedliche Handlungsoptionen und deren Bedeutung aufzeigt, ohne jedoch konkrete Lösungswege vorzuschlagen oder Handlungsempfehlungen zu geben.

Martin Ulrich Jendrischik, Jahrgang 1977, beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren als Journalist und Kommunikationsberater mit sauberen Technologien. 2009 gründete er Cleanthinking.de – Sauber in die Zukunft. Im Zentrum steht die Frage, wie Cleantech dazu beitragen kann, das Klimaproblem zu lösen. Die oft als sozial-ökologische Wandelprozesse beschriebenen Veränderungen begleitet der Autor und Diplom-Kaufmann Jendrischik intensiv. Als „Clean Planet Advocat“ bringt sich der gebürtige Heidelberger nicht nur in sozialen Netzwerken wie Twitter / X oder Linkedin und Facebook über die Cleanthinking-Kanäle ein.

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