EnerKite: Energie-Flugdrachen begeistern die Crowd

Crowdinvesting-Kampagne beim Portal Fundernation erfolgreich verlängert bis Ende Januar / Cleantech-Unternehmen entwickelt Flugdrachen zur Energieerzeugung

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Hinweis: Ich, Martin Jendrischik, bin für die im untenstehenden Text erwähnte EnerKite GmbH als PR-Berater tätig. Mehr dazu in meinem Autorenprofil.

Faszinieren ist gar kein Ausdruck. Es ist hochgradig beeindruckend, wie Forscher und Unternehmen wie EnerKite oder Makani Power daran arbeiten, Höhenwindkraftanlagen zur Produktion sauberer Energie marktreif zu machen. Wir von CleanThinking.de verfolgen diese „Airborne Wind Technology“ seit mehreren Jahren – die Fortschritte waren lange Zeit gering.

Doch jetzt hat es den Anschein, als könne sich ein Unternehmen mit seiner Idee für Höhenwindkraftanlagen von der Konkurrenz ein wenig absetzen. Die Berlin-Brandenburger EnerKite GmbH hat nicht nur ein hochgradig qualifiziertes Gründerteam zu bieten, sondern zeigt auch gerade bei einer Crowdinvesting-Runde auf der neuen Plattform FunderNation, dass auch diese Art der Finanzierung für eine Risikotechnologie wie Energie-Flugdrachen funktionieren kann.

Der EnerKíte-Demonstrator in Betrieb4. Januar 2015. Das Crowdinvesting bei FunderNation löst bei den Investoren teilweise echte Begeisterung aus – selten nimmt man derart viele Enthusiasten bei einem Crowdinvesting wahr, wie in diesem Fall beim Crowdinvesting von EnerKite. Es ist Begeisterung für die Flugdrachen, die durch ihre Flugbewegungen Energie produzieren – und es ist Begeisterung für die Perspektive, eines Tages für 4 Cent je Kilowattstunde saubere elektrische Energie mit Flugwindkraftanlagen produzieren zu können.

Team, Technologie und die Kampagne an sich überzeugen schon fast 200 Investoren, die nahezu 200.000 Euro in EnerKite stecken. Das Geld will das Team nutzen, um eine neue Flügeltechnologie zu installieren und u.a. ein Start-Landesystem zu bauen, das vollautomatisch funktioniert. Bislang sind für Start und Landung 2-3 Personen notwendig. „Momentan haben wir einen Prototypen“, sagt Dr. Alexander Bormann, Geschäftsführer der EnerKite GmbH. „Im nächsten Jahr wollen wir daraus ein Produkt machen, das alltagstauglich ist.“

Vorteile der Flugwindkraftanlagen sind die stetige Energieausbeute, die mobile Nutzung und der ganz geringe CO2-Fußabdruck. Ab 2017 will EnerKíte Flugwindkraftanlagen (EK300) an Kunden ausliefern. Ziel der Crowdinvesting-Finanzierungsrunde ist das Einwerben von 1,25 Mio. Euro. Die Unternehmensbewertung beträgt 6,25 Mio. Euro. Die Kampagne bei Fundernation läuft bis Weihnachten und kann verlängert werden. Das Risiko-Rendite-Profil ist High & High.

EnerKite 7Erst kürzlich hatte EnerKite mit einem Dauerflug von 74 Stunden einen Europarekord aufgestellt. Das Flugwindkraft-Speicher-System EK30 erntete Ende November/Anfang Dezember bei eisigen Temperaturen und böigem Ostwind 170 Kilowattstunden elektrische Energie. Der EnerKite-Drache EK30 fliegt mit hoher Geschwindigkeit quer zum Wind und generiert dadurch Auftrieb. Die hohen Flügelkräfte werden durch ein Halteseil zum Boden auf eine Generatorwinde geleitet. Dieser Generator wandelt das Drehmoment beim Rauslassen von Seil und Flügel kontrolliert in elektrische Energie, die in einer Batterie zwischengespeichert wird. Für die Rückholung wird bei minimalen Kräften nur ein Bruchteil der erzeugten Energie verbraucht.

Mit den innovativen Flugwindkraftanlagen kann der Wind, der oberhalb der Blattspitzen konventioneller Windkraftanlagen weht, für die kontinuierliche Stromproduktion genutzt werden. Mit weniger als 4 Cent je Kilowattstunde soll Strom aus skalierten Anlagen eines Tages preiswerter sein als jener aus fossilen Brennstoffen.

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