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Scientists For Future: 12.000 Wissenschaftler unterstützen Protest-Schüler

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Scientists For Future fordert Beschleunigung der Klimaaktivitäten um den Faktor 5

Die unfassbare Anzahl von 12.000 Wissenschaftlern hat sich den Protesten der weltweit protestierenden jungen Generation als Scientists For Future angeschlossen und betont, die Anliegen seien berechtigt. Im Rahmen einer Bundespressekonferenz stellten die Wissenschaftlicher Hagedorn, Quaschning, Göpel und Hirschhausen ihre Forderungen an die Politik und die Gesellschaft.

Es ist der Versuch, etwas zu bewegen: Ein Umdenken, das auch Unterstützung für unbequeme Veränderungen braucht. Prof. Volker Quaschning betonte, die Aktivitäten im Klimaschutz müssten um den Faktor 5 beschleunigt werden. Das bedeute beispielsweise auch, den Ausstieg aus der Kohleverstromung auf 2030 vorzuziehen und zeitgleich auch aus dem fossilen Energieträger Gas auszusteigen. „Wir müssen direkt auf Erneuerbare Energien umstellen und die Wissenschaft sagt: Es ist möglich“, so Quaschning als Teil von Scientists For Future.

Es geht jetzt darum, sofort zu handeln, so Quaschning. Erneuerbare Energien seien in der Lage, schnell, sicher und mittlerweile auch zu vertretbaren Kosten unsere gesamte Energieversorgung zu decken.

Die rasante Zustimmung, die das Statement in der Wissenschaft erhalten ist überwältigend und zeigt, wie richtig und wichtig der Protest der Schülerinnen und Schüler ist.

Dr. Gregor Hagedorn, Initiator der Initiative Scientists For Future

Bundespressekonferenz von Scientists For Future

Die Stellungnahme, die heute von vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Anwesenheit von Luisa Neubauer und Jakob Blasel von Fridays For Future in der Bundespressekonferenz in Berlin präsentiert wurde, fordert von der Politik, die Anliegen der jungen Generation Ernst zunehmen und Maßnahmen zu ergreifen. Die Politik stehe „in der Verantwortung, zeitnah die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Insbesondere muss klimafreundliches und nachhaltiges Handeln einfach und kostengünstig werden, klimaschädigendes Handeln hingegen unattraktiv und teuer“ heißt es in dem Papier.

Ökonomische Investitionen und technologische Innovationen brauchen angemessene politische Rahmenbedingungen. Dann wird der Umbau zur Nachhaltigkeit unserer Wirtschaft machbar. Das ist eine große politische Herausforderung, die breite gesellschaftliche Unterstützung braucht und den Mut, aus der Zukunft zu denken, um herkömmliche Grabenkämpfe zu überwinden.“ Den Protest der Jugendlichen sieht sie als Aufforderung an die Politik, zu handeln. „Jeden Freitag werden Unterstützung, Mut und Zukunft lauter. Das sollte die EntscheiderInnen dieser Republik motivieren

„Die Anliegen der demonstrierenden jungen Menschen sind berechtigt“ – so die Überschrift einer Stellungnahme von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die unter dem Namen „Scientists For Future“ die seit Wochen demonstrierenden Jugendlichen unterstützen und deren Forderungen nach schnellem Handeln wissenschaftlich bekräftigen. Bis heute (Stand 12.3.2019) haben 12.155 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz den Aufruf bereits unterzeichnet. Die Unterschriftensammlung soll bis Donnerstagabend andauern.

Prof. Dr. Maja Göpel, Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)

Scientists For Future gehen dabei auch auf die gesundheitlichen Gefahren des Klimawandels ein. Für Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt und Wissenschaftsjournalist eine notwendige Konsequenz: „Ärzte müssen darauf hinweisen, wenn Leben bedroht ist. Die Klimakrise ist eine der größten Gesundheitsgefahren der Zukunft. Nach internationalem, wissenschaftlichem Konsens drohen Wasser- und Nahrungsmangel, direkte Auswirkung der Überhitzung auf den menschlichen Körper und neue Infektionskrankheiten. Gleichzeitig bieten die notwendigen Veränderungen in Mobilität und Ernährung sehr viele Vorteile, weil sie für Mensch und Planet gesünder sind.“

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1 Kommentar
  1. Joos, Marie-Rose sagt

    Die Aktionen der SchülerInnen finde ich sehr wichtig. Ich gehöre mit 64 Jahren zu einer anderen Generation, würde mich als Biologin gern den Scientists for future anschließen. Habe mich beruflich nicht mit Klimafragen befasst, aber ehrenamtlich, z.B. bei der Organisation von VHS-Veranstaltungen regenerative Energien thematisiert.
    Freundliche Grüße und weiter viel Erfolg!
    Marie-Rose Joos
    Dipl.-Biologin und im Vorstand der BUND Kreisgruppe Essen

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