Subitec macht Fortschritte bei Biokraftstoff aus Algen

Südzucker AG, Subitec GmbH und Fraunhofer starten Forschungsprojekt „Bioraffinerie auf Basis kohlenhydratreicher Algenbiomasse, Nutzung von Stärke und Protein"

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Wo kommt der Biosprit der Zukunft her? „Aus Algen“ lautet häufig die Antwort, doch von vielen Algen-Projekten hört man beim Start viel und danach nichts mehr. Anders verhält es sich mit dem Konzept, das die Subitec GmbH vorantreibt. Jetzt hat das Portfolio-Unternehmen des Hightech-Gründerfonds einen bedeutenden Fortschritt erreicht.

SAMSUNG DIGITAL CAMERA26. Januar 2014. Algen versprechen nachhaltigen Umweltschutz. Das beweist der erfolgreiche Start der jüngsten Pilotanlage der Subitec GmbH. Die Photobioreaktoren ermöglichen die schadstofffreie Produktion von Algenbiomasse zur Erzeugung von Biokraftstoff. Zugleich werden Komponenten aus der Algenbiomasse extrahiert, die in der Lebens- und Futtermittelproduktion eingesetzt werden können. Der zusätzliche ökologische Mehrwert: Zur Kultivierung der Algen werden industrielle CO2-Abgase eingesetzt.

Im Forschungsvorhaben „Bioraffinerie auf Basis kohlenhydratreicher Algenbiomasse, Nutzung von Stärke und Protein“ führen die Kooperationspartner CropEnergies AG, Fraunhofer IGB (Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik) und Subitec GmbH ein Projekt zur Erzeugung stärkehaltiger Algenbiomasse in geschlossenen Photobioreaktoren durch. Am Standort Zeitz wurde im Auftrag der Südzucker AG eine Algenkultivierungsanlage der Firma Subitec GmbH errichtet.

Es soll die Nutzung der Hauptkomponente Stärke für die Produktion von Ethanol erforscht werden. Zusätzlich wird die Wertigkeit des Algenproteins u.a. als Nährmedienkomponente bei der Ethanolproduktion auf Basis von Getreidestärke bestimmt. Die Reststoffe aus der Ethanolfermentation sollen zu Biogas vergoren werden, einem Bioenergieträger, der bei der anaeroben Vergärung organischer Masse entsteht. Aufgrund seiner Nettoenergieausbeute ist das so produzierte Biogas eine nachhaltige Alternative, um die Abhängigkeit von knapper werdendem Erdöl sowie den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid zu verringern.

Seit der Inbetriebnahme der Freilandanlage im Juni 2014 werden auf einer Fläche von 160 m2 vier Reihen mit jeweils sechs Reaktoren à 180 Liter mit einem Gesamtvolumen von 4,30 Kubikmeter betrieben.
Die Laufzeit für dieses vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMEL) geförderten Kooperationsprojekts ist zunächst bis Oktober 2015 festgelegt.

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