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Porsche gründet Joint Venture mit Customcells zur Fertigung von Hochleistungs-Batterien

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Porsche will hohen zweistelligen Millionenbetrag in 80 Prozent Anteil an Joint Venture mit der Custom Cell Itzehoe GmbH investieren.

Am 25. April 2021 berichtete Cleanthinking.de, Porsche plane den Aufbau einer eigenen Fabrik für Hochleistungs-Batteriezellen in Tübingen. Jetzt wird klar, wieso die Standortwahl auf die schwäbische Universitätsstadt fiel: Dort hat das Cleantech-Unternehmen Custom Cells Itzehoe GmbH seinen Produktionsstandort. Jetzt wurde bekannt, dass sich Porsche mit Customcells in einem Joint Venture verbündet, um die angekündigte Batterie-Fabrik in Tübingen aufzubauen. Dafür soll ein hoher zweistelliger Millionenbetrag investiert werden – der Anteil Porsches am Joint Venture liegt dann bei 80 Prozent.

Customcells positioniert sich mit 100 Mitarbeitern als Anbieter flexibler und kundenindividueller Batterielösungen. Dabei besteht nach Angaben des Cleantech-Unternehmens Zugriff auf 14 industrialisierte Elektrodentechnologien, mehr als 250 Rohmaterialien als Lagerbestand sowie moderne Fertigungsmaschinen für die Herstellung von Elektroden und Zellen. Die aus diesem Know-How hervorgehenden Zellen werden als Customcells vermarktet.

Das Resultat sind „ultra-hohe“ Energiedichten von 300 Wattsunden pro Kilogramm oder 850 Wattstunden pro Liter, die sich nun auch Porsche zunutze machen möchte. War Customcells über viele Jahre in 1.400 Projekte rund um Elektrifizierungs-Projekte involviert, arbeitet das Team derzeit am Aufbau von Produktionslinien für vier nicht näher spezifizierte Kunden. Die Kundenschaft besteht demnach aus mehr als 450 „zufriedenen“ Kunden.

Die Zusammenarbeit mit Customcells soll Porsche vor allem Hochleistungsbatterien bringen, die einerseits hohe Energiedichten aufweisen, aber andererseits auch die Ladezeiten deutlich verkürzen. Außerdem sollen die Zellen weniger Rohmaterial benötigen, um identische Reichweiten zu erzielen, berichtet Porsche. Davon erhofft sich der Sportwagen-Bauer günstigere Produktionskosten und damit erschwinglichere Elektroautos.

Die Produktionsstätte soll zunächst genügend Batterien fertigen, um damit 1.000 Autos pro Jahr ausstatten zu können – es geht also Porsche um die luxuriösesten Fahrzeuge im Portfolio, nicht um den Massenmarkt. Hierfür wird auch Porsche u.a. auf die Standardzelle aus dem Volkswagen-Konzern zurückgreifen.

1 Kommentar
  1. Der Besserwisser sagt

    Der Batteriestandort Deutschland ist mindestens 10 Jahre zu spät.
    Japan und China haben die Nase vorn.
    Nix neues Ausprobieren – Kooperation mit Tesla

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