KION Battery Systems will Intralogistik elektrifizieren

BMZ Holding und KION grünen Joint Venture KION Battery Systems, um Nachfrage nach elektrischen Flurförderzeugen zu bedienen.

Erst gestern berichteten wir über das Fallbeispiel von Agrarfrost und den Austausch der gesamten Stapler-Flotte gegen Elektro-Stapler. Heute wird bekannt: Zwei von Europas wichtigsten Unternehmen schließen sich zusammen, um Flurförderzeuge konsequent zu elektrifizieren: BMZ liefert in der KION Battery Systems die Batteriesysteme, während KION diese in seine Gabelstapler integriert.

Ziel des JV ist es das Lithium-Ionen-Produktangebot sowie die Produktionskapazitäten zu erweitern, um die stark wachsende Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batteriesystemen im Bereich Intralogistik bestmöglich bedienen zu können. Die Produktionsanlage wird von der BMZ Holding GmbH für das Gemeinschaftsunternehmen in Karlstein am Main, dem Hauptsitz der BMZ Unternehmensgruppe, errichtet. Bis 2023 sollen im JV rund 80 Mitarbeiter vor allem in Forschung, Entwicklung und Produktion beschäftigt werden.

Sowohl BMZ als auch KION verfügen über reichlich Know-how im Bereich der Lithium-Ionen-Technologie. In einem ersten Schritt sollen im neuen JV 48- und 80-Volt-Batterien für Gegengewichtsstapler hergestellt werden, später soll die Produktion auch auf 24-Volt-Batterien für kleinere Lagertechnikgeräte ausgeweitet werden. Aktuell verzeichnen die Unternehmen große Nachfrage, die nun von der KION Battery Systems GmbH befriedigt werden soll.

Im Rahmen ihrer Strategie 2027 richtet die KION Group auch ein besonderes Augenmerk auf Energie und Energieeffizienz, die die Intralogistik und den Materialfluss entscheidend prägen werden. Die Antriebstechnik von morgen steht im Fokus der weltweiten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns.

KION bietet den Kunden in seinem Portfolio bereits heute sämtliche Antriebstechniken, vom Verbrennungsmotor über Blei-Säure- und Li-Ionen-Batterien bis hin zur Brennstoffzelle. Dabei kommt der Elektromobilität eine besondere Bedeutung zu, schließlich ist die KION Group mit ihren Marken ein führender Anbieter von elektrisch betriebenen Gabelstaplern und Lagertechnikgeräten.

In den vergangenen zehn Jahren hat der Konzern mit seinen Marken mehr als eine Million Elektrofahrzeuge verkauft. Allein im vergangenen Jahr waren über 80 Prozent des Absatzes elektrische Fahrzeuge – Tendenz steigend. Die Lithium-Ionen-Batterie verfügt bei der Elektromobilität über einen ganz besonderen Vorteil: Im Gegensatz zur klassischen Bleisäure-Batterie muss sie etwa aufgrund der kurzen Ladezeiten und Zwischenlademöglichkeiten nicht gewechselt werden.

Zudem hat die Entwicklung der Lithium-Ionen-Batterie in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. Sie ist bereits heute insbesondere im intensiven Schichtbetrieb eine interessante wirtschaftliche Alternative in allen Einsatzbereichen von Staplern– auch in schweren Geräten zum Transport von großen Lasten.

Martin Ulrich Jendrischik, Jahrgang 1977, beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren als Journalist und Kommunikationsberater mit sauberen Technologien. 2009 gründete er Cleanthinking.de – Sauber in die Zukunft. Im Zentrum steht die Frage, wie Cleantech dazu beitragen kann, das Klimaproblem zu lösen. Die oft als sozial-ökologische Wandelprozesse beschriebenen Veränderungen begleitet der Autor und Diplom-Kaufmann Jendrischik intensiv. Als „Clean Planet Advocat“ bringt sich der gebürtige Heidelberger nicht nur in sozialen Netzwerken wie Twitter / X oder Linkedin und Facebook über die Cleanthinking-Kanäle ein.

ElektromobilitätNutzfahrzeug