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AM Ventures investiert 1,3 Mio. Euro in Cleantech-Startup Additive Drives

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Additive Drives, Cleantech-Startup aus Dresden, schließt Seed-Finanzierung mit Münchener Additive Manufacturing-Kapitalgeber ab.

Im August 2020 berichtete Cleanthinking frühzeitig über die bedeutsame Technologie des gerade frisch gegründeten Cleantech-Startups Additive Drives. Unter dem Titel „Additive Drives: Effizientere Motoren mit 3D-Druck-Bauteilen“ wurde die Innovation des Unternehmens vorgestellt. Wenige Wochen später gibt Additive Drives erneut Anlass zur Berichterstattung: Das derzeit 10-köpfige Team hat eine Seed-Finanzierungsrunde über 1,3 Millionen Euro mit AM Ventures abgeschlossen.

Die AM Ventures Holding GmbH bezeichnet sich selbst als unabhängigen, strategischen Investor aus München. Das Besondere: Der Kapitalgeber hat ein Ökosystem rund um das Thema additive Fertigungstechnologien aufgebaut. Damit passt der Ansatz der Münchener perfekt zu dem, was Additive Drives braucht: Zugang zu zusätzlichen Kunden, um mit der eigenen Technologie wachsen zu können.

Dabei besteht das Ökosystem von AM Ventures aus Unternehmen der Bereiche Hardware, Software, Materialien und Anwendungen weltweit – sowie aus Partnerschaften mit großen Unternehmen, die sich auf die Realisierung disruptiver Anwendungen konzentrieren. So sind zwei Marktführer im Bereich Additive Manufacturing (EOS Gruppe) und Laserscanning-Technologie (Scanlab) Schwesterunternehmen von AM Ventures.

„Mit dem frischen Kapital wollen wir unsere Produktion aufbauen, und das derzeit zehnköpfige Team auf 21 Personen ausbauen“, so Dr. Jakob Jung, einer der Gründer und Geschäftsführer, im Interview mit EX TV. Der USP des Cleantech-Unternehmens liegt darin, dass sie eine 3D-Drucktechnologie verfügbar haben, die das schnelle Drucken von Elektromotoren verschiedenster Art ermöglichen. „Diesen speziellen Drucker kann man nirgendwo kaufen“, so Jung.

Dabei geht es weniger darum, eine Serienfertigung zu ersetzen – sondern darum, den Prototyping-Prozess maßgeblich zu beschleunigen. Dafür bietet additive Fertigung große Freiheiten in der Konstruktion. So könnten in Zukunft additive und konventionelle Fertigungsmethoden parallel existieren. Denn es gehe nicht darum, den gesamten Elektromotor zu drucken, sondern die Teile, die besonders komplex seien – wie beispielsweise die Kupferspulen.

45 Prozent mehr Performance für Elektromotoren

Neben der Vorbereitung und dem Druck der Bauteile selbst, hilft Additive Drives den Herstellern auch bei der Bearbeitung und der Isolierung von Oberflächen. Das Potenzial der Kunden reicht von der Mikromobilität und der Luftfahrt bis zur Elektrifizierung von Sportgeräten bis zur Robotik. Viel Gelegenheit also, für AM Ventures, passende Kontakte einzufädeln.

Sagenhafte 45 Prozent mehr Performance sollen durch die Entwicklungsmethode rauszuholen sein. Letztlich also ein Quantensprung für die Entwicklung von Elektromotoren für Elektroautos, elektrifizierte Nutzfahrzeuge und viele weitere Anwendungen darüber hinaus – inklusive den Rennsport.

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