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Siemens Gamesa stellt erste 10-MW-Turbine für Offshore-Windkraft vor

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Siemens Gamesa will damit die jährliche Energieproduktion um 30 Prozent steigern.

In der Offshore-Windkraft gibt es wieder einen bedeutenden Fortschritt: Siemens Gamesa hat die erste 10-Megawatt-Turbine vorgestellt, die einen Rotordurchmesser von 193 Metern hat. Der erste Prototyp soll 2019 errichtet werden – anschließend wird die gigantische Turbine bis 2022 in den Markt eingeführt.

Um eine Vorstellung zu bekommen, was eine solche Offshore-Turbine, installiert vor der Küste, leisten kann: 20 dieser Windturbinen von Siemens Gamesa Renewable Energy (SGRE) können den jährlichen Stromverbrauch einer mittelgroßen Stadt wie Liverpool decken. Die jährliche Energieerzeugung einer SG 10.0-193 DD reicht aus, um rund 10.000 europäischer Haushalte mit Strom zu versorgen. Weiterhin soll der Einsatz der neuen Turbine auch zu höherer Rentabilität führen und damit zu geringerem Risiko für die Investoren führen.

Die Windturbine SG 10.0-193 DD nutzt die sogenannte Direktantriebstechnologie von Siemens Gamesa, die bereits in früheren Modellen zum Einsatz kam. Die Rotorblätter sind 94 Meter lang und haben eine Fläche von 29.300 Quadratmetern. Siemens Gamesa setzt auf bereits bewährte Technologien, hat diese aber noch größer gemacht, um noch mehr Energie auf dem offenen Meer ernten zu können.

Die Stromgestehungskosten für Offshore-Wind sinken weiter da die Industrie wächst und ihre Leistungskraft steigert. Weltweit entwickeln sich neue Märkte, die langfristig allesamt kostengünstige, zuverlässige und saubere Energie benötigen

Andreas Nauen, Siemens Gamesa

Siemens Gamesa ist seit dem Zusammenschluss führend im Bereich Offshore-Windkraft. Die bislang installierte Leistung liegt bei 12,5 Gigawatt – das entspricht mehr als 3.100 Offshore-Turbinen, die im Betrieb sind. Die Erfahrung des Anbieters reicht bis in Jahr 1991 zurück, als Siemens Gamesa den weltweit ersten Offshore-Windpark errichtete.

Jetzt arbeitet das Windkraftunternehmen mit Hauptsitz in Spanien daran, die Stromgestehungskosten für Windkraft auf dem Meer weiter zu reduzieren. Die Offshore-Windenergie hat großes Potenzial, es bestehen aber zumindest in den norddeutschen Windparks Schwierigkeiten, diese an das Stromnetz an der Küste anzuschließen. Es kursieren auch Ideen, direkt auf dem Meer Wasserstoff zu produzieren, um den Transport der Energie einfacher zu machen.

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