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CO2-Filterung: Cleantech-Startup Climeworks erhält 68 Mio. Euro frisches Kapital

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Mit dem Geld will das Unternehmen die Direct Air Capture- und Carbon Dioxide Removal-Technologie weiterentwickeln.

Erst kürzlich berichtete Cleanthinking über die Fortschritte bei der Erzeugung synthetischer Kraftstoffe durch das ETH-Spinoff Synhelion. Jetzt sorgt das Partner-Unternehmen Climeworks für Schlagzeilen – denn das Cleantech-Unternehmen, das CO2 direkt aus der Umgebungsluft filtert und diesen Prozess wirtschaft machen will, hat eine große Finanzierungsrunde abgeschlossen: Rund 68 Millionen Euro wollen die Schweizer für die Weiterentwicklung der Direct Air Capture-Technologie und für Carbon Dioxide Removal-Technologie verwenden.

Climeworks ist auf die Entfernung von Kohlendioxid aus der atmosphärischen Umgebungsluft spezialisiert. War die Technologie, die über Ventilatoren die Luft ansaugt und spezielle Filtermaterialien zum Einfangen des CO2 nutzt, vor einigen Jahren noch sehr teuer, haben sich die Preise mittlerweile schon deutlich reduziert.

Ein Grund dafür ist, dass Player wie die Gebrüder Meier KG mit ihrem landwirtschaftlichen Betrieb oder Coca-Cola mit Kohlendioxid für Sprudelwasser trotz höherer Kosten auf die Technologie von Climeworks setzen. Mit dem Einsatz privater Investoren, die weitere 68 Millionen Euro in das mittlerweile auf 100 Mitarbeiter gewachsene Cleantech-Unternehmen stecken, sollte die Technologie einen weiteren Kostensprung machen.

Dazu bietet Climeworks jedem die Chance, unvermeidbare Emissionen zu kompensieren – in Island wird Kohlendioxid im sogenannten CarbFix-Projekt sicher und dauerhaft unter die Erde gebracht und versteinert. (siehe auch: Climeworks: Unvermeidbare Reise-Emissionen versteinern). Eine Technologie mit ähnlichem Ziel der Versteinerung will das Projekt Vesta realisieren.

Neben Climeworks wollen auch das kanadische Unternehmen Carbon Engineering oder das New Yorker Startup Global Thermostat die Direct Air Capture-Technologie etablieren. Heute kostet sie pro Tonne noch rund 250 Dollar – deutlich mehr als im Emissionshandel gezahlt wird.

Wir werden das Kapital aus der Finanzierungsrunde für den Bau einer neuen Anlage mit einer Kapazität von etwa 100.000 Tonnen pro Jahr verwenden, so Co-Geschäftsführer Christoph Gebald. Der Betrieb für die nächste Skalierungsstufe könnte 2022 beginnen. Über einen Standort verrieten die Schweizer indes noch nichts. An der Finanzierungsrunde beteiligten sich private Investoren und Family Offices aus der Schweiz und den deutschsprachigen Nachbarländern. Für die Zukunft ist ein Börsengang denkbar.

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1 Kommentar
  1. […] Zuletzt hatte Climeworks eine Millionen-Finanzierungsrunde gemeldet. Mehr dazu hier. […]

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