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Redefine Meat will Drucker-Steak bald in Deutschland testen

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Blindverkostung des Clean Meat in Israel ein durchschlagender Erfolg.

Die Cleantech-Dekade voller Umbrüche und neuer Technologien hat gerade erst begonnen. Meilensteine sind bereits erkennbar: Das israelische Cleantech-Unternehmen Redefine Meat will sein alternatives Fleisch bereits im ersten Halbjahr 2021 in deutschen Restaurants testen. Die Ansprüche von Konsumenten in Israel und Deutschland unterscheiden sich erheblich – daher gelten die beiden Regionen als Blaupause für den globalen Vertrieb.

Das Clean Meat des israelischen Cleantech-Unternehmens Redefine Meat ist grundsätzlich pflanzenbasiert, unterscheidet sich also von den zellbasierten Technologien, bei denen es zuletzt rasante Fortschritte gab. Das bedeutet: Die Fett- und Muskelstruktur etwa eines Steaks wird Schicht für Schicht mit dem eigens entwickelten 3D-Drucker nachgebildet.

Jetzt hat Redefine Meat in Israel eine Blindverkostung des eigenen Fleisches durchgeführt – mit insgesamt durchschlagendem Erfolg. Mehr als 90 Prozent der Konsumenten akzeptierten das alternative Fleisch – im Hinblick auf Geschmack und Konsistenz.

1.000 Menschen probierten das Fleisch von Redefine Meat in Israel

Wir glauben, dass Alt-Meat genauso gut schmecken sollte wie Tierfleisch – so einfach ist das. Redefine Meat hat das mit jedem Produkt, das es getestet hat, erreicht und die Alt-Meat-Konversation von Gesundheit und Nachhaltigkeit und der Ansicht ‚das ist wirklich nah‘ zu ‚wow, dieses Fleisch ist super lecker‘ gebracht. Die unglaublichen Ergebnisse des Food Trucks verdeutlichen dies. Ursprünglich erwarteten wir nur 100 Besucher pro Tag, da die Veranstaltung aufgrund der COVID-19-Beschränkungen in einem kleinen Dorf stattfand.

Aber durch Mund-zu-Mund-Propaganda hatten wir am Ende über 600 Kunden an einem Tag – mit Warteschlangen, die bis zu 50 Minuten dauerten. Was dies gezeigt hat, ist, dass Fleischliebhaber unser alternatives Fleisch genießen können, weil es wie Fleisch schmeckt und sich so anfühlt – nicht nur, weil es besser für die Umwelt oder die Tiere ist.

Eshchar Ben-Shitrit, CEO von Redefine Meat

Redefine Meat auf dem Weg nach Deutschland

Im nächsten Schritt soll das Fleisch nun schon im ersten Halbjahr 2021 in Restaurants in Deutschland und der Schweiz auf die Speisekarte kommen. Da sich die Geschmäcker israelischer und deutscher Fleischesser deutlich unterscheiden, dienen die Tests in beiden Regionen dazu, das Produkt für den weltweiten Einsatz vorzubereiten.

Doch Redefine Meat will neben seinen pflanzenbasierten Produkten auch seine 3D-Drucker vertreiben. So würde das Rohmaterial jeweils in der Region hergestellt, Emissionen eingespart. Die dezentrale Fleischproduktion ganz nach Wunsch der Konsumenten im Supermarkt oder im Restaurant wird möglich. In der Cleantech-Dekade zwischen 2021 und 2030 wird diese Vision Realität werden.

Schon seit 2019 ist die PHW-Gruppe, zu der u.a. Wiesenhof gehört, an Redefine Meat beteiligt. Der größte deutsche Geflügelzüchter sucht nach Alternativen für seine klimaschädlichen Lebensmittelprodukte. Mit Redefine Meat könnte hier ein wichtiger Lieferant gefunden worden sein.

Mehr bei Cleanthinking – Historisch: Restaurant 1880 serviert erstmals Clean Meat von Eat Just in Singapur

1 Kommentar
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