Grüner Wasserstoff: Schlüssel zur Industrietransformation

Stahl, Zement, Ammoniak – für diese Industrien gibt es kaum Alternativen zu Hochtemperaturprozessen. Grüner Wasserstoff ist der aussichtsreichste Kandidat, um diese harten Emissionen zu beseitigen.

Die Produktionskosten für grünen Wasserstoff sind in den letzten fünf Jahren dramatisch gefallen – von über fünf Euro pro Kilogramm auf unter zwei Euro in sonnenreichen Regionen wie Marokko oder Chile. In Deutschland liegen die Kosten noch deutlich höher, weil Strom teurer und Sonnenstunden rarer sind. Das hat eine strategische Konsequenz: Deutschland wird Wasserstoff importieren müssen, wenn es seine Industrie dekarbonisieren will.

Der Aufbau globaler Wasserstoff-Handelswege ist eine der komplexesten Infrastrukturaufgaben des Jahrzehnts. Pipelines, Häfen, Schiffe und Speichertechnologien müssen gleichzeitig entwickelt werden. Der Zeitrahmen ist eng: Stahlwerke, die heute noch konventionell gebaut werden, laufen 30 bis 40 Jahre – jede Investitionsentscheidung hat Klimakonsequenzen weit über 2050 hinaus.


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