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‚FTD‘: 20 Mio. von SAP-Gründer für Energiespeicher von Younicos

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Teststand auf der Azoreninsel Graziosa Younicos
Teststand von Younicos auf der Azoreninsel Graziosa

Cleantech & Energie News / Berlin. Wie die Financial Times Deutschland heute berichtet, hat Klaus Tschira, SAP-Mitgründer, mit seiner Investmentgesellschft Aeris Capital 27,5 Prozent der Anteile am Berliner CleanTech-Unternehmen Younicos übernommen. Investitionssumme: 20 Mio. Euro. Younicos entwickelt Batterien ganz unterschiedlicher Größe – vom Energiespeicher für den Büro-Schreibtisch bis zum Riesenspeicher zur Ergänzung von Wind- und Sonnenstrom.

Das Engagement von Klaus Tschira zeigt, dass sich die Energie- und Stromspeicher-Problematik zu einem Megatrend im angelaufenen Jahr 2012 im Bereich Cleantech entwickeln wird. Viele Veranstaltungen beschäftigen sich mit der Thematik, die eine typische Cleantech-Thematik ist: Denn das Know-How, das in die Energiespeicher einfliesst, kommt aus unterschiedlichen Branchen wir der Chemiebranche und der Energiebranche. Das zeigt den Schnittstellen-Charakter von Clean Technologies.

Tschira ist nicht der einzige prominente Geldgeber von Younicos: Wella-Erbe Immo Ströher hat nach Informationen der FTD ebenfalls Millionen in Younicos investiert und hält seitdem mehr als 25 Prozent der Anteile. Angeblich soll seine Tochter Cordula Ströher demnächst Mitglied im Aufsichtsrat werden. Ströher ist auch bei Solon investiert.

100 Prozent erneuerbare Energien: Azoreninsel Graciosa

Für die Entwicklung des weltweit ersten Energiesystems auf Basis von bis zu 100 Prozent erneuerbaren Energien für die Azoreninsel Graciosa den hat Younicos kürzlich den „Europäischen Solarpreis 2011“ erhalten. Ab 2012 wird das auf die Vollversorgung mit erneuerbaren Energien spezialisierte Unternehmen auf Graciosa weltweit erstmals ein stabiles und autarkes Stromnetz auf Basis von bis zu 100 Prozent erneuerbaren Energien aufbauen.

Das in den letzten vier Jahren entwickelte System garantiert eine sichere Versorgung auch nachts und bei Windstille. Ab 2013 werden so die 4.700 Einwohner ihren Jahresbedarf an Strom zu über 75 Prozent aus Wind- und Sonnenenergie beziehen. Der bestehende Dieselgenerator kann die meiste Zeit ausgeschaltet bleiben. Dank einer intelligenten Regelungstechnik halten Natrium-Schwefel-Batterien das autarke Netz auch ohne die rotierende Masse fossiler Generatoren stabil.

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