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Offiziell am Netz: Deutschlands größte Freiflächen-Solaranlage bei Berlin

Solarpark Weesow-Willmersdorf kann 50.000 Haushalte mit erneuerbarer, elektrischer Energie versorgen.

Förderfrei und umweltfreundlich: Der Solarpark Weesow-Willmersdorf ist eine bemerkenswerte Geschichte. Bis zu 50.000 Haushalte können mit Deutschlands derzeit größter Freiflächen-Solaranlage pro Jahr versorgt werden. Dazu sind Photovoltaik-Module mit einer Spitzenleistung von 187 Megawatt notwendig. Um die umweltfreundliche Energie zu erzeugen, beantragte der dahinter stehende Energieversorger EnBW übrigens keine Förderung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das zeigt: Investoren kommen dank sinkender Investitionskosten bei wachsender Effizienz ohne Subventionen aus – die Disruption geht weiter.

Die Freiflächen-Solaranlage entstand etwa 30 Kilometer östlich von Berlin. Schon vor einem Jahr floss die erste Kilowattstunde an die umliegenden Verbrauchsstellen – doch erst jetzt fand aus Corona-Gründen die offizielle Einweihung des Parks in Weesow-Willmersdorf statt. Die Erneuerbare-Energien-Anlage trägt dazu bei, das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 mindestens 65 Prozent des Bruttostromverbrauchs entsprechend zu decken, bei. Dennoch muss das Ausbautempo massiv erhöht werden – beispielsweise durch schnellere Genehmigungs-Prozesse.

Um das zu schaffen, kommt es auf das gute Zusammenspiel zwischen Ämtern, Behörden, Kommunen und den Anwohnern an. Das sei einer der Vorteile der Freiflächen-Solaranlage im Landkreis Barnim gewesen, teilte die EnBW mit: Das Baugenehmigungsverfahren dauerte fünf Monate, eine verhältnismäßig kurze Zeitspanne.

Freiflächen-Solaranlage bei Berlin

Mit einer Stromerzeugung von etwa 180 Millionen Kilowattstunden im Jahr lassen sich jährlich rund 129.000 Tonnen CO2 vermeiden. Der Energieversorger EnBW hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2035 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Von 2021 bis 2025 investiert das Unternehmen mit Hauptsitz in Karlsruhe nach eigenen Angaben fast vier Milliarden Euro in die Erneuerbaren Energien. Dazu zählen auch zwei weitere Photovoltaik-Großprojekte mit jeweils 150 Megawatt – ganz in der Nähe der größten Freiflächen-Solaranlage Weesow-Willmersdorf.

Flächenbedarf für größte Freiflächen-Solaranlage Deutschlands

Die Baufläche des Solarparks mit 164 Hektar ist als artenreiches Grünland angelegt. Weitere 45 Hektar gehören zur Projektfläche. Ein Teil davon sind öffentliche Wege, die durch den Solarpark führen und von Spaziergängern und Reitern genutzt werden können. Auf der zusätzlichen Fläche pflanzt der Solarpark-Betreiber aus Baden-Württemberg heimische Laub- und Obstbäume wie zum Beispiel Ahorn, Eiche, Eberesche sowie Apfel- und Birnbäume an. Hinzu kommen noch 16.000 Sträucher wie Hainbuche, Hartriegel, Weißdorn und andere Arten, sobald die geeignete Witterung für die Umpflanzung von der Baumschule herrscht.

Hinweis: Martin Jendrischik, Gründer von Cleanthinking und Autor dieses Beitrages, ist als Kommunikationsberater beratend für die EnBW-Tochter SENEC tätig.

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% S Kommentare
  1. Carsten Belde sagt

    Ich habe eigentlich mehr eine Frage , als ein Kommentar.
    Ich höre und lese immer viel von Freiflächen, wen ich aber mir Städte ansehe wieviel Dachflächen zur Verfügung stehen ist doch dort ein enorm großes Potential vorhanden.
    Ich kann mir sehr gut vorstellen, öffentliche Gebäude, Ämter, Supermärkte und Plattenbauten mit den Flachdächern mit Photovoltaikanlagen zu bestücken, ein weiteren Raum für ein lokalen Speicher zu nutzen und zu vernetzen.

    Ist sowas vorgesehen und gibt es Kommunen die sowas in Planung haben ?

    1. Martin Jendrischik sagt

      Hallo Herr Belde,

      ja, es wird gerade daran gearbeitet, die Fesseln hierfür zu lösen. PV auf Supermarkt-Dächern finde ich zum Beispiel auch extrem sinnvoll, ging aber bisher aus steuerlichen Gründen quasi nicht. Ab Sommer wird es eine PV-Anlagenpflicht für neue Gewerbebauten geben. Schauen Sie einmal bei http://www.laudeley.de vorbei – dort finden Sie eine Fülle von Infos zu großartigen Projekten.

      BG Martin Jendrischik

  2. P. Steinweg sagt

    50.000 Haushalte x 400 = 200.000.000 Haushalte würden demnach von 400 solcher Anlagen mit Strom versorgt werden. (rein rechnerisch!)
    Ein Haushalt = 4 Personen, d.h. ganz Deutschland könnte damit versorgt werden. Ohne Windstrom.

    Es fehlen aber noch die Stromspeicher. Wie viele? Oder Wasserstoff-Speicher mit Brennstoffzellen. Dann sind wir autark. Brauchen keine Kohle mehr und Gas vom Putin und Öl der Saudis und kein Atomstrom.

    Es geht doch??? Oder liege ich da falsch???

    1. Martin Jendrischik sagt

      Neben Haushalten gibt es auch noch die Unternehmen, dazu auch die Mobilität und viele andere Bereiche, die mit Energie versorgt werden müssen. Ganz so einfach ist es daher leider nicht.

      Die Grundlage muss sein, dass wir möglichst viele Gebäude so ertüchtigen, dass sie sich selbst mit Energie versorgen – ein System auf Basis erneuerbarer Energien muss von unten nach oben strukturiert werden.

      Viele Abendgrüße,
      Martin Jendrischik

    2. Die Vernunft sagt

      @P. Steinweg: Wenn man so rechnet, geht natürlich jede Rechnung am Ende nicht auf.
      50.000*4 = 200.000 Haushalte … Dazu die beiden Nullen von 400 am Ende vom Ergebnis dran setzen. Das macht gerade mal 20.000.000 Haushalte. Das sind nur ein Zehntel der Haushalte, die Sie zusammen gerechnet haben. Selbst bei einem so einfachen Rechenbeispiel sich um den Faktor 10 zu verrechnen, das schaffen nur die Deutschen. Sowie das Hetzen gegen Putin und die Saudis, die einem Gas für Strom und Wärme im Haushalt selbst dann fördern, verkaufen und transportieren, wenn die Sonne nicht scheint und man ihre Völker mit deutschen Vorurteilen, Hass und Hetze überschüttet.
      PS: Vom russischen und saudischen Erdgas leben viele Millionen von Menschen in den Ländern. Es ist ja nicht so, dass der Putin sich das Geld ausschließlich in die eigenen Taschen steckt. Es wird Infrastruktur mit Schulen, Straßen, etc. damit aufgebaut und aufrechterhalten.

      Und wenn man schon rechnet, dann sollte auch der Umweltschaden mit bedacht werden:
      164 Hektar artenreiches Grünland * 400 = 65.600 Hektar artenreiches Grünland
      1 Hektar sind 10.000 m² artenreiches Grünland
      65.600 Hektar artenreiches Grünland = 656.000.000 m² artenreiches Grünland
      Dies nur für eine Solaranlage, die tagsüber Strom liefert. Wo doch im Winter die Tageszeit früh endet und die Nacht früh einbricht. Kochen am Feierabend??? Auto laden in der Nacht??? Wie viel zusätzliches Land muss verbaut werden, um für diese schon belieferten 50.000 Haushalte den Strom zu speichern, und nicht ausschließlich dafür, um Haushalte mit Strom zu beliefern während die Sonne scheint und die Menschen auf der Arbeit bzw. in der Schule sind?
      Und wie viele zusätzlichen Solaranlagen benötigen wir dann für die noch nicht mitberechneten E-Autos und die Wärmegewinnung, wenn kein Gas, kein Erdöl, keine, Atomkraft, keine Kohle, kein Holz, keine Landwirtschaft für Biogas und Ethanol?

      Wozu überhaupt so eine Umweltkatastrophe verursachen? Um Kohlendioxid, welches sehr gut in den Bäumen/Hölzern gespeichert werden kann, zu vermeiden? Wovon sollen unsere Bäume denn zukünftig wachsen? Wollen wir Waldsterben, weil den Bäumen demnächst das CO2 zum Atmen fehlt? Was machen wir ohne Holz? Alles aus Kunststoffen, also aus Erdölprodukten, produzieren? Und woher nehmen wir dann das heißgeliebte Klopapier? Nutzen wir dann den Sand für unsere Hygiene, weil wir in einer Wüste ohne Bäume leben werden?
      https://www.wald.de/waldwissen/wie-viel-kohlendioxid-co2-speichert-der-wald-bzw-ein-baum/

      Um Klimaschutz zu fordern und zu betreiben, muss man Klima und Umwelt verstehen und viele Faktoren berücksichtigen. Auf Solaranlagen umsteigen, nur weil man Putin und die Saudis hasst, ergibt keinen Sinn. Das zeigt nur, dass es hierbei gar nicht um den Klimaschutz und auch nicht um uns Menschen geht, sondern ausschließlich um die Politik. Durchfinanziert von bestimmten Lobbyisten.

      PS: Gaskraftwerke werden doch nicht verboten? Sonst müssen die Biogasanlagen auch verboten werden. Was haben jetzt Putin und die Saudis mit unserem Ausstieg aus Atom- und Kohleenergie zu tun?

    3. Martin Jendrischik sagt

      Hallo „Die Vernuft“,

      danke für die Korrektur der Rechnung. P. Steinweg zu unterstellen, er würde gegen Putin und die Saudis „hetzen“, ist dann doch „too much.“

      Ihre Aussage indes („Wollen wir Waldsterben, weil den Bäumen demnächst das CO2 zum Atmen fehlt?“) und die damit verbundenen Folgefragen sind mehr als absurd. Bitte kehren Sie zur ernsthaften Debatte zurück. Danke.

    4. Martin Jendrischik sagt

      Hallo P. Steinweg – können Sie bitte die Rechnung in Ihrem Kommentar korrigieren? Danke.

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