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CleanTech: Lithium-Ion-Akku mit 400 Wh/kg von Envia Systems

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Energiespeicher-Revolution von Envia SystemsCleanTech & Mobilität News / USA. Das amerikanische CleanTech-Startups Envia Systems hat nach eigenen Angaben einen Lithium-Ion-Akku mit einer Energiedichte von 400 Wh/kg entwickelt. Die Tests der möglichen Cleantech-Sensation fanden am „Electrochemical Power Systems Departmant at the Nval Surface Warfare Center“ und gesponsert von ARPA-E statt. Das Geheimnis der Lithium-Ion-Akkus sind nach Angaben von Envia Systems die „Si-C“-Anode, die HCMR-Kathode und die EHV-Elektrolyten. Mehr als 25 Millionen Teststunden seien dem Durchbruch vorausgegangen, hieß es.

Alleine die Energiedichte von 400 Wh/kg ist aber nicht ausschlaggebend für einen möglichen Durchbruch des Energiespeichers, der auch der Elektromobilität entscheidend auf die Sprünge helfen könnte: Envia geht bei Kommerzialisierung der Technologie von einem Preis von 123 Dollar je kWh aus – Elon Musk von Tesla erwartet, dass der Preis für die Zellen in den kommenden Jahren auf 200 Dollar fallen wird. Und: Die im Opel Ampera verbauten Zellen kosten eher 500 bis 600 Dollar je kWh, während die im Nissan Leaf 375 Dollar kosten sollen.

Die getesteten Zellen haben eine Kapazität von 46 Ah und folgende Abmessungen: 97 mm breit, 190 mm lang, 10 mm dick. Das Gewicht beträgt 365 Gramm. Zugleich soll auch die Sicherheit der Lithium-Ion-Akkus von Envia Systems besonders gut sein.

Cleantech-Unternehmen Envia Systems

Cleantech-Unternehmen Envia Systems

Cleantech-Unternehmen Envia Systems

Hintergrund: Envia Systems gilt – neben DBM Energy und anderen – als einer der Hoffnungsträger bei der Suche nach Energiespeichern der Zukunft, die die Reichweiten- und Preis-Problematik des Elektroautos beheben können. Seit 2010 wird Envia Systems vom Programm ARPA-E unterstützt. 2011 schloss das CleanTech-Unternehmen eine Finanzierungsrunde in Höhe von 17 Mio. Dollar ab – einer der Investoren war General Motors Ventures LLC.

Weitere Informationen: www.enviasystems.com

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% S Kommentare
  1. […] von Pangaea Ventures gehören u.a. Cnano Technology, Cyrum Technologies, Tioga Energy oder Envia Systems. ”Mit dem Investment in den Pangaea Ventures Fund III haben wir einen starken Partner in […]

  2. yamali sagt

    Die Diagramme sagen aus, dass die envia „45 Ah“ Zelle diese 45 Ah im Neuzustand schafft und danach von einer steilen Klippe, innerhalb der ersten zehn Zyklen, auf Werte um die 30 Ah fällt um dann stetig weiter auf etwa die Hälfte der ursprünglichen Kapazität nach 400-500 Zyklen nachzulassen. Das alles passiert bei 80% DoD (Depth of Discharge) und damit durchaus im Bereich dessen, was ein ganz normaler Elektroauto oder Laptop oder Handy User normalerweise so macht. Ganz normale Laptop User würden ihren Akku verärgert zurückschicken wenn sich herausstellt, dass die bezahlte Kapazität schon nach einer Woche nicht mehr annähernd erreicht werden kann. Realsistisch wäre die Angabe der mittleren Kapazität innerhalb der ersten 500 Zyklen oder so. Die liegt bei 30 Ah bzw. etwa 280 Wh/kg und entsprechen rund 190 $/kWh. Das gilt für die rohen Zellen. Wenn Musk und Konsorten sich zu Energiedichten und Preisen auslassen, sprechen die nicht von den Zellen sondern von kompletten Batterien inkl. Klimatisierung, Crashprotection, Sicherungen, Elektronik usw. Insofern ist envia sicher ganz vorn mit dabei aber unter den Strich auch nur eine kleine Evolution und keine Revolution.
    Dass es andauernd neue „Rekorde“ gibt ist in einem sich stetig weiter entwickelnden Feld wie der Batterietechnik nicht anders zu erwarten. Jede neue Entwicklung MUSS in mindestens einer Beziehung besser sein als ihr Vorgänger – sonst würde sie sich nicht lohnen. Kleine Trippelschritte vorwärts, wie bei jeder anderen Technologie auch – ob wir von Dieselmotoren, Windrädern oder Solarzellen sprechen spielt dabei kaum eine Rolle.

  3. Lieber HG, CleanThinking.de hat mehrfach sehr kritisch über DBM Energy berichtet. Die Historie rund um DBM ist doch witzig: Erst regen sich einige auf, dass zu viel kommuniziert wird, dann ist es still um DBM, weil sich das Unternehmen vornimmt „Taten folgen zu lassen“ und nun ist es auch wieder nicht richtig. Mein Tipp: Bleiben Sie geduldig, es wird dieses Jahr einige spannende Meldungen rund um DBM Energy geben. Der Bau von Europas größtem Akkukraftwerk in Feldheim ist erst der Anfang (http://pressw0rds.wordpress.com/2012/02/24/dbm-energy-akkukraftwerk-in-feldheim/)

    By the way: Wenn Sie sich so gut auskennen, wie Sie andeuten: Arbeiten Sie doch ehrenamtlich bei uns mit? Wir würden uns freuen…

  4. HG sagt

    Clean Thinking hat DBM genau so unreflektiert hochgejubelt. DBM und 3M nach der Versuchsfahrt vor 1,5 Jahren: „Jetzt geht das Verkaufen los“ 😀
    Still ruht der Elektroautoakkusee.

    Was die hier gezeigten Diagramme aussagen sollen erschließt sich mir nicht, aber sie sehen prima aus, für den der sie auch nicht versteht.

  5. Mirko Wolters sagt

    Ach ja, wenn DBM auch wenigstens irgendetwas veröffentlichen würde, dass wäre schön. Hier hat sich GM schon die Rechte für die Nutzung im Fahrzeug gesichert, es scheint also keine vollkommende Luftnummer zu sein.

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