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Prognose: Ökostrom-Förderung steigt auf 6,5 bis 6,7 Cent je Kilowattstunde

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Agora Energiewende prognostiziert, der Kostengipfel für die Ökostrom-Förderung (EEG-Umlage) sei fast erreicht.

Agora Energiewende hat jetzt die Weiterentwicklung der Ökostrom-Förderung prognostiziert. Demnach wird die EEG-Umlage, die Erneuerbare Energie unterstützt, von 6,41 auf 6,5 bis 6,7 Cent je Kilowattstunde leicht steigen. Derzeit steigen auch die Börsenstrompreise – Verbraucher müssen daher insgesamt mit höheren Strompreisen rechnen.

Geht es nach Bundesumweltministerin Svenja Schulze sollen die Verbraucher im Zuge der Einführung einer CO2-Abgabe bei den Strompreisen entlastet werden. Am 20. September dürfte Klarheit herrschen, ob sich dieses Konzept durchsetzt. Auch die CDU scheint im Zuge einer Steuerreform dazu zu tendieren, die EEG-Umlage abzuschaffen und die Stromsteuer reduzieren zu wollen.

Aber: Das sind bislang ungelegte Eier. Klarer ist: Die Börsenstrompreise steigen und die Experten der Agora Energiewende prognostizieren eine EEG-Umlage, die von 6,41 auf 6,5 bis 6,7 Cent je Kilowattstunde ansteigen wird. Als Grundlage für die Berechnung der Ökostrom-Förderung nimmt Agora Energiewende die Strommarket-Entwicklungen des laufenden Jahres.

Den Grund für die steigenden Börsenstrompreise sieht Agora Energiewende in steigenden CO2-Preisen im Emissionshandel ETS – dadurch werden Strom aus Kohle und Gas an der EEX in Leipzig teurer. Dieser steigende Marktpreis wirkt sich aber gleichzeitig auch dämpfend auf die EEG-Umlage aus. Aktuelle Termingeschäfte an der Strombörse zeigen für 2020 eine Steigerung der Großhandelspreise um rund 0,4 Cent pro Kilowattstunde an.

Der CO2-Preis beträgt inzwischen 27 Euro pro Tonne, womit die Reformen im ETS fruchten. Durch einen Überschuss an Zertifikaten stagnierte der CO2-Preis zuvor jahrelang. Aufgrund des steigenden Börsenstrompreises werden Erneuerbare-Energien-Anlagen 2020 höhere Erlöse am Strommarkt erzielen. Dementsprechend sinken die Förderkosten für die Anlagen.

Ökostrom-Förderung steigt aus zwei Gründen

Der leichte Anstieg der EEG-UMlage ist auf zwei Gründe zurückzuführen: Einerseits kommen die Vergütungen von neuen Offshore-Windkraftanlagen dazu: Bis 2020 soll ihre Leistung von 6,4 auf 7,8 Gigawatt wachsen. Andererseits gehen die Überschüsse auf dem EEG-Konto zurück. Der Kontostand wird mit 2,17 Milliarden Euro zum Berechnungsstichtag nach aktueller Schätzung um 1,5 Milliarden Euro niedriger ausfallen als im Vorjahr. Die Rückerstattungen aus dem Überschuss in Form einer sinkende EEG-Umlage fallen demzufolge niedriger aus.

Ökostrom-Förderung erreicht 2021 den Kostengipfel

Nach dem leichten Anstieg der EEG-Umlage im nächsten Jahr wird diese 2021 vermutlich letztmalig erhöht. Den Zahlen von Agora Energiewende zufolge könnte die EEG-Umlage im Jahr 2021 mit sieben Cent den Kostengipfel erreichen. Der Grund: Danach fallen schrittweise die kostenintensiven Anlagen der ersten Generation heraus.

Die EEG-Prognose von Agora Energiewende wurde mit dem aktualisierten EEG-Rechner des Thinktanks gestellt. Dieses Rechenmodell gibt für 2020 einen Wert von 6,57 Cent pro Kilowattstunde aus. Weil etliche Eingangsparameter noch mit kleinen Unsicherheiten behaftet sind, wird die tatsächliche EEG-Umlage voraussichtlich leicht davon abweichen. Deshalb gibt Agora Energiewende stets eine Bandbreite bei EEG-Prognosen an. Offiziell wird die Höhe der EEG-Umlage am 15. Oktober von den vier Betreibern der Stromübertragungsnetze bekanntgegeben.

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