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Tesla Model 3 überzeugt Europa – außer beim Preis

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Elektroauto Model 3 ändert alles: Tesla setzt die europäische Autoindustrie mit Daimler, Volkswagen, BMW, PSA oder Volvo unter Druck

Das Tesla Model 3 ist das erfolgreichste batterieelektrische Elektroauto in der Geschichte des Automobils. Für Hunderttausende ist der bislang alltagstauglichste Tesla das Nonplusultra. Denn das Auto verspricht Mobilität einer neuen Art, verbunden mit Lifestyle und Fun-Faktor. Seit Februar 2019 ist das Elektrofahrzeug von Tesla auch in Europa auf den Straßen unterwegs. Was muss man über das Auto wissen im Hinblick auf Preis, Reichweite, Tests, technische Daten sowie Lieferzeiten und Verfügbarkeit?

Das Tesla Model 3 ist im Grunde das erste Tesla-Elektroauto, das so richtig prädestiniert ist für den europäischen Markt. Es ist zwar ein recht langes Elektroauto, aber deutlich kürzer als ein Tesla Model S, das eher dem amerikanischen Gefühl vom Protz und Gigantismus entspricht als dem europäischen Feeling von Nutzerfreundlichkeit. Das Model 3 kommt dem Lebensgefühl der Menschen in Frankreich, Großbritannien oder Deutschland entgegen – und wird auch deshalb ein Verkaufsschlager werden.

Historisch: Hunderttausende bestellen Elektroauto

Ursprünglich ist das Tesla Model 3 oder III im Juli 2014 erstmals benannt und um Jahr 2016 offiziell vorgestellt worden. Zuvor wurde es als BlueStar inhouse bei Tesla konzipiert und entwickelt. Das Versprechen von Tesla-CEO Elon Musk: Das 3er Model sollte 2017 zu einem Preis ab 35.000 Dollar auf den Markt kommen. Aufgrund dieser Aussagen bestellten Hunderttausende – die Rede ist von 420.000 Bestellungen – auf der ganzen Welt das Auto vor – und leisteten eine jeweils vierstellige Anzahlung.

Als Elon Musk im Juli 2014 den Namen des Tesla Model 3 bestätigt, wird klar, was seine Fahrzeugpalette letztlich ausdrücken soll: SEXY – allein der Plan geht nicht vollständig auf wegen eines Rechtsstreits mit Ford. Der traditionelle Autokonzern hatte sich Rechte an der Modellbezeichnung Model E gesichert – um diesem Streit aus dem Weg zu gehen, nutzt Tesla nun „Model III“ als Bezeichnung, um das Wort SEXY erzeugen zu können.

Das 3er Model ist der letzte Schritt der Langfriststrategie von Elon Musk, die das Ziel hat, Elektroautos massentauglich zu machen.

Tesla Model 3 Elektroauto Auto Mobilität
Tesla Model 3: Touchscreen und Panorama-Dach dominieren.

Es ist ein wahrlich historisch zu nennender Moment in der globalen Geschichte des Automobils, dass Hunderttausende ein Elektroauto bestellen, das sie nicht einmal vorher gesehen haben. Aber es zeigt, wie viele Menschen die Vorteile der Elektromobilität verstanden haben: Volles Drehmoment vom Start weg bei fast flüsterleisem Fahren und – mindestens perspektivisch – konkurrenzlos günstigen Kosten bei Anschaffung und Betrieb.

In den Morgenstunden des 31. März 2016 bildeten sich lange Schlagen wartender Kunden vor den Tesla-Verkaufsstellen. Alleine innerhalb der ersten 24 Stunden wurden mehr als 115.000 Reservierungen entgegen genommen. Nach 48 Stunden waren es bereits 276.000 Fahrzeuge.

Aber nicht nur der Start des Autos war historisch: Im Jahr 2018 avancierte das Tesla Model 3 mit 155.748 Stück zum weltweit meistverkauften Elektroauto – und das bei dem derzeit noch viel höheren Preis als ursprünglich versprochen. Im aktuellen Jahr 2019 plant Tesla indes 400.000 Fahrzeuge des Model 3 auszuliefern. Die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt, steigt jeden Tag – bis Ende des Jahres will der Autobauer es schaffen, nachhaltig 10.000 Tesla Model 3 zu produzieren. Und zwar in der Woche.

Von der Produktionshölle und der Serienfertigung

Wer die Geschichte von Tesla-CEO Elon Musk ein wenig verfolgt, der weiß, wie der Manager ganz bewusst schwierig oder im Grunde gar nicht zu erreichende Ziele setzt, um das bestmögliche Resultat aus seinen Teams und Mitarbeitern, aber auch aus den Zulieferern herauszuquetschen. Ein Umstand, der auch häufig kritisch beäugt wird.

Aber: Musk ist gleichzeitig unfassbar detailbesessen und löst in Zusammenarbeit mit den Teams die entscheidenden Probleme. Und das oft besser und einfacher als andere Autobauer.

Dennoch erlangte Elon Musk’s Ausspruch, Tesla sei in der Produktionshölle traurige Berühmtheit. Was der CEO damit vor allem meinte, kann wohl als eine Art Über-Automatisierung beschrieben werden. Um das Problem in den Griff zu bekommen, ließ sich Musk ganze Fertigungslinien vom deutschen Konzernteil Grohmann konzipieren und in die USA transportieren. Außerdem entstand ein Teil der Fertigung in einem Zelt. All diese Maßnahmen wurden getätigt beim Versuch, 5.000 Fahrzeuge pro Woche vom Band laufen lassen – dazu mussten in der Produktionshölle viele Bottlenecks aus dem Weg geschafft werden.

Technische Daten des Tesla Model 3

Das Tesla Model 3 verfügt über einen Reluktanzmotor mit Permanentmagneten mit 192 Kilowatt Leistung. Es ist fast 4,70 Meter lang und etwas mehr als 1,93 breit – bei ausgeklapptem Spiegel oder etwas breiter als zwei Meter.

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