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Tesla meldet mehr Verlust als erwartet – Tesla-Aktie bricht nachbörslich ein

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Anstieg der Tesla-Aktie in den vergangenen Wochen droht ein jähes Ende. Tesla hat zwar die Umsatzerwartungen erfüllt, aber größeren Verlust gemacht, als von der Wall Street erwartet.

Nach Börsenschluss in den USA hat der kalifornische Elektroauto-Pionier Tesla seine Quartalszahlen vorgelegt. Nach dem schwachen ersten Quartal hatte Tesla am Monatsanfang Rekorde bei Produktion (87.048) und Auslieferungen (95.356) seiner Elektroautos vermeldet. Damit erwirtschaftete Tesla 6,349 Milliarden Euro – und machte dennoch einen Verlust von 1,12 Dollar je Aktie.

Die Wall Street-Analysten hatten im Vorfeld einen Anstieg des Umsatzes auf 6,375 Milliarden und einen deutlich geringeren Verlust in Höhe von lediglich 0,54 Dollar pro Aktie erwartet. Im Ergebnis brach die Tesla-Aktie nachbörslich um 10 Prozent ein – nachdem sie zuvor mit 4 Prozent im Plus bei mehr als 260 Dollar gelegen hatte. Derzeit notiert die Börsenkurs bei 238 Dollar und scheint einen ersten Bodensatz erreicht zu haben.

Zum Vergleich: Im ersten Quartal lag der Verlust noch bei 4,10 Dollar je Aktie und der Umsatz bei 4,5 Milliarden Dollar.

Trotz Verlust: Positive Nachrichten von Tesla

Positive Nachrichten aus Sicht von Tesla gibt es aber auch zu vermelden: Demnach hat der Autobauer den Free Cash Flow um rund 600 Millionen Dollar verbessern können – und sitzt nun auf einer Kapitalausstattung von fünf Milliarden Dollar. Das ist, so betont Tesla im Shareholder-Schreiben ein Rekord in der Geschichte des Unternehmens.

Tesla Verlust Gigafactory 3
Trotz Verlust: Aufbau der Gigafactory 3 beeindruckt

Die Finanzkraft ist auch dringend erforderlich, schließlich will Tesla bis Anfang 2020 das Tesla Model Y produzieren und bis Ende diesen Jahres die Gigafactory in Shanghai in Betrieb nehmen. Beides sind natürlich kapitalintensive Unterfangen. Dazu bestätigte Tesla die Jahresziele für die Autoproduktion zwischen 360.000 und 400.000 Fahrzeugen.

Unterdessen zieht das Geschäft mit Batteriespeichern ganz offenbar an. Tesla beziffert das Wachstum auf 81 Prozent zu einem Rekord von 415 Megawattstunden. Mehr als 50.000 Powerwalls hat die Tesla-Unit Tesla Energy mittlerweile installiert. Beim Geschäft mit den Solardächern gab es kaum Veränderungen – Tesla verkündet hier nur, man arbeite an vielen Verbesserungen, um dieses Geschäft in Gang zu bringen.

Ausblick: Gewinn ab dem dritten Quartal erwartet

Ab dem dritten Quartal möchte Tesla wieder Gewinn erwirtschaften.

Zur Model Y-Produktion heißt es im Aktionärsbrief: „Die Vorbereitungen für die Model-Y-Produktion in Fremont begannen im zweiten Quartal. Aufgrund einer signifikanten Überschneidung der Komponenten zwischen Model 3 und Model Y sind wir in der Lage, bestehende Fertigungsdesigns bei der Entwicklung der Model Y-Produktionsanlagen zu nutzen. Darüber hinaus machen wir Fortschritte beim Management der Model-Y-Kosten, wobei nur ein minimaler Kostenbeitrag im Vergleich zum Model 3 erwartet wird. Aufgrund der großen Marktgröße für SUVs gehen wir davon aus, dass das Model Y ein profitableres Produkt sein wird, als das Model 3.“

Hier kann der Aktionärsbrief nachgelesen werden.

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