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590 Mio. Dollar für Silizium-Anoden für BMW und Daimler: Sila Nano baut Gigawattstunden-Fabrik

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Coatue führt große Finanzierungsrunde von Sila Nano an – Silizium-Anoden ab 2025 in Elektroautos von BMW und Daimler?

Sila Nanotechnologies, Cleantech-Unternehmen aus Alameda in Kalifornien, hat eine beachtliche Finanzierungsrunde in Höhe von 590 Millionen US-Dollar abgeschlossen. zuletzt berichtete Cleanthinking im Sommer 2018 über eine Finanzierung von Sila Nanotechnologies, einem Hersteller von Silizium-Anoden für Lithium-Ionen-Batterien. Mittlerweile sind die ersten Produkte mit Batterien von Sila Nano ausgeliefert. Mit dem frischen Kapital soll nun eine Gigawattstunden-Fabrik entstehen.

Die Serie-F-Finanzierung basiert auf einer Bewertung von – im Vergleich etwa zu Quantumscape – bescheidenen 3,3 Milliarden US-Dollar. Angeführt wurde die Runde von Coatue. Darüber hinaus beteiligten sich die bestehenden Investoren 8VC, Bessemer Venture Partners, Canada Pension Plan Investment Board und Sutter Hill Ventures an der Runde.

Mit der Finanzierung will Sila Nano eine neue Fabrik bauen, um die wachsende Nachfrage von Smartphone- und Automobilkunden zu bedienen. Mittlerweile sind die Batterien mit den Silizium-Anoden bereits in Consumer-Geräten erhältlich. Welche genau das sind, verrät das Cleantech-Unternehmen allerdings noch nicht.

Sila Nano entwickelt Materialien, die einen neuen Standard für Batterien setzen. Durch eine neue Chemie der Batteriematerialien ermöglicht Sila Nano leichtere, sicherere Batterien mit höherer Energiedichte für die Masseneinführung von Elektrofahrzeugen, intelligentere, langlebigere tragbare Elektronik und eine breitere Nutzung von erneuerbaren Energiequellen. Ihr erstes Produkt ist eine Anode auf Siliziumbasis, die eine 20-prozentige Verbesserung gegenüber dem heutigen Stand der Technik traditioneller Lithium-Ionen-Batterien aufweist, mit dem Potenzial, mit der Zeit eine 50-prozentige Verbesserung zu erreichen.

Konkret will Sila Nano jetzt eine 100-Gigawattstunden-Fabrik errichten. Dort soll siliziumbasiertes Anodenmaterial hergestellt werden, um weitere Smartphone-Kunden einerseits sowie Kunden aus dem Automobilsektor andererseits zu bedienen. Zu diesen zählen auch BMW und Daimler.

„Es hat acht Jahre und 35.000 Iterationen gebraucht, um eine neue Batteriechemie zu entwickeln, aber das war nur der erste Schritt. Damit sich eine neue Technologie in der realen Welt durchsetzen kann, muss sie skaliert werden, was Milliarden von Dollar kosten wird. Aus unserer Erfahrung mit dem Bau unserer Produktionslinien in Alameda wissen wir, dass wir mit der heutigen Investition in unser nächstes Werk auf dem richtigen Weg sind, um bis 2025 Autos und Hunderte von Millionen Verbrauchergeräten mit Strom zu versorgen.“

Gene Berdichevsky, CEO von Sila Nanotechnologies

Früheren Aussagen zufolge war geplant, schon 2023 lieferfähig zu sein – dieser Zeithorizont hat sich mittlerweile verschoben: 2024 soll nun mit der Produktion in der neuen Fabrik in Nordamerika begonnen werden. Ab 2025 könnten dann Elektrofahrzeuge darüber mit elektrischer Energie versorgt werden. Allein in diesem Jahr will Sila Nano weitere 100 Mitarbeiter einstellen.

„Wir glauben, dass Sila Nano eine Batterietechnologie geschaffen hat, die neu und bahnbrechend ist und einen klaren Weg zur Skalierung und breiten Einführung hat“, sagte Jaimin Rangwalla von Coatue Management. „Wir sind begeistert von der Möglichkeit des Sila Nano-Teams, die bestehende globale Lithium-Ionen-Produktionsinfrastruktur zu nutzen und dabei zu helfen, die Zukunft der Energiespeicherung zu verändern. Wir freuen uns auf unsere zukünftige Partnerschaft mit Gene und seinem unglaublichen Team, während sie daran arbeiten, das Potenzial auszuschöpfen, einen neuen Standard für Batterien zu setzen.“

Jaimin Rangwalla, Coatue Management

Da die Welt auf Elektrofahrzeuge und ein auf erneuerbaren Energien basierendes Energiesystem umsteigt, steigt die globale Batterieproduktion von heute 20 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr in 2010 auf 2.000 GWh pro Jahr bis 2030 und 30.000 GWh pro Jahr bis 2050. Das Material von Sila Nano wurde als Drop-in-Ersatz für Graphit in bestehenden Lithium-Ionen-Fabriken entwickelt und ermöglicht es Batterieherstellern, die Energiedichte ihrer Produkte drastisch zu verbessern, ohne den Batterieherstellungsprozess oder die Ausrüstung ändern zu müssen.

1 Kommentar
  1. […] Prozent aller künftigen Mercedes-Benz Pkw und Vans geeignet sein. Dazu arbeitet Mercedes zusammen mit Partnern wie SilaNano an der nächsten […]

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