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Daimler steigt mit 3 Prozent bei Batteriehersteller Farasis Energy ein

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Cleantech-Unternehmen Farasis Energy errichtet Batterieproduktion in Bitterfeld-Wolfen – Partnerschaft mit Mercedes-Benz wird enger.

Der Daimler-Konzern intensiviert seine Bemühungen um Elektroautos. Die neue Strategie „Electric First“ führt jetzt dazu, dass der Autobauer beim Batteriehersteller Farasis Energy einsteigt und drei Prozent der Anteile im Rahmen eines Batteriezell-Deals übernimmt. Neben der Kapitalbeteiligung vereinbarten die beiden Konzerne eine weitreichende strategische Partnerschaft. Seit 8. Mai 2019 ist bekannt, dass Farasis Energy eine Batterieproduktion in Bitterfeld-Wolfen aufbauen wird.

Das chinesische Cleantech-Unternehmen Farasis Energy bereitet einen Börsengang in China vor, laut Reuters im Umfang von 480 Millionen Dollar. Daimler wird über seine chinesische Gesellschaft Daimler Greater China im Rahmen dieses Börsengangs einen Euro-Betrag in Millionenhöhe investieren, um drei Prozent der Geschäftsanteile zu erhalten.

Bei einer Bewertung von 4,2 Milliarden US-Dollar, ist von einem hohen zweistelligen oder niedrigen, dreistelligen Millionen-Betrag beim Daimler-Investment auszugehen. Markus Schäfer, der im Vorstand der Daimler AG sitzt, soll für den Aufsichtsrat von Farasis nominiert werden.

Farasis und Daimler besiegeln die Kooperation.
Farasis und Daimler besiegeln die Kooperation.

Im Zuge der „weitreichenden strategischen Kooperation“ erhält Farasis über die neuen Verträge beispielsweise die Möglichkeit, frühzeitig in die Projekte für die nächste Generation der EQ-Elektroautos von Mercedes-Benz eingebunden zu werden. Farasis sei hierfür ein „festgesetzter Eckpfeiler im bestehenden Set der Lieferanten für Batteriezellen von Mercedes-Benz.“

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CO2-neutrale Batteriezellen für Limousine EQS

Im Sommer 2019 waren Mercedes-Benz und Farasis Energy eine sogenannte Nachhaltigkeitspartnerschaft vereinbart. Erstes Ergebnis war die Produktion von Batteriezellen mit Strom aus erneuerbaren Energien wie Wasserkraft, Wind- und Solarenergie. So wird die nächste Generation EQ Fahrzeuge, darunter die Limousine EQS, zumindest teilweise mit CO2-neutralen Batteriezellen ausgestattet sein.

So sind die Batterien von Daimlers EQ-Marke aufgebaut. Ein Zelllieferant ist Farasis Energy.
Elektroauto-Batterien von EQ – technische Abbildung (Quelle: Daimler)

In China hat der Batteriezellenlieferant mit dem Werk in Zhenjiang einen Standort errichtet, der CO2-neutral wird. Der Standort in Bitterfeld-Wolfen ist in Planung, und wird von Beginn an CO2-neutral ausgerichtet sein. Ein weiteres Werk in den USA wird ebenfalls folgen. Damit orientiert sich der Partner an der Strategie von Mercedes-Benz, dort einzukaufen, wo produziert wird. 

Der Daimler-Konzern strebt den Aufbau eines Produktionsverbunds für Lithium-Ionen-Batterien global an. An insgesamt sieben Standorten sollen Batteriemodule produziert werden. In Deutschland insbesondere in Kamenz bei der 100-prozentigen Tochter Deutsche Accumotive. Anfang Juni 2020 gab Daimler Investitionen von einer Milliarde bekannt. Die Elektro-Offensive nennt der Daimler-Konzern „Electric First“.

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