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Neuer Windkraft-Gigant Alterric will vier Milliarden bis 2030 investieren

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Alterric spezialisiert sich als Joint Venture der Aloys Wobben Stiftung und dem Energieversorger EWE auf Betrieb und Projektierung von Windkraftanlagen.

Obwohl die Windenergie in Deutschland derzeit mächtig leidet, hat sich mit Alterric ein neuer Player gebildet, der sich auf Betrieb und Projektierung von Windparks fokussiert. Alterric geht aus dem Zusammenschluss der hinter Enercon stehenden Aloys Wobben Stiftung einerseits und dem nordddeutschen Energieversorger EWE andererseits hervor. Das Cleantech-Unternehmen selbst hat sich zum Ziel gesetzt, der führende deutsche Produzent von klimafreundlichem Grünstrom zu werden, und will bis 2030 vier Milliarden Euro investieren, um in Deutschland sowie Europa zu wachsen.

Anders als beispielsweise der dänische Offshore-Spezialist Orsted oder RWE konzentriert sich Alterric auf Windenergieprojekte an Land. Kulturell soll ein partnerschaftliches der unterschiedlichen Projektteams organisiert werden. „Die Transformation des Energiesystems ist eine große Chance. Mit gebündelter Kraft wollen wir im Bereich Onshore Wind wachsen und uns darüber hinaus weitergehende Anwendungsmöglichkeiten für die Energiewende erschließen“, so Heiko Janssen, Vorstandsvorsitzender der Aloys Wobben Stiftung.

Die Gesellschafter haben in ihr Joint Venture mit rund 200 Beschäftigten bestehende Windparks und Onshore-Projekte von Enercon und EWE eingebracht. Alterric verfügt über 2.300 Megawatt installierte Leistung und eine Projektpipeline von 9.400 Megawatt. Damit ist das Unternehmen Marktführer im Bereich Onshore Wind in Deutschland. Ziel ist es, mehr als 200 Megawatt Zubau pro Jahr zu realisieren und den Bestand auf bis zu fünf Gigawatt in 2030 zu steigern. Bis zum Jahr 2030 sind Investitionen mit einem Gesamtvolumen von rund vier Milliarden Euro vorgesehen.

Neben der Erweiterung des eigenen Anlagenbestands in den Kernmärkten wird Alterric auch Kundenprojekte entwickeln. Alterric agiert eigenständig und ist nicht in die Organisationsstrukturen der Muttergesellschaften eingebunden.

„Dass mit AWS und EWE zwei Windenergie-Pioniere der ersten Stunde ein gemeinsames Unternehmen gründen, ist mehr als eine gute Idee oder eine sinnvolle unternehmerische Entscheidung: Es ist auch ein Signal des erneuten Aufbruchs und die Einladung an Politik und Gesellschaft, den Ausbau der Windenergie an Land in einem breiten Konsens aktiv zu stützen.“     

Stefan Dohler, Vorstandsvorsitzender EWE AG

Bei der Realisierung seiner Projekte verfolgt Alterric einen herstellerunabhängigen Ansatz. Die unternehmerische Führung liegt bei EWE, den Vorsitz des Aufsichtsrates stellt die Aloys Wobben Stiftung. In der jetzt beginnenden Startphase werden Jan-Knut Brune und Dr. Urban Keussen übergangsweise als Geschäftsführer des Gemeinschaftsunternehmens fungieren.

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