ELEKTROMOBILITAET · 3. SEPTEMBER 2026

PKW Neuzulassungen August 2026: Auto Neuzulassungen wachsen mit Elektro-Rekord
212.563 Pkw wurden im August 2026 neu zugelassen, 2,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Fast jedes dritte Auto fuhr rein elektrisch, BYD und Tesla wuchsen dreistellig.
212.563 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im August 2026 neu zugelassen, 2,6 Prozent mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Das meldet das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg. Private Neuzulassungen legten um 16,9 Prozent zu, ihr Anteil betrug 40,5 Prozent. Gewerbliche Halter meldeten dagegen 5,3 Prozent weniger Fahrzeuge an, ihr Anteil lag bei 59,4 Prozent.
In den ersten acht Monaten des Jahres wurden 4,8 Prozent mehr Pkw neu zugelassen als im Vergleichszeitraum 2025. Insgesamt kamen 1.965.024 Fahrzeuge auf die Straße.
Elektro-Pkw erreichen fast ein Drittel aller Auto Neuzulassungen
68.930 Neuwagen waren im August reine Elektro-Pkw (BEV) und erreichten einen Anteil von 32,4 Prozent. Das ist ein Plus von 75,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit fuhr fast jedes dritte neu zugelassene Auto rein elektrisch.
84.603 Neuwagen hatten einen Hybridantrieb, ein Plus von 2,5 Prozent und ein Anteil von 39,8 Prozent. Darunter waren 25.406 Plug-in-Hybride, ein Zuwachs von 6,0 Prozent. Rechnet man BEV und Plug-in-Hybride zusammen, kamen im August 44,4 Prozent aller Auto Neuzulassungen mit einem Stecker.
Die Verbrenner verloren dagegen deutlich. Benziner kamen auf 35.536 Zulassungen und einen Anteil von 16,7 Prozent, ein Rückgang von 37,9 Prozent. Diesel-Pkw fielen um 17,3 Prozent auf 22.516 Fahrzeuge, ihr Anteil betrug 10,6 Prozent. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller Neuwagen sank im August um 18,0 Prozent auf 86,0 Gramm pro Kilometer.
BYD, Tesla und Leapmotor treiben den Elektro-Trend
Bei den einzelnen Marken zeigt sich der Elektro-Trend am deutlichsten bei den chinesischen und amerikanischen Herstellern. BYD verzeichnete im August 5.256 Neuzulassungen, ein Plus von 371,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Marktanteil des chinesischen Herstellers stieg damit auf 2,5 Prozent. Seit Jahresbeginn kommt BYD auf 36.748 Fahrzeuge, ein Zuwachs von 329,1 Prozent.
Tesla legte um 110,5 Prozent auf 3.034 Neuzulassungen zu und erreichte einen Marktanteil von 1,4 Prozent. In den ersten acht Monaten des Jahres wuchs Tesla um 182,0 Prozent auf 32.258 Fahrzeuge. Auch Leapmotor gehörte zu den Gewinnern: Der chinesische Hersteller kam auf 2.254 Neuzulassungen, ein Plus von 172,9 Prozent. Seit Jahresbeginn wuchs die Marke um 279,3 Prozent auf 13.392 Fahrzeuge. Xpeng steigerte sich im August um 311,0 Prozent auf 1.163 Einheiten.
Unter den deutschen Marken verzeichnete Smart mit 18,9 Prozent den stärksten Zuwachs und kam auf einen Anteil von 0,2 Prozent. Auch Mercedes (plus 8,0 Prozent, Anteil 9,7 Prozent) und BMW (plus 2,0 Prozent, Anteil 8,9 Prozent) legten zu. VW verlor 14,0 Prozent, blieb mit einem Anteil von 15,2 Prozent aber anteilstärkste deutsche Marke. Audi gab um 16,5 Prozent nach, Porsche um 10,0 Prozent.
Bei den Importmarken mit mindestens fünfstelligen Zulassungszahlen wuchs Skoda mit 15.526 Fahrzeugen und einem Plus von 7,3 Prozent am stärksten und war zugleich anteilsstärkste Importmarke. Kia legte um 32,4 Prozent auf 6.382 Fahrzeuge zu, Renault um 27,9 Prozent auf 5.211 Einheiten.
SUVs bleiben stärkstes Segment
Mit einem Anteil von 37,6 Prozent waren die SUVs das stärkste Segment und legten um 12,0 Prozent zu. Zweistellige Anteile erreichten auch die Kleinwagen mit 14,5 Prozent (plus 11,8 Prozent) und die Kompaktklasse mit 11,8 Prozent (minus 18,9 Prozent). Die Minis erzielten mit plus 24,6 Prozent die deutlichste Steigerung aller Segmente, wenn auch von niedrigem Niveau aus.
Am Nutzfahrzeugmarkt wurden insgesamt 261.546 Kraftfahrzeuge neu zugelassen, ein Plus von 3,5 Prozent. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt wechselten 595.335 Kfz die Halterin oder den Halter, 2,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Die globale Elektromobilität zeigt damit im August 2026 dieselbe Richtung wie der deutsche Markt: Wachstum bei Elektroautos, Rückgang bei Verbrennern. Auch in Firmenflotten setzt sich der batterieelektrische Antrieb zunehmend durch. Wie stark chinesische Hersteller wie BYD den europäischen Markt inzwischen mitprägen, zeigt auch die Ankündigung einer zweiten BYD-Fabrik in Europa.