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Balkonkraftwerk: Vorteile und Nachteile der Guerilla-PV

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Ein Balkonkraftwerk hat Vor- und Nachteile. Der Ratgeber von Cleanthinking.de beantwortet die allermeisten Fragen und gibt den Überblick über steckbare Solargeräte.

Ein Balkonkraftwerk ist ein Photovoltaikmodul mit angeschraubtem Wechselrichter, das direkt über eine Schuko-Steckdose elektrische Energie in den Haushaltsstromkreis einspeisen kann. Lange waren Stecker-Solarmodule in Deutschland in einer rechtlichen Grauzone, mittlerweile sind sie zugelassen. Bürger können damit dokumentieren, dass sie die Energiewende wollen und Politik und Konzerne zum umdenken zwingen. Einen Überblick über das Angebot erhält man beispielsweise hier oder bei Amazon.de.

Deutschlands Haushalte verbrauchen pro Jahr 150 Milliarden Kilowattstunden Strom. Für die Energieversorger und Netzbetreiber nach wie vor ein richtig gutes Geschäft. „Wenn wir uns nun vorstellen, dass 20 Millionen Stecker-Solarmodule verkauft würden, würde das eine gewaltige Strommenge von sechs Milliarden Kilowattstunden pro Jahr bringen“, sagt Holger Laudeley, der den Begriff Balkonkraftwerk für die kleinen Photovoltaikanlagen geprägt hat. „Das tut den Netzbetreibern weh, daher werden Stecker-Solarmodule weiterhin bekämpft. Aber ich rate jedem Bürger: Zeigt den Stinkefinger und macht es!“

Klar ist: Ein Balkonkraftwerk ist ein mehr ein politisches Produkt als eines, bei dem es nach zwei bis drei Jahren schon eine Amortisation geben kann. Politisches Produkt meint, dass jeder, der ein solches Modul einsetzt, Druck macht auf Stadtwerke, Energieversorger, Netzbetreiber und die Politik, die Energiewende endlich zu beschleunigen. Denn trotz aller Sonntagsreden, wird der Umbau des Energiesystems weiterhin blockiert.

Die Deckelung von Windkraft oder Photovoltaik ist einer der Belege dafür, die Verteidigung des Mischpreisverfahrens auf dem Regelenergiemarkt bis zuletzt, ein weiteres Exempel. Daher: Eine Solaranlage auf einem Haus– oder Hallendach, die Investition in Bürgersolaranlagen über Konzepte wie enyway oder eben die Installation eines Balkonkraftwerks ist ein wichtiger, kleiner Beitrag dazu, dass das Rad nie wieder zurückgedreht werden kann. Erneuerbare Energien werden gewinnen. Allerdings ist der Kampf noch lange nicht zu Ende. Daher braucht es jeden, mitzumachen – gerade auch Mieter und Eigentümer.

Aus welchen Komponenten besteht ein solches Kraftwerk?

Ein Balkonkraftwerk besteht aus wenigen Komponenten. Das macht seine Einfachheit aus. Selbstredend besteht die Photovoltaikanlage für den Balkon aus einem Photovoltaikmodul. An dieses Modul ist normalerweise direkt ein Wechselrichter angeschraubt, der den erzeugten Strom so umwandelt, dass er direkt im Hausnetz verbraucht werden kann. Der Wechselrichter verfügt gewöhnlich über einen Schuko-Stecker, der in jede handelsübliche Steckdose eingesteckt werden kann.

Wer sein Balkonkraftwerk auch tatsächlich am Balkon installieren möchte, braucht ein Befestigungssystem. Oft sind passende Befestigungssysteme in den Komplettangeboten der Hersteller bereits enthalten. Zumeist sind die Systeme so einfach, dass Modul und Befestigung problemlos von Laien angebracht werden können. Letztlich sind nur ein paar Schrauben reinzudrehen. Wichtig ist aber, dass eine Person das Modul festhält, während die andere Person es verschraubt.

Ein Balkonkraftwerk darf in Deutschland nicht mehr als 600 Watt haben – also zwei Module mit jeweils 300 Watt sind ohne Beauftragung eines Elektrikers zur Elektroinstallation erlaubt. Voraussetzung ist, dass der Zähler eine Rücklaufsperre hat. Bei der formlosen Anzeige des eigenen Balkonkraftwerks beim zuständigen Netzbetreiber ist darauf hinzuweisen, dass dieser prüfen soll, ob ein Zählerwechsel aus seiner Sicht notwendig ist.

Zu den Komponenten eines Balkonkraftwerks gehört manchmal also ein neuer Zähler mit Rücklaufsperre – zumeist ein sogenannter Zweirichtungszähler anstelle des schwarzen Ferraris-Zählers. Bei Zählern mit Rücklaufsperre und Überprüfung durch einen Elektriker ist der Betrieb bis 800 Watt möglich. Bei Einsatz eines Zweirichtungszählers sogar bis 4.600 Watt. Einen solchen Zweirichtungszähler gibt es beispielsweise von Discovergy.

Weitere Informationen zu technischen Grundlagen gibt es im Video, das Youtuber Dennis Witthus mit Holger Laudeley produziert hat:

Energiewende kann jeder – Steckerfertige Solargeräte

Wo kann ich Balkonkraftwerke kaufen?

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Anbietern steckbarer Solargeräte. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick, welche Anbieter es gibt und wo Sie ein Balkonkraftwerk kaufen können. Generell hat Amazon.de ein breites Angebot vorrätig – am Besten stets auf die Bewertungen achten.

HerstellerNameWatt pro ModulBefestigungGewichtKaufpreis
Laudeley BetriebstechnikBalkonkraftwerk 300 WattAufständerung (139€) oder Balkon (85€ oder 125 €)25 Kilogramm690 € (1 Modul) oder 1320 € (2 Module)
SunsetSUNpay 29000 Solaranlage250 WattBalkonnicht bekannt1098,95 €
GreenAkkuselfPV Komplettpaket Growatt 1240Wp280 WattAufständerung 25 Grad, diverse andere möglich20 Kilogramm1.299 €
OffgridtecOffgridtec Solaranlage basicPremium-XL 600W 45A (für Batterieladung)150 Wattohne20 Kilogramm799,90 €
simonBalkonkraftwerk Simon 2.0200 WattAufständerung30 Kilogramm399 €
Die Tabelle listet die aktuell interessantesten Möglichkeiten, sich selbst ein Stecker-Solargerät für den Balkon, die Terrasse, den Garten oder die Fassade zu kaufen.

Cleanthinking-Empfehlung: Kaufen Sie Qualität statt Quantität. Billiglösungen sind nicht die richtige Wahl.

Was sind die rechtlichen Themen?

Es gibt kein Gesetz, das dem Betrieb eines steckbaren Solar-Gerätes entgegensteht. Voraussetzung ist, dass der Betrieb den anerkannten Regeln der Technik entspricht. Das hat hat Bundeswirtschaftsministerium schon 2015 bestätigt (Quelle pvplug).

Die anerkannten Regeln der Technik werden im Allgemeinen vom VDE herausgegeben. Dieser hat die Richtlinie DIN VDE 0100-551-1:2016-09 (mehr dazu in den FAQs des DKE) geändert, so dass der Anschluss eines steckbaren Solar-Gerätes durch den Laien in Endstromkreise zweifelsfrei den anerkannten Regeln der Technik entspricht.

Hierzu hat Youtuber Dennis Witthus mit Holger Laudeley ein hervorragendes Frage-Antwort-Video gedreht:

Rechtliche Fragen rund um Balkonsolar

Vorteile eines Kraftwerks für den Balkon?

Die Vorteile eines Balkonkraftwerks liegen auf der Hand: Wer ein solches Modul installiert, kann sich ein Stück unabhängig machen von steigenden Strompreisen. Derzeit kostet die Kilowattstunde im Schnitt in Deutschland mehr als 30 Cent. Wer den Platz für 1 oder 2 Solarmodule für den Balkon hat, kann zumindest seinen Standby-Verbrauch tagsüber weitgehend abdecken.

Balkonkraftwerk Vorteile Nachteile Cleanthinking
Clean Thinking pur: Ein Balkonkraftwerk.

Je nach Ausrichtung eines solchen Moduls am Balkon schwankt auch die Amortisationszeit – irgendwo zwischen 7 und 12 Jahren. Daher empfiehlt es sich, ein teureres Modul zu kaufen und dabei auf die Garantien zu achten. Laudeley gibt beispielsweise 20 Jahre Garantie auf das Modul und 10 Jahre auf den Wechselrichter, geht aber davon aus, dass ein Modul mindestens 30 Jahre im Betrieb sein kann.

Nachteile eines Kraftwerks für Balkon oder Terrasse?

Nachteil vom Balkonkraftwerk ist definitiv, dass nicht jede Kilowattstunde im eigenen Haushalt verbraucht wird – wenn tagsüber niemand Zuhause ist, dementsprechend kaum Verbraucher laufen, können Überschüsse bei Sonnenschein ins Netz eingespeist werden. Aber dieses Einspeisen bleibt ohne Vergütung.

Ein weiterer Nachteil ist, dass Zähler mit Rücklaufsperre eingebaut werden müssen – also ein Smart Meter, den es beispielsweise von wettbewerblichen Messstellenbetreibern oder in Verbindung mit innovativen Stromtarifen wie dem von aWATTAR zur Miete gibt. Die Netzbetreiber akzeptieren die Balkonkraftwerke sonst nicht, weil die theoretische Möglichkeit besteht, dass der alte Ferraris-Zähler rückwärts läuft. Oft ist der Netzbetreiber aber auch bereit, den Zähler ohne große Zusatzkosten auszutauschen.

Tipp: Es bringt also nichts, auf Teufel komm raus 4 oder 6 Module als Balkonkraftwerk zu installieren – das bringt nur etwas bei sehr hohem Standby-Verbrauch oder Vorhandensein eines Speichers. Aber dann empfiehlt sich ohnehin eher eine klassische Photovoltaikanlage, wenn man Platz für 4 oder 6 Module hat.

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  1. Adi Czekler sagt

    1. Ich bin kein Freund von Erneuerbaren Energien. Halte es für einen Fehler. […]
    -> Ihre Beleidigung aller Menschen, die FÜR erneuerbare Energien sind, habe ich entfernt.

    2. Ich interessiere mich für eine Energiequelle, wenn wir in einen Bürgerkrieg kommen sollten als Notfallversorgung. Wieviel Watt brauche ich dann ungefähr?
    -> Hängt von Ihrem Energiebedarf ab.

    3. Es sollte am besten nicht zu groß sein.
    Größe eines Pilotenkoffers ok?

    PS:
    „Die Deckelung von Windkraft oder Photovoltaik ist einer der Belege dafür, die Verteidigung des Mischpreisverfahrens auf dem Regelenergiemarkt bis zuletzt, ein weiteres Exempel.“

    Da hat der Autor überhaupt keine Ahnung von Spitzen-, Mittel- und Grundlast!
    Erstmal mehr lesen bevor man so einen Blödsinn schreibt!

    -> Der Autor hat vollkommen Recht. Sie haben den Zusammenhang nicht verstanden.

  2. Andreas Kerst sagt

    Auch wir haben seit einigen Monaten das Mini-Solar-Kraftwerk wieder in unserem Produktportfolio aufgenommen. Gerne können sich Interessierte und auch verunsichert Verbraucher sich an uns wenden. Bei uns bekommt jeder Kunde eine Fachberatung, ob für ein 10 kWp PV-System mit Batteriespeicher oder für ein kleines Balkonkraftwerk.

  3. G. Winner sagt

    Ich las kürzlich, dass in FFM ganze 2 Balkonkraftwerke genehmigt wurden- aus optischen Gründen.
    Kann das jemand bestätigen?

  4. […] 4. Balkonkraftwerk: Vorteile und Nachteile der Guerilla-PV […]

  5. Andreas Hinz sagt

    Wie müsste ein Balkonkraftwerk beschaffen sein bzw. gibt es welche, die auch längere Stromausfälle kompensieren und die Versorgung z.B. von Tiefkühlgeräten sichern?

    1. Martin Jendrischik sagt

      Hallo Andreas,

      gewöhnlich brauchen die Balkonkraftwerke eine „Frequenz“ aus dem Stromnetz. D.h., wenn das öffentliche Stromnetz ausfällt, kann auch das Balkonkraftwerk keine Energie mehr liefern.

      Es gibt große Stromspeicher, etwa von E3/DC, die eine Notstromversorgung an Bord haben. Die rentieren sich aber in Verbindung mit nur 2-4 Modulen nicht.

      Ich hoffe, das hilft trotzdem ein wenig weiter!

      Martin Jendrischik

  6. Elmar Lang sagt

    Bitte nochmal prüfen, ob Holger Laudeley – den ich sehr schätze – gesagt hat, dass 20 Mio. Stecker Solarmodule 24 Mrd. Kilowattstunden pro Jahr bringen.

    Das stimmt nicht!

    Bei guter Ausrichtung der Module (300 Watt) und einem Jahresertrag von 300 kWh pro 300 Watt Modul ergeben sich eine Gesamtenergie von 6 Mrd. Kilowattstunden und nicht wie im Artikel oben 24 Mrd. Faktor 4 zu hoch.

    1. Martin Jendrischik sagt

      Danke, wird überprüft.

      1. Martin Jendrischik sagt

        Also: Ursprünglich hatte Holger mal mit 80 Millionen gerechnet, dadurch die höhere Milliarden-Angabe.

        Also: 6 Milliarden ist korrekt, ist korrigiert.

  7. Steinle sagt

    Hallo!
    Mein Haus ist ja auf 3 Phasen verteilt. Balkonanlage ist ja nur auf eine Phase gesetzt!
    Dass heißt für mich, die Anlage wird nur eine Phase abdecken??? Oder verstehe ich falsch???
    Danke

    1. Martin Jendrischik sagt

      Hallo Klaus,

      wir haben in Deutschland sogenannte „Saldierende Stromzähler“, daher ist es egal, auf welcher Phase der einspeiste Strom verbraucht wird.

      Beste Grüße!

  8. Jo sagt

    Zählen nicht die Gesamt-Watt der Module? Ich möchte auch 600 Watt maximal. Aber die Module hätten 630 zusammen, der Wechselrichter maximal 600 Watt. Geht das wegen der Meldung?

  9. […] 9. Balkonkraftwerk: Vorteile und Nachteile eines Balkonkraftwerks […]

  10. Chrissi sagt

    Müssen die Anlagen extra versichert werden, z.Bsp.: Hausratversicherungen
    Wie sieht es steuerlich aus? Muss man ein Gewerbe anmelden wie bei großen Photovoltaik-Anlagen?

  11. Manfred sagt

    Logisch, das der Netzbetreiber auf einen Zählerwechsel drängt. Denn sonst bekäme der Balkonkraftwerkbetreiber ja etwas für den eingespeisten Strom zurück, nämlich den gleichen Preis, den er für den bezogenen Strom bezahlt. Mit einem neuen Zweirichtungszähler wird der eingespeiste Strom zwar erfasst, aber es gibt dafür keine Einspeisevergütung. Nichts, 0€. Fazit: So ein Balkonkraftwerk macht nur Sinn, wenn man den produzierten Strom komplett selber verbraucht. Sonst freut sich nur dein Netzbetreiber, der deinen Strom umsonst bekommt und zum normalen Tarif deinem Nachbarn verkauft.
    Ein Batteriespeicher mit einem weiteren Wechselrichter lohnt sich aber bei diesen Minianlagen nicht. Deshalb lieber gleich eine 10kWp Anlage mit PV-Speicher bauen oder das Geld für etwas Sinnvolleres ausgeben.

    1. Martin Jendrischik sagt

      Hallo Manfred, die Aussage ist nicht falsch — allerdings ist es beim Ertrag der Balkonkraftwerke auch gar nicht so schwer, den Strom komplett selbst zu verbrauchen. Vorausgesetzt man hat einige Standby-Verbraucher, die sich nicht abschalten lassen oder es ist immer jemand Zuhause.

      1. Robert Cyborg sagt

        Hallo, Freunde der Nacht, vielen Dank für den Artikel. Meine Hütte wurde 2014 erbaut, daher ist die E-Installation aktuell, digitaler Einrichtungszähler mit Rücklaufsperre. Habe einen 600 Watt Wechselrichter und 2 Module mit zusammen 650 Wp. An Sonnentagen wie heute werden 4,5 kWh produziert, und ca. 3,5 direkt verbraucht. Rechnet sich schnell (ich schätze 4 Jahre) und hat 650 Euro gekostet. Anschluss noch ohne VDE Einspeisung, also mit Stecker. Somit, weil Pflicht, angemeldet beim hiesigen Stromversorger. Der sagt: ohne Wieland o.ä. Dose geht gar nicht, oder direkt anklemmen.

        Hintergrund dieser Verordnung ist wohl, dass damit die Laien ausgebremst werden und einen E-Installateur brauchen sollen, damit die Hürde schön hoch ist. Aber jetzt kommt es. Ich bräuchte unbedingt einen Zweirichtungszähler, weil laut Gesetz soundso Verpflichtung des Stromversorgers zur Einspeisemessung. Und das kostet: für MICH. Ist ja Service. So ca. 25 Euro pro Jahr Tendenz steigend. Zählertausch aber immerhin kostenfrei. Wow, hier merkt man ordentlich, das diese Art von Energiewende absolut nicht willkommen ist. Da winkt eben nicht viel Profit. 4 kWp EEG Anlage kostet mal schlappe 7000 Euro, ist amortisiert nach 9 bis 11 Jahren vielleicht. Mit Batteriespeicher noch länger. Unterm Strich finde ich diese Art (Mini PV) der Stromerzeugung günstig und super.

        Ganz zu schweigen von selbst zusammengestellten Anlagen aus Gebrauchtmodulen zum Beispiel 4 St. parallel verschaltet mit zusammen 700 Wp für gerade mal 80 Euro für 4 Module und Wechselrichter 220 Euro. Also alles komplett sagen wir 400. Eigentlich schon toll. Aber…

  12. h_man sagt

    Hallo, ich denke, dass der Beitrag von Herrn Klaus Jacob am Thema vorbeigeht. So wie ich es verstanden habe , hat er Verbraucher an einen Wechselrichter angeschlossen. Darum geht es hier aber nicht, sondern wie durch intelligente Technik der PV Strom ins Haushaltsnetz eingespeist wird. Da ich kein Elektrotechniker bin, stellt sich mir die Frage, ob z.B. bei Einschalten eines Verbrauchers (Fön, E-Herd) mit mehr Watt als Wp des Solarmoduls immer 100% Netzstrom gezogen wird oder tatsächlich in dem Moment eine Reduzierung des Verbrauchs vom Netzstroms durch den eingespeisten PV Strom erfolgt?

    1. Die elektrische Energie geht immer den Weg des geringsten Widerstands. D.h. es wird immer zuerst die Energie verbraucht, die über das Balkonkraftwerk im Hausnetz bereits vorhanden ist. Restmengen werden, wenn mehr nötig ist, aus dem Netz gezogen.

    2. Robert Cyborg sagt

      Jeder angeschlossene Verbraucher zieht zuerst den erzeugten Strom der Mini PV. Bei und ist es so: der Grundverbrauch liegt so ca. bei 250 W. Immer wenn mein Verbrauch höher ist und die Erzeugung (zwischen 10 und 17 Uhr bei Sonne 350…580 W) nicht ausreicht, wird eben Netzstrom bezogen.

  13. Werner sagt

    Hallo muss ein Balkonkraftwerk geerdet werden?

  14. Peter Kramer sagt

    Ich möchte in den sonnenreichen Sommertagen Tagen 1oder 2 Klimanalagen in meiner Wohnung betreiben, um die dortige Temperatur erträglich zu halten.
    Gibt es irgendeinen Trick/Verfahren, um die Klimageräte direkt, also ohne Netzspannung, betreiben zu können ?

  15. Michael Herter sagt

    was passiert bei einem Stromausfall, das Solargerät ist am Stromnetz angeschlossen, aber es wurde ein Fritz DECT 210 zur Strommessung dazwischen geschaltet . Der DECT-210 geht zwar aus, was passiert mit dem Erzeugten Strom? bis dasStromnetz wieder aktiv wird ???

    1. Ohne Netz wird kein Strom produziert. Der Wechselrichter schaltet innerhalb von Millisekunden ab.

  16. Der Hinweis „…Ein weiterer Nachteil ist, dass ein Zähler mit Rücklaufsperre eingebaut werden muss – also ein Smart Meter, den es beispielsweise von Discovergy zu kaufen gibt…“ ist nicht ganz richtig. Richtig ist, dass mittlerweile die Netzbetreiber den „alten Zähler“ gegen einen Zähler mit Rücklaufsperre austauschen. Und das ohne Extrakosten, in der monatlichen Grundgebühr ist der Zähler enthalten.

    1. Das stimmt teilweise, aber gilt sicher nicht für jeden Netzbetreiber.

    2. Dieter sagt

      Die Smartmeter oder die Zähler mit Rücklaufsperre sind jedoch (viel) teurer in der Monatsmiete und schmälern die Einsparung an Energiekosten. Mein Eindruck: Die Energieerzeuger wollen keine Selbstversorger und die gepriesene Energiewende ist eine Verteuerungswende und das Klima muss als Vehikel herhalten.

      1. Es wäre toll (Klima als Vehikel), wenn dem so wäre. Leider schlittern wir in eine echte, wahrhaftige und schlimme Klimakatastrophe hinein. Da sind die paar lächerlichen Kosten für einen Smart Meter echt nicht der Rede Wert im Verhältnis.

      2. Arnold sagt

        Da muss ich Dir außerordentlich Recht geben und es wird noch viel viel schlimmer werden.

  17. werh sagt

    wieso sind die preisunterschiede bei den balkonkraftwerde?

    1. Klaus Jacob sagt

      Man kommt preisgünstiger, wenn man sich die einzelnen Komponenten bei den einschlägigen Anbietern zusammenkauft. Ich habe dazu die Plattform idealo.de genutzt. Meine mini-PV-Anlage habe ich auf dem Überdach meines Dauercampinplatzes installiert. Meine Anlage besteht aus
      – 2 monokristallinen Modulen á 305 Wp
      – 1 Wechslerichter envertech evt560
      – 1 Energiekosten-Messgerät Basetech EM-3000
      – 2 Paar vorkonfektionierte Modulanschlußkabel á 10m (Wechselrichter ist bei mir im Wohnwagen installiert)

      Die Montageeinheit der Module habe ich mir aus diversen Alu-Profilen selbst gebaut.

      Die Anlage läuft seit ca. einem Jahr ohne Probleme und hat mir allerhand Einsparung gebracht (die Kilowattstunde kostet auf dem Campingplatz 0,50 €/kWh !!) Meine Haupverbraucher sind der Kühlschrank und eine Poolpumpe. Diese habe ich so geschaltet, daß sie in der Zeit der günstigsten Sonneneinstrahlung zuschaltet.

      1. Anonymous sagt

        Guten Tag Herr Jacob, können die Meßwerte des Energiekosten-Messgerätes Basetech EM-3000 mittels Router (FritzBox) abgefragt und gespeichert werden?

      2. Ich rate davon ab, die Komponenten wild zusammenzustückeln, da nur die richtige Feinabstimmung der Pomponenten zum sicheren und leistungsstarken Betrieb führt.

        1. Robert cyborg sagt

          Was heißt ‚wild‘? Es geht zb um 2 Module, meinetwegen stark performend mit zusammen 650 Wp. Bei der Anmeldung kommt es auf die Abgabe des Wechselrichter inkl. erforderlichen Zertifikat an, am besten dann einen mit 600 W, und fertig. Das bisschen Kabel und einspeisedose, geschenkt. Oder?

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