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Tesvolt nimmt Megafactory für gewerbliche Stromspeicher in Betrieb

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Cleantech-Unternehmen Tesvolt produziert Stromspeicher mit Kapazität zwischen 9,6 Kilowattstunden bis in den Megawattbereich.

Das Cleantech-Unternehmen Tesvolt aus Sachsen-Anhalt spürt trotz der Corona-Krise und der Unsicherheit zum Thema Solardeckel eine wachsende Nachfrage nach Stromspeichern für Gewerbe und Industrie. Daher hat Tesvolt nun „Europas erste Gigafactory für gewerbliche Batteriespeicher“ am Standort Wittenberg in Betrieb genommen. Dort werden Stromspeicher mit einer Kapazität ab 9,6 Kilowattstunden bis in den Megawattbereich halbautomatisiert gefertigt.

Immerhin 12.000 Quadratmeter Fläche nutzt Tesvolt, um mit der neuen Fertigungslinie pro Tag Stromspeicher mit einer Gesamtkapazität von bis zu einer Megawattstunde herzustellen. Pro Jahr sollen es 255 Megawattstunden sein – allerdings kann das Werk auf bis zu ein Gigawatt erweitert werden. Der Begriff Gigafactory ist also eher ein Marketing-Ausdruck: Megafactory passt heute besser. Immerhin: Das Auftragsvolumen hat sich im Vergleich zum ersten Quartal 2019 verdreifacht.

Eine der Innovationen in der neuen Fertigung ist nach Angaben von Tesvolt die „teilautomatisierte Vollzyklisierung“Jedes Batteriemodul wird vollständig be- und entladen und auf Unregelmäßigkeiten bzgl. Temperatur, Spannung und Innenwiderständen geprüft. Für die notwendige Qualität sorgt im Anschluss die vollautomatisierte End-of-Line-Prüfung, hier wird jede Batteriezelle geprüft und weniger leistungsstarke Batteriemodule automatisch ausgeschleust.

Stromspeicher aus der Megafactory in Sachsen-Anhalt.
Stromspeicher aus der Megafactory in Sachsen-Anhalt.

Besonders stark ist die Nachfrage nach Stromspeichern mit Notstromfunktion sowie nach Off-Grid-Speichern gestiegen. Wir wissen nicht, wie sich die Nachfrage in der Corona-Krise entwickeln wird. Wir wollen uns in enger Solidarität mit unseren Kunden, gepaart mit Kreativität, Flexibilität und Erfindergeist den neuen Herausforderungen stellen.

Daniel Hannemann, Kaufmännischer Geschäftsführer und Mitgründer von Tesvolt

Um auch in der Corona-Krise sicher produzieren zu können, arbeiten viele Tesvolt-Mitarbeiter derzeit aus dem Home Office heraus. Selbst die Fertigungsplanung ist entsprechend ausgelagert worden. In der Produktion arbeiten die Kollegen isoliert voneinander. Nachschub an Batteriezellen gibt es reichlich: Samsung SDI in Korea produziert weiterhin, so Tesvolt.

Mit seinen Produkten und Innovationen hat Tesvolt erst im vergangenen November den Deutschen Gründerpreis gewonnen. Erfahren Sie hier mehr über Stromspeicher und deren Relevanz für die Energiewende.

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