Neuer Standard der Wäschetrockner: Wärmepumpentrockner im Test

Wärmepumpentrockner schneiden im Alltagstest der Stiftung Warentest 2014 gut ab / Energieeffizienz und Geld sparen im Einklang mit der Umwelt

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Der Kauf eines Wäschetrockners mit Wärmepumpe rentiert sich vor allem für Familien. Dies ergab ein aktueller Vergleich der Stiftung Warentest. Das Unternehmen hat elf Wärmepumpentrockner und drei Wäschetrockner ohne Wärmepumpe unter die Lupe genommen und verschiedene Parameter, wie Anschaffungskosten, Stromverbrauch, Trocknungsdauer und Reinigungsaufwand der Geräte, miteinander verglichen. Ein Fazit: Wärmepumpentrockner haben zwar einen höheren Kaufpreis, benötigen aber nur halb so viel Energie wie herkömmliche Kondensationstrockner und schonen gleichzeitig die Umwelt. In Zeiten steigender Strompreise ein entscheidendes Kriterium.

5. September 2014. Dass Wärmepumpentrockner in der Anschaffung teurer sind als ihre pumpenlosen Pendants, ist nicht neu. Die elf getesteten Geräte verschiedener Hersteller hatten einen Kaufpreis zwischen 500 und 995 Euro. Dagegen waren die Trockner ohne Pumpe bereits ab 405 Euro zu haben. Wärmepumpentrockner zeigten ihre Vorzüge hingegen in ihrem deutlich niedrigeren Energieverbrauch.
Wärmepumpentrockner lohnen sich – besonders für Mehrpersonen-Haushalte.

Am Beispiel von zwei vergleichbaren Geräten (eines mit und eines ohne Wärmepumpe) hat die Stiftung Warentest die theoretisch anfallenden Gesamtkosten in zehn Jahren berechnet. Gestaffelt wurde nach Single, Kleinfamilie und Großfamilie. Die Einzelperson trocknet für gewöhnlich nur eine bis zwei halbe Ladungen Wäsche – etwa fünf Kilogramm pro Woche. Die Kleinfamilie kommt im Schnitt auf zwei bis drei Trocknungen pro Woche – mit jeweils fast voller Trommel. Das entspricht ca. elf Kilogramm Wäsche.

test 9-2014 Wäschetrockner

Neuer Standard der Wäschetrockner: Wärmepumpentrockner (Bildquelle: Stiftung Warentest)

Test: Wärmepumpentrockner für Viel-Wäscher geeignet

Der in der Regel voll beladene Trockner der Großfamilie wird noch öfter in Gang gesetzt und trocknet wöchentlich etwa 16 Kilogramm Wäsche. Das Ergebnis der Stiftung Warentest: Nur der Single würde mit einem Gerät ohne Wärmepumpe sparen – allerdings lediglich vier Euro pro Jahr – vorausgesetzt die Strompreise stagnieren. Haushalte, die mindestens zwei bis dreimal pro Woche Wäsche trocknen, sparen mit Wärmepumpentechnologie zwischen 21 und 41 Euro im Jahr – bei steigenden Strompreisen entsprechend mehr. Als Sieger aus dem Test ging der Wärmepumpentrockner AEG T77684EIH hervor, der mit 999 Euro Anschaffungskosten allerdings auch der teuerste war (siehe Preisvergleich ganz unten).

Energie sparen mit Wärmepumpentrocknern

Vorteil – Energie sparen: Der entscheidende Vorteil der Wärmepumpentrockner ist der äußerst sparsame Energieverbrauch. Ein bis zwei Kilowattstunden Strom reichen für acht Kilogramm schranktrockene Wäsche. Die getesteten Geräte ohne Wärmepumpe verbrauchten im Vergleich doppelt bis dreimal so viel Strom.

Nachteil – Anschaffungskosten: Wärmepumpentrockner kosten zwischen 500 und 1000 Euro. Kondensationstrockner sind dagegen bereits ab 400 Euro zu haben.

Nachteil – Reinigung: Nach jedem Trocknungsgang muss das Flusensieb gereinigt werden – bei einigen getesteten Geräten erwies sich das als sehr mühsam. Es empfiehlt sich deshalb, einen Wärmepumpentrockner zu kaufen, der seinen Wärmetauscher selbst mithilfe des Kondenswassers reinigt.

Vorteil – Umwelt schonen: Wärmepumpentrockner besitzen aus ökologischer Sicht den großen Pluspunkt, dass die zum Trocknen benötigte Wärme nicht aus dem Gerät geleitet wird, sondern immer wieder genutzt werden kann.

Weitere Vor- und Nachteile der Wärmepumpentrockner haben wir hier beschrieben. Der vollständige Wäschetrockner-Test der Stiftung Warentest kann unter www.test.de/waeschetrockner kostenpflichtig heruntergeladen werden.

Der Test-Sieger AEG T77684EIH im Preischeck:

8 Kommentare

  • Sehr schön dagestellt eine Anschaffung ist aufjedenfall eine überlegung wert. Unsere Trockner geht auch bald kaputt. Ich werde mir dann bestimmt ein Wärmepumpentrockner kaufen.

  • Die Grafik zeigt sehr gut, wie es aussieht. Es gibt auf jeden Fall nicht den einen Trockner der für jeden passt. Man muss da schon genau schauen, wieviel Wäsche man wirklich hat.
    Wir haben uns für einen Wärmepumpentrockner entschieden, da dieser wirklich deutlich sparsamer ist. Man muss beim Kauf halt in den sauren Apfel beissen, da dieser meist teurer in der Anschaffung ist.
    Aber im späteren Verlauf lohnt sich das auf jeden Fall!
    Beste Grüße
    Julia

  • Jahrelang hatten meine Eltern diesen scheußlich lauten Ablufttrockner bei sich stehen.
    Der ist ihnen dann vor einem Jahr eingangen. Daher musste ein neuer her, selbstverständlich ein Wärmepumpentrockner A+++, das redete ich ihnen ein. Effektiv geld sparen und so.. nene daran glaubten sie nicht.

    Heute glauben sie es, weil im Jahr ein paar hundert Euro mehr am Konto sind. Wie viel genau, wollen sie mir nicht sagen. Vermutlich aus scham, dass sie nicht schon viel früher umgestiegen sind 🙂 Jedenfalls sind diese Wärmepumpentrockner mit dem A+++ Label das wohl sparsamste was man kriegen kann.

    Danke für die Infos!

  • Wir leben in einem 4 Personen Haushalt und haben uns, nachdem unser alter Wäschetrockner nach 10 Jahren im Betrieb den Geist aufgab, nun auch für einen Wäschetrockner mit einer Wärmepumpe entschieden. Wir haben ihn etwas günstiger als Gebrauchtgerät gekauft. Wenn dieser Trockner auch seine 10 Jahre durchhält, sollte sich die Anschaffung gelohnt haben. Bisher sind wir mit dem Gerät sehr zufrieden.

  • Die Grafik zeigt sehr schön, worauf es beim kauf ankommt. Es gibt eben nicht DEN besten Trockner für alle. man muss die Haushaltsgröße und das Wäscheaufkommen erst einmal genauer analysieren um entscheiden zu können, ob sich ein Trockner mit Wärmepumpe oder Kondenstechnik eher lohnt. Dennoch geht der Trend klar in Richtung Wärmepumpentrockner, da auch hier die Technik immmer günstiger wird.

    Schöne Grüße,
    Mark

  • Sehr schöne Grafik. Eine Anschaffung lohnt sich auf jeden Fall, im Internet gibt es dazu ein paar gute Rechner und da sieht man sehr schnell das man hier jede Menge Geld sparen kann, gerade bei steigenden Strompreisen ist die Anschaffung schnell relativiert.

    Lg

  • Peter Ladbergen

    Wir sind ein 2-Personen-Haushalt. Nach 5 Jahren haben wir uns einen neuen hochpreisigen Wäschetrockner mit Wärmepumpe gekauft. Wir waschen pro Woche 4x halbe Füllungen an Wäsche. Der Trockenvorgang dauerte bei unserem alten Gerät jeweils 2 Stunden, meist waren „dicke Teile“ noch feucht und bedurften einer weiteren Nachtrockung. Nach dem Kauf des neuen Trockners stellten wir fest, dass die Wäsche sortiert werden muss (schnelltrockend usw.), meist brauchten wir 2-3 Trockungsgänge je Waschmaschinenfüllung und die Wäsche war oft zerknittert. Nervig. Der Kundendienst der Herstellerfirma hat bestätigt, dass alle „Parabel“ stimmen, er hat selbst gewaschen und festgestellt, viele Teile der Wäsche sind zerknittert. Folge war, dass wir einen genauso hohen Bügelwäscheanteil hatten wie früher.–Die Herstellerfirma hat das Gerät zurückgenommen und wir haben uns von der gleichen Marke ein konventionelles Gerät gekauft. Ergebnis: Die gesamte Waschladung in den Trockner einfüllen, auf „automatisch“ stellen und spätestens in 30 Minuten ist a l l e s trocken! Nebeneffekt: 90% der Wäsche muss nicht mehr gebügelt werden. Deutliche Zeitersparnis dadurch und auch beim Bügelautomaten-Stromverbrauch. Nur zu empfehlen! Nicht alles glauben, was EU-Vorschriften-Monsterfiguren und Hersteller
    erzählen. Sie leben dadurch gesünder, weil wir uns sich eine Menge Aufregung und Arbeit ersparen!

  • Unser Trockner ( Kondens ) läuft fast täglich und ist neben dem Durchlauferhitzer wohl der größte Energieverschwender. Einsparungen bei den Stromkosten von über 50% machen mir die Entscheidung bei der anstehenden Neuanschaffung sehr leicht. Es wird wohl keine 10 Jahre dauern bis der höhere Kaufpreis wieder eingetrocknet ist.

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