Verlockende Aussichten: Der Lithium-Rausch als Schlüssel zur Verkehrswende

Woher kommt das Lithium für Elektroautos, und welchen Preis zahlen wir dafür? Das weiße Metall ist der unverzichtbare Rohstoff der Energiewende - und gleichzeitig Symbol für alles, was an ihr noch nicht stimmt: riesiger Wasserverbrauch beim Abbau, fast vollständige Abhängigkeit von chinesischen Raffinierkapazitäten, und ein Preisverfall, der ganze Projekte ins Wanken gebracht hat. Aber es gibt gute Nachrichten - auch aus Deutschland.

Das Wichtigste in Kürze

  • Lithium ist das leichteste aller Metalle und hat das niedrigste Elektrodenpotential - deshalb ist es für Hochleistungsbatterien bisher unersetzbar.
  • Weltweite Reserven: 30 Mio. t, Ressourcen: 115 Mio. t (USGS 2025) - Knappheit ist vorerst nicht das Problem, wohl aber die Verarbeitungshoheit Chinas.
  • Deutschland hat nachweisbare Lithiumvorkommen: Vulcan Energy fördert bereits in Landau, Neptune Energy hat 43 Mio. t LCE im Altmark-Becken nachgewiesen.
  • Der Lithiumpreis ist seit dem Höchststand 2022 um über 85 Prozent gefallen - von 71.000 auf unter 10.000 US-Dollar pro Tonne.

Was ist Lithium - Leichtmetall mit außergewöhnlichen Eigenschaften

Lithium ist ein silberweißes Leichtmetall mit der Ordnungszahl 3 - das leichteste aller Metalle und das zweitleichteste Element nach Wasserstoff. Mit einer Dichte von nur 0,534 g/cm³ wäre es theoretisch leichter als Wasser. Es schmilzt bei 180,5 °C und siedet erst bei 1342 °C; an Luft überzieht sich die silberne Oberfläche schnell mit einer grauen Oxidschicht.

Chemisch gehört es zu den Alkalimetallen und ist unter ihnen das reaktivste: Es gibt Elektronen bereitwillig ab, bildet positiv geladene Li⁺-Ionen und reagiert heftig mit Wasser. Beim Verbrennen erzeugen Lithiumverbindungen eine charakteristische karminrote Flamme. Wegen dieser Reaktivität wird das Metall stets unter Schutzgas (Argon) oder in Mineralöl gelagert - Kontakt mit Luft oder Feuchtigkeit erzeugt Brände und schwere Verätzungen.


Was Lithium für Batterien einzigartig macht, ist das niedrigste Standard-Elektrodenpotential aller Elemente. Diese elektrochemische Eigenschaft - kombiniert mit hoher spezifischer Wärmekapazität und guter elektrischer Leitfähigkeit - ergibt eine Energiedichte, die kein anderes leichtes Metall erreicht. Der Name kommt vom griechischen Lithos (Stein), weil Arfwedson das Element 1817 in Mineralien entdeckte.

In der Natur kommt Lithium nicht elementar vor, sondern gebunden in Mineralien wie Spodumen, Lepidolith und Petalit sowie in den Solen unterirdischer Salzseen Südamerikas. Die Bezeichnung "weißes Gold" spiegelt wider, dass es einer der wichtigsten Industrierohstoffe des 21. Jahrhunderts geworden ist - nicht nur für Batterien, sondern auch in der Medizin (Behandlung bipolarer Störungen), der Glas- und Keramikindustrie und als Schmiermittelzusatz.

Weißes Gold für Elektroautos: Schlüssel zur Leistungsfähigkeit?

Ein Lithium-Ionen-Akku besteht im Kern aus drei Komponenten: einer Kathode (häufig aus Li-Kobalt-Oxid oder Li-Eisen-Phosphat), einer Graphit-Anode und einem leitfähigen Elektrolyten, der den Ionenfluss zwischen beiden ermöglicht. Beim Laden wandern Li-Ionen von der Kathode zur Anode - beim Entladen zurück. Dieser Prozess kann Tausende Male wiederholt werden, bevor die Kapazität merklich nachlässt.

Für Elektroautos sind drei Eigenschaften entscheidend: Lithium speichert viel Energie auf kleinem Raum, reduziert als leichtestes Metall das Fahrzeuggewicht, und ermöglicht vergleichsweise schnelles Laden. Diese Kombination hat konkurrierende Batterietypen wie Nickel-Metallhydrid bisher unerreicht gelassen. Eine typische 60-kWh-Batterie enthält je nach Zellchemie 8 bis 15 Kilogramm Lithium - bei LFP-Zellen am unteren Ende, bei NMC am oberen.

Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte der Lithiumgewinnung

Die ökologischen Kosten der Lithiumgewinnung sind erheblich - und je nach Abbaumethode sehr unterschiedlich. In den Salzseen Chiles und Argentiniens verdampfen für eine Tonne Lithium bis zu zwei Millionen Liter Wasser in flachen Verdunstungsbecken. Das führt in ohnehin trockenen Hochgebirgsregionen zu Wasserknappheit und Konflikten mit indigenen Gemeinden, die auf dieselben Grundwasserreservoirs angewiesen sind. Hinzu kommen Chemikalien aus der Verarbeitung, die Böden und Grundwasser belasten können.

Der australische Hartgestein-Abbau hat andere Probleme: Das "Rösten" von Spodumen-Erz ist energieintensiv und läuft bislang meist mit fossilen Brennstoffen. Tagebaue hinterlassen tiefe Wunden in der Landschaft, deren Renaturierung Jahrzehnte dauert. Auch die Batterieproduktion selbst ist nicht emissionsfrei: Die Fertigung ist stromintensiv, und Kobalt als Nebenrohstoff kommt zu einem guten Teil aus dem Kongo, wo die Arbeitsbedingungen im Kleinbergbau mangelhaft sind.

Der vielversprechendste Ausweg heißt Direkte Lithiumextraktion (DLE): Das Verfahren filtert Lithium selektiv aus Solen oder Thermalwässern, ohne monatelange Verdampfung. Daneben rückt das Batterierecycling als zweite Rohstoffquelle in den Fokus - moderne Verfahren gewinnen 80 bis 95 Prozent des Lithiums aus Altbatterien zurück. Unternehmen wie EnergyX und Lilac Solutions entwickeln DLE weiter; in Deutschland setzt Vulcan Energy bereits auf diese Methode.

Wie lange reichen die weltweiten Reserven?

Lithium-Knappheit ist vorerst kein realistisches Szenario. Laut USGS Mineral Commodity Summaries 2025 lagen die weltweiten Reserven bei rund 30 Millionen Tonnen; die gemessenen Ressourcen haben sich durch neue Explorationen auf etwa 115 Millionen Tonnen erhöht. Australien verfügt mit 57 Millionen Tonnen über die größten Reserven, gefolgt von Chile (9,3 Mio. t) und Argentinien (4 Mio. t). Die weltweite Förderung erreichte 2024 rund 240.000 Tonnen - bei den vorhandenen Ressourcen eine überschaubare Entnahmerate.

Lithium-Abbau: Drei Methoden im Vergleich

Die Gewinnung läuft heute auf zwei etablierten Wegen: Hartgestein-Abbau (Spodumen) in Australien und Kanada sowie Sole-Verdampfung in Südamerika. Als dritter Weg kommt DLE zunehmend hinzu - besonders relevant für Europa, wo keine klassischen Salzseen existieren, aber geothermale Thermalwässer Li-haltige Solen führen.

MerkmalHartgestein (Spodumen)Sole-VerdampfungDirekte Lithiumextraktion (DLE)
HauptstandorteAustralien, Kanada, ZimbabweChile, Argentinien, BolivienArgentinien, USA, Deutschland (Rheingraben)
WasserverbrauchHoch (Bergbau und Röstung)Sehr hoch (bis 2 Mio. Liter/t Li)Gering (selektive Extraktion)
CO2-FußabdruckHoch (Röstprozess, fossile Energie)Mittel (lange Verdampfungszeiten)Niedrig bis neutral (bei Geothermie)
WirtschaftlichkeitEtabliert, gut skaliertNiedrige ProduktionskostenNoch in der Skalierungsphase
Deutsche RelevanzKeine VorkommenKeine VorkommenOberrheingraben (Vulcan Energy)

Der Wissenschaftler Tom Bötticher fasst die Thematik Lithium für Elektroautos in diesem Video zusammen:

Europäische Ambitionen: Weißes Gold aus Portugal?

Auch in Europa gibt es Li-Vorkommen, insbesondere in Portugal. Die EU unterstützt den Ausbau der dortigen Li-Produktion, doch das Projekt "Mina do Barroso" stößt auf Widerstand von Umweltschützern, die negative Auswirkungen auf Landschaft und Wasser befürchten.

Die China-Frage: Bergbau vs. Verarbeitung

China dominiert nicht nur den Bergbau, sondern vor allem die Verarbeitung der Schlüsselrohstoffe für die Energiewende. Über 60 Prozent der weltweiten Lithium-Raffination laufen durch chinesische Anlagen; bei Seltenen Erden liegt der Raffinations-Anteil sogar bei rund 91 Prozent (IEA Critical Minerals Report 2024). Die eigentliche Engstelle in der Lieferkette ist damit nicht der Bergbau, sondern die Verarbeitung.

Der EU Critical Raw Materials Act (CRMA) setzt genau hier an: Bis 2030 sollen mindestens 40 Prozent des EU-Bedarfs an kritischen Rohstoffen in Europa verarbeitet werden - und kein einzelnes Drittland darf mehr als 65 Prozent eines kritischen Rohstoffs liefern. Deutschland deckt seinen Lithiumbedarf heute zu fast 100 Prozent durch Importe. Zwar weist das USGS für Deutschland Lithiumressourcen von 4 Millionen Tonnen aus, doch zwischen Ressource und Produktion liegt noch ein langer Weg.

Fossile Abhängigkeit ist ein Dauerstrom: Jeder Tanker und jede Pipelinelieferung muss neu bezahlt werden. Mineralische Abhängigkeit dagegen ist ein Einmalvorgang - was einmal verbaut ist, bleibt im Wirtschaftskreislauf und kann recycelt werden. Das ist der entscheidende strukturelle Unterschied zwischen dem alten Energiesystem und dem neuen.

Filterung des Elements aus Grubenwasser?

Eine weitere Möglichkeit, Lithiumsalze zu gewinnen, eröffnet das Grubenwasser stillgelegter Bergwerke. Forscher vom Leibniz-Institut für Neue Materialien nutzen dafür das Prinzip einer Batteriezelle: Das Wasser wird durch eine Zelle mit Plus- und Minuspol geleitet, Lithium- und Chlor-Ionen sammeln sich an den Elektroden, alles andere fließt weiter. Im Saarland werden jährlich 18 Millionen Kubikmeter Grubenwasser abgepumpt - das theoretische Li-Gewinnungspotenzial liegt bei 30 bis 900 Tonnen jährlich. Wirtschaftlichkeit und Skalierbarkeit sind allerdings noch nicht belegt.

Zero Carbon Lithium und deutsche Vorkommen

Im Oberrheingraben hat Vulcan Energy Resources bereits mit der Gewinnung begonnen: Das Unternehmen extrahiert Zero Carbon Lithium aus geothermalen Thermalwässern in Landau. Das Projekt Lionheart ist vollständig finanziert (2,2 Milliarden Euro) und soll Europa mit einem der ersten kommerziell skalierten DLE-Projekte versorgen. Der Standort Deutschland hat dabei einen strukturellen Vorteil: Die Vergütung für geothermische Energie von 25 Cent pro Kilowattstunde erleichtert die Wirtschaftlichkeit erheblich, und das Gesetz zur Beschleunigung der Geothermie hat zuletzt günstigere Rahmenbedingungen geschaffen.

Im Norden Deutschlands hat Neptune Energy im Altmark-Becken (Sachsen-Anhalt) eine Ressource von 43 Millionen Tonnen Lithiumkarbonatäquivalent (LCE) nachgewiesen - zertifiziert von Sproule ERCE nach dem internationalen NI-43-101-Standard (August 2025). Geplant ist eine Jahresförderung von bis zu 25.000 Tonnen LCE, was Batterien für rund 500.000 Elektroautos jährlich ermöglichen würde. Wichtig: Eine nachgewiesene Ressource ist nicht dasselbe wie eine Reserve - nur ein Teil davon ist wirtschaftlich förderbar, und die Erschließung steht noch am Anfang.

Als weiteres deutsches Vorkommen ist Zinnwald im Erzgebirge erwähnenswert, wo Lithiumglimmer lagert - ein anderes mineralisches Trägergestein als Spodumen oder Thermalwasser. Der Fokus der europäischen Erschließung liegt derzeit auf dem Oberrheingraben, weil dort die bestehende Geothermie-Infrastruktur den Einstieg wirtschaftlicher macht.

Als theoretische Alternative zu Lithium gilt Silizium, das in Anoden der nächsten Generation verwendet werden soll. Bislang verspröden Silizium-Anoden jedoch zu schnell, und eine skalierbare Lösung ist noch nicht in Sicht - obwohl viele Cleantech-Unternehmen intensiv daran arbeiten.

Boom: Explodierende Nachfrage befeuert Elektromobilität

Die Nachfrage nach Lithium wächst weiter, während die Preise seit ihrem Höchststand drastisch gefallen sind. Laut IEA könnte sich der globale Bedarf bis 2030 vervierfachen, angetrieben durch Elektromobilität und stationäre Energiespeicher. Gleichzeitig hat ein Überangebot nach dem Boom-Jahr 2022 den Lithiumkarbonat-Preis von über 71.000 US-Dollar pro Tonne auf unter 10.000 US-Dollar Ende 2024 gedrückt (USGS 2025). Das macht viele neue Projekte unrentabel - bremst aber langfristig den Übergang zur Elektromobilität nicht.

Weltweite Nachfrage nach Lithium-Ionen-Batterien wird 2030 über 3.100 GWh erreichen

Li-Ion-Batterien sind nicht nur das Herzstück von Elektroautos, sondern finden auch in der Energiespeicherung und Unterhaltungselektronik Anwendung. China ist mit Abstand der größte Verbraucher, doch Europa und die USA holen auf - und wollen dabei die Rohstoffabhängigkeit von China parallel reduzieren. Das ist der Kern des geopolitischen Drucks, der hinter dem EU Critical Raw Materials Act steht.

Lithium ist das weiße Gold mit schwarzem Fleck - aber die Fördermethoden werden besser, umweltfreundlicher und preiswerter. Und das Recycling wird rasant an Bedeutung gewinnen: Was heute noch als Abfall gilt, ist morgen Rohstoff. Damit rückt Lithium für Elektroautos der sauberen Lösung näher - langsam, aber sicher.

Wer in Lithium-Unternehmen investieren möchte, findet auf Cleanthinking eine Übersicht der wichtigsten Lithium-Aktien.

Häufige Fragen zu Lithium

Was ist Lithium und warum ist es so wichtig für E-Autos?

Lithium ist ein silberweißes Leichtmetall (Ordnungszahl 3) mit dem niedrigsten Standard-Elektrodenpotential aller Elemente. Diese Eigenschaft macht es zum idealen Kathodenmaterial für Hochleistungsbatterien. Ohne Lithium-Ionen-Akkus wären die heute üblichen Reichweiten von 300 bis 700 Kilometern bei Elektroautos nicht erreichbar.

Wie viel Lithium wird für eine E-Auto-Batterie benötigt?

Eine typische Elektroauto-Batterie mit 60 kWh enthält je nach Zellchemie rund 8 bis 15 Kilogramm Lithium in Form von Lithiumkarbonat oder Lithiumhydroxid. Bei LFP-Zellen (Lithium-Eisen-Phosphat) liegt der Bedarf am unteren Ende, bei NMC-Zellen mit höherer Energiedichte am oberen.

Woher kommt das Lithium für deutsche E-Autos?

Deutschland bezieht Lithium fast vollständig aus dem Ausland. Die wichtigsten Lieferländer sind Chile und Argentinien; die Raffination läuft zu über 60 Prozent durch China. Der EU Critical Raw Materials Act soll diese Abhängigkeit bis 2030 verringern.

Gibt es Lithium in Deutschland?

Ja. Deutschland verfügt über Lithiumressourcen von rund 4 Millionen Tonnen (USGS 2025). Im Oberrheingraben gewinnt Vulcan Energy Resources bereits Zero Carbon Lithium aus Thermalwässern in Landau. Im Altmark-Becken (Sachsen-Anhalt) hat Neptune Energy eine Ressource von 43 Millionen Tonnen LCE nachgewiesen. Im Erzgebirge (Zinnwald) lagert Lithiumglimmer.

Wie nachhaltig ist die Lithiumgewinnung?

Das hängt stark von der Methode ab. Die Sole-Verdampfung in südamerikanischen Salzseen verbraucht bis zu zwei Millionen Liter Wasser pro Tonne Lithium. Der australische Hartgestein-Abbau erzeugt hohe CO2-Emissionen durch den Röstprozess. Die Direkte Lithiumextraktion (DLE) gilt als deutlich schonender, ist aber noch nicht überall im kommerziellen Maßstab verfügbar.

Was ist Direkte Lithiumextraktion (DLE)?

Bei der Direkten Lithiumextraktion wird Lithium selektiv aus Solen oder Thermalwässern herausgefiltert, ohne dass das Wasser über Monate in Becken verdunstet. Das Verfahren benötigt erheblich weniger Fläche und Wasser als die klassische Sole-Verdampfung. Unternehmen wie EnergyX, Lilac Solutions und Vulcan Energy setzen auf diese Methode.

Wie wird Lithium recycelt?

Beim Lithium-Recycling gibt es zwei Hauptverfahren: das hydrometallurgische (Auflösen in Säuren, selektives Ausfällen) und das pyrometallurgische (Einschmelzen). Beide gewinnen Lithium, Kobalt, Nickel und Mangan zurück. Die Rückgewinnungsraten für Lithium liegen heute bei 80 bis 95 Prozent.

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Quellen

  1. Jaskula, B.W. (2025): "Lithium", in: Mineral Commodity Summaries 2025, USGS, Januar 2025.
  2. International Energy Agency (2024): "Global Critical Minerals Outlook 2024", IEA, Paris.
  3. Deutsche Rohstoffagentur (DERA) (2024): Rohstoffinformationen zu Lithium, BGR, Hannover.
  4. Sproule ERCE (2025): Ressourcenschätzung Altmark-Becken, Neptune Energy, NI-43-101-Standard, August 2025.
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M. DeMille meint ein Unternehmen in Karlsruhe, dass Preußisch-Weiß bzw. Preußisch-Weiß-Kathoden produziert und vertreibt. Die stellen keine Natrium-Batterien her, sondern Kathoden für diese Batterien.
Es ist einfach dreist, im Kommentar etwas mehr Realität zu fordern, aber selbst nicht in der Lage zu sein, zwischen Batterie und Batteriekomponenten zu unterscheiden.

Dann möchte ich hinweisen, dass mit einem Geothermiekraftwerk man Wärme nach oben holen und zum Heizen oder auch zur Stromerzeugung verwenden kann. Die Stadt Landau könnte perspektivisch den Wärmebedarf im gesamten Stadtgebiet decken (Stadt Landau, Pressemitteilung „Wärmewende in Landau…“ vom 07.06.2023).
Zweitens möchte hinweisen, dass eine zentrale Lithium-Aufbereitung in Frankfurt einige Vorteile bietet, wenn das mit Lithiumchlorid angereicherte Wasser aus mehreren Geothermiekraftwerken geliefert wird.
Das „Produkt“ Lithiumhydroxid wird an die Abnehmer (Batterieproduzenten, Autobauer,…) geliefert.
Das „Produkt“ Wasser, ohne Lithiumanteile, wird zurück zum Geothermiekraftwerk geliefert und in das Erdreich eingebracht.
Drittens möchte ich hinweisen, dass die Elektromobilität auch den LKW mit einbezieht.

Dann möchte ich darauf hinweisen, dass der Energieverbrauch bei der Gewinnung von Li aus dem Tiefenwasser auch mit Energieverbrauch verbunden ist und zwar ist dieser mit 55% nicht unerheblich. Zweitens möchte ich fragen, warum man vor hat das Wasser aus der Pfalz in eine Anlage in Frankfurt zu bringen und dort aufbereiten zu lassen. Das „Produkt“ wird dann wieder von Frankfurt, wahrscheinlich in Tanklaster in die Pfalz nach Insheim oder Landau zurück gebracht. Auch nicht ohne CO2 Abdruck. Drittens möchte ich fragen, ob die Herren schon davon gehört haben, dass sich in Karlsruhe eine Firma etabliert hat, die Batterien ohne Li herstellt. Ein bisschen mehr Realität bei den zahlreichen, überbordernden Aussagen wäre schon angesagt.

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