SET Ventures investiert Millionen in Cleantech-Startup Instagrid

Cleantech-Startup Instagrid und SET Ventures treffen sich beim Ecosummit Berlin 2019.

Dieselgeneratoren sind laut, stoßen große Mengen schädlicher Emissionen aus und verfeuern mit Diesel einen der teuersten Brennstoffe überhaupt. Grund genug für Cleantech-Startups wie Instagrid über die Elektrifizierung der Baustelle nachzudenken – mit Batterien für den mobilen Einsatz, die Dieselaggregate ersetzen. Jetzt hat Instagrid eine Finanzierungsrunde, angeführt von SET Ventures, abgeschlossen.

Es ist eine Erfolgsstory, die zeigt, wie wichtig es heute ist, junge, innovative, oft von Ingenieuren gegründete Cleantech-Unternehmen mit Investoren zusammenzubringen. Eine solche Matching-Veranstaltung ist der Ecosummit, der im vergangenen Jahr sein zehnjähriges Bestehen in Berlin erlebte. Dort entstanden auch die Kontakte zwischen den Instagrid-Gründern, die auf der Bühne präsentierten und SET Ventures, dem Anführer der Finanzierungsrunde Series A.

Resultat: Insgesamt fließen 8,5 Millionen Euro in das Unternehmen. An der Finanzierungsrunde nahmen auch Segnalita Ventures, Teil des Family Offices der Swarovski-Familie, das Family-Office blueworld.group, Tyrolit und der Hightech-Gründerfonds teil, wie Ecosummit berichtet.

Die Idee für die mobile Batterie kam Sebastian Berning und Andreas Sedlmayr, als sie gemeinsam bei der Robert Bosch GmbH im Bereich Power Tools arbeiteten. Sie erkannten: Hier gibt es eine Marktchance und gründeten ihr eigenes Cleantech-Unternehmen. Resultat heute: Instagrid behauptet, die weltweit fortschrittlichste Batterie entwickelt zu haben.

Jede Batteriezelle wird dabei von einem eigenen Leistungswandler gesteuert, der ein intelligentes, schwarmähnliches Verhalten ermöglicht. In der Realität ist die Batterie von Instagrid leicht mitzuführen und liefert netzähnliche Energie mit 230 Volt und 3,6 Kilowatt an jedes Gerät, wobei genügend Energie für einen ganzen netzunabhängigen Arbeitstag vorhanden sein soll.

Neben den typischen Einsatzgebieten im Baugewerbe oder dem Gartenbau, will Instagrid auch das mobile Aufladen von Elektroautos ermöglichen – durch das Stapeln der Batterien. Ab Sommer 2020 sollen die Batterien, die das Cleantech-Unternehmen über einen Partner produziert, ausgeliefert werden. Daneben könnte es auch zu einer Verbrauchermarke nach dem Motto „Battery-as-a-Service“ kommen.

In 12 bis 24 Monaten will Instagrid die nächste Finanzierungsrunde angehen. In der Zwischenzeit gibt es für sie und andere Cleantech-Startups die Gelegenheit, u.a. beim Ecosummit in Berlin am 6. bis 7. Mai 2020 die passenden Investoren zu finden.

Martin Ulrich Jendrischik, Jahrgang 1977, beschäftigt sich seit mehr als 15 Jahren als Journalist und Kommunikationsberater mit sauberen Technologien. 2009 gründete er Cleanthinking.de – Sauber in die Zukunft. Im Zentrum steht die Frage, wie Cleantech dazu beitragen kann, das Klimaproblem zu lösen. Die oft als sozial-ökologische Wandelprozesse beschriebenen Veränderungen begleitet der Autor und Diplom-Kaufmann Jendrischik intensiv. Als „Clean Planet Advocat“ bringt sich der gebürtige Heidelberger nicht nur in sozialen Netzwerken wie Twitter / X oder Linkedin und Facebook über die Cleanthinking-Kanäle ein.

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